677 likes, 38 comments - lieselle_rub on June 27, 2025: "Seit mehreren Monaten ist die LIESELLE vermehrt Ziel queerfeindlicher und antifeministischer Angriffe. Was zu Beginn des Jahres mit dem Abreißen queer*feministischer Plakate und dem Überkleben unserer Sticker an der Eingangstür begann, eskalierte zuletzt am 16.06., als sich unbekannte Personen Zugang zu unserem Archiv verschafften. Die Täter*innen zerstörten mutwillig Plakate, die weiblich gelesene Körper auf empowernde Weise zeigten, schütteten Limonade auf wertvolle Archivmaterialien, entwendeten Datenträger sowie Bargeld und demolierten den zentralen externen Speicher, über den unser digitales Archivsystem läuft. Auch andere Initiativen auf dem Campus, die sich gegen Diskriminierung engagieren und eine klare queer*feministische Haltung vertreten, sind von ähnlichen Angriffen betroffen. Bereits zuvor hatten rechte Botschaften an den Wänden im GA-Gebäude ein Gefühl der Unsicherheit ausgelöst. Die Universität wurde umgehend informiert, die Vorfälle wurden zur Anzeige gebracht. Ob und was das bringen wird, ist derzeit noch nicht absehbar. Vor dem Hintergrund eines politischen Klimas, in dem rechte Politik zunehmend an Einfluss gewinnt und LGBTQI*-Sichtbarkeit unter dem Vorwand „politischer Neutralität“ eingeschränkt wird, sind Übergriffe wie diese leider keine Überraschung, sondern eine erwartbare Konsequenz. Der deutliche Rechtsruck in Deutschland hat reale Auswirkungen auf Initiativen wie unsere – von massiven Kürzungen der Förderung queer*feministischen und antifaschistischen Engagements bis hin zu gewaltvollen, rechtspolitisch motivierten Angriffen auf Räume und Menschen. Gerade jetzt sind wir mehr denn je auf gegenseitige Solidarität und Unterstützung angewiesen. Unsere Priorität gilt der Sicherheit unserer Mitarbeitenden sowie unserer Nutzer*innen. Wie viele von euch wissen, wird unser Archiv ehrenamtlich von einem studentischen Team betrieben. Gemeinsam überlegen wir aktuell, wie wir unser Engagement bei der LIESELLE so gestalten können, dass wir uns geschützt fühlen und dennoch eine möglichst uneingeschränkte Nutzung ermöglichen. In dieser Übergangszeit sind wir bis mindestens Ende Juni vorerst nur per Mail erreichbar. (Weiter in Kommentaren:)".