„Bei der #Treuhand saßen vor allem Westeliten. (..) Dieser sozialwirtschaftliche Riesenumbau (..), diese Transformation mit unglaublichen Zumutungen für Millionen Menschen, wurde noch weiter dadurch dramatisiert, indem er von Leuten umgesetzt wurde, die sich mehrheitlich herzlich wenig für die Schicksale der Menschen vor Ort interessierten. Weil sie überhaupt nicht mit den Menschen und Orten (…) verbunden waren.“

Warum dann eigentlich die #Wiedervereinigung? Wozu?

https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/wissen/geschichte/id_100473076/ddr-war-die-treuhand-zum-scheitern-verurteilt-.html

“Praktisch über Nacht zerstört worden”: Historiker über die Treuhand in der DDR

Die Unzufriedenheit in Ostdeutschland ist groß, besonders der Begriff Treuhand ist ein Reizwort. Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk erklärt, welche Kritik an ihr berechtigt ist und welche nicht.

t-online
@Saupreiss
Damals hat die Treuhand im Osten gründliche Arbeit geleistet.
Die Industrie, damit Millionen Arbeitsplätze, wurde zu ca. 80% plattgemacht.
Viele Betriebe hätten weiter existieren können, andere waren nicht mehr wettbewerbsfähig.
Ernsthaft, mit einigen Ausnahmen, interessierte es niemand.
Diejenigen, die die DDR abwickelten, kamen aus dem Westen.
Manch einer bereicherte sich schamlos an der Konkursmasse der Ex-DDR.
Die Betroffenen, die es miterlebten, haben es nie vergessen.
@HansLWernitz @Saupreiss
Es gehört zu den Absurditäten deutscher Geschichte, dass ausgerechnet Detlev Rohwedder (SPD) der erster Präsident der #Treuhandanstalt 1991 in seinem Haus von einem Heckenschützen ermordet wurde.
Ein Attentat, zu dem sich die Rote Armee Fraktion (RAF) bekannt hat oder das die Stasi initiiert hat, das jedenfalls bis heute unaufgeklärt geblieben ist.
@angeldruckt
Wer ihn ermordet hat, ist bis heute nicht aufgeklärt.
Damals hieß es auch, dass Rohwedder von Industriebossen ermordet wurde, weil ihnen sein Kurs nicht gefiel.
Von RAF bis Stasi - entweder konnte oder wollte man den Fall nicht aufklären.
Der ungeklärte Mord verführt zu Verschwörungstheorien, die ich nicht bedienen möchte.

@HansLWernitz @Saupreiss

Mit einem kleinen bisschen Amusement und etwas Schadenfreude, sehe ich dass die Bundesrepublik den selben Weg geht wie die DDR.

Nur noch langsamer, noch tiefgreifender.

Im Industriesektor versucht man die Legende vom HiddenChampion aufrecht zu erhalten. 😂

Aber wirklich ähnlich ist der Werdegang bei der Rohstoffabhängigkeit. Ich fürchte da ist der Zug abgefahren. Bald sammeln wir wieder Kronkorken, weil China kein Alu/Bauxit an D oder die EU mehr exportiert.

@tunda
Solange ich in der Bundesrepublik lebe, leben wir in einer Dauerkrise.
Mit uns der ganze Westen, und der Rest der Welt auch.
Es braucht vollkommen neue Konzepte, sonst sehe ich schwarz.

@HansLWernitz Es gibt kein Mangel an Ideen und Konzepten. Viele davon finde ich sogar gut und erstrebenswert.

Die Beharrungskräfte sind sehr groß.

Ich fürchte wir werden erst wenn es zwangsläufig nötig ist Dinge anders machen, aber auch leider nicht weil wir wollen sondern der Schaden an Umwelt und Natur, an unser Lebensgrundlage Erde, so massiv ist, das wir gar nicht anders können als Dreck zu fressen.

@tunda
Ich befürchte, dass du Recht hast.
Wir lernen nichts dazu, es soll so weitergehen wie bisher.
Genau so ist die Politik der neuen Bundesregierung.
Vor Kurzem sah sich Bundeslandwirtschaftsminister Rainer einen kranken Wald an.
Er sagte, dass die Trockenheit der letzten Jahre die Schäden verursachte.
Dabei ist unser Wald schon lange schwer krank.
Passiert ist bisher wenig, die Monokultur geht weiter, Schädlinge zerstören die Bäume.
Auf was wartet man noch?