Ich bin ja der Meinung, die Gesellschaft von heute verspricht den Menschen zu viel. Sie sagt, sie könnten alles gleichzeitig haben: Karriere, Vermögen, Familie, Erfüllung und was man sonst noch so möchte.

In der Theorie mag das stimmen, aber die Ressourcen wie Zeit oder Energie sind immer begrenzt.

Manche Menschen beneiden mein Leben, weil es so frei und selbstbestimmt ist. Aber auch ich habe Opfer gebracht: in erster Linie weder Beziehung noch Familie.

Ich bin mit dieser Lösung völlig zufrieden, aber für andere wäre es gar nichts.

Ich entdecke gern das Leben und leiste mir Dinge wie ein Studium mit Mitte 40, eine Teilzeitselbständigkeit und viel Zeit für Hobbies. Und wenn ich darauf irgendwann keine Lust mehr habe, dann mache ich halt was anderes.

Solche Dinge kann man machen, wenn man nicht gebunden ist und die Konsequenzen überschaubar bleiben. Ansonsten eher nicht.

Deswegen wäre ein Ratschlag an jüngere Menschen auch:

Lernt euch kennen. Versteht, was ihr braucht und möchtet. Und dann formt euch ein Leben um diese Dinge herum - und vernachlässigt das, was euch nicht so wichtig ist, selbst wenn die Gesellschaft sagt, dass das so sein muss.

Versucht nicht dauernd, die Erwartungen von anderen zu erfüllen, die vielleicht gar nicht verstehen, wie ihr funktioniert. Spart eure Energie für das Wesentliche.

@mandelbroetchen Find ich persönlich immer schwierig herauszufinden. Irgendwie kollidiert bei mir immer alles. So viel erscheint mir wichtig.
@mandelbroetchen
Kann ich, trotz relativ gegenteiligem Lebensentwurf, nur so unterschreiben. Zu wissen, was einem wirklich wichtig ist, ist quasi eine Superkraft, weil es eben Ressourcen von unwichtigen Dingen frei macht, die man für wichtige einsetzen kann.