Die "KIM-Studie 2024" zu Kindheit, Internet & Medien ist erschienen.
Eines der Ergebnisse: 57% der 10- und 11-Jährigen nutzen WhatsApp, außerdem sind bereits ein Viertel der 6- und 7-jährigen Kinder hier aktiv!
Ich denke, wir sollten nicht über #SocialMedia-Verbote diskutieren, sondern über #Familienbildung und die Frage, wie wir Eltern erreichen und begleiten können.
https://mpfs.de/studie/kim-studie-2024/

#kindermedien #medienpädagogik #medienkompetenz #fediLZ

@bjoernfr

Wir waren vor ein paar Wochen mit dem 5jährigem Zwerg zur Schulanmeldung für kommendes Jahr. Da wurde auch nach dem Fernsehe- und Medienkonsum gefragt. Als meine bessere Hälfte sagte: Sowas gibt's bei uns nicht, wir haben auch keinen Fernseher war die Reaktion der Lehrerin: "Danke! Das ist so schön, dass es das noch gibt. Die meisten Kinder haben schon ihr eigenes Tablet."

@bjoernfr

Ich finde, wir sollten über beides diskutieren und noch als Drittes, wie an anderer Stelle in dieser Diskussion schon erwähnt, darüber, die Tech-Konzerne an die Kandare zu nehmen.

@bonuspapa Da stimme ich dir teilweise zu, das hatte ich eben schon in einem anderen Kommentar geschrieben: Eine konsequentere Umsetzung der bestehenden Gesetze und Altersbeschränkungen wäre enorm hilfreich. Die EU ist theoretisch auf einem guten Weg, nur muss das in der Praxis besser durchgesetzt werden. Ein starres Verbot für alle Unter-16-Jährigen halte ich jedoch nicht für hilfreich, sondern für realitätsfremd und kontraproduktiv, da Jugendliche ihren Erfahrungsraum benötigen.

@bjoernfr

Eine Frage wäre dann, wovon wir reden bzw. woran wir denken, wenn wir in dem Kontext von "Verbot" sprechen, und wie genau gewisse Verbotspläne seitens Institutionen genau aussehen. Ist das wirklich immer kategorisch starr gemeint? Wie sind solche Verbote im Detail gedacht? Ich fürchte, da sind oft verkürzte Erzählungen im Umlauf.

Deshalb sage ich: doch, genau darüber sollte man (u.a.) diskutieren. Dann kommt vielleicht etwas Differenziertes bei raus.

@bjoernfr

Und selbst ein starres Verbot könnte einem am Ende einer ausgiebigen Diskussion, unter Abwägung von allem Für und Wider, als das - in der aktuellen Lage - kleinste Übel erscheinen. Diese Möglichkeit möchte ich nicht von vornherein ausklammern. Aber auf dem Weg dahin wäre ich auch sehr dafür, alternative Maßnahmen zu diskutieren.

@bonuspapa Das ist in der Tat eine komplexe Diskussion. Wir sind uns jedoch einig darin, dass die Plattformen und Großkonzerne strenger reguliert und kontrolliert werden müssten. Die Details müssen fachkundige politische Gremien entscheiden und umsetzen, die wir bei Bedarf gerne beraten ;-)

@bjoernfr

Richtig. Ich finde die Einschätzung von @afelia nachvollziehbar, dass Medienkompetenz allein bei weitem nicht ausreicht, sondern dass auch Regulierung der Tech-Konzerne enorm wichtig ist.

@bonuspapa In der Tat, das hatten wir ja oben schon diskutiert, dass alle Ebenen von Bedeutung sind: die Aufklärung der Eltern, die Medienkompetenzförderung bei Kindern, die Regulierung der Konzerne, die Durchsetzung der Gesetze. Ich sehe da keinen Dissens zur Einschätzung von @afelia, sondern bin völlig ihrer Meinung.

@bjoernfr

Social Media Angebote im Bildungskontext sehe ich in der Verantwortung der Bildungsträger.

Warum sind zeitgemäße Social Media Funktionen nicht Standardbestandteil aller Lernmanagement-Systeme?

Meine Wahrnehmung: In D warten die Pädagogen darauf, dass jemand anderes die Digitalisierung ihres Aufgabengebietes für sie macht. Und deshalb können sie auch keine Medienkompetenz vermitteln.