Arjeta ist umgezogen und packt ihre Kartons aus. Soweit, so gut und völlig normal. Doch Arjeta packt nicht nur Umzugskartons aus, sondern auch ihr Leben. Sie sitzt am Kirschholztisch ihrer Großmutter in der neuen Wohnung und breitet mit den alten Fotos und Tagebüchern ihre Vergangenheit vor sich aus und erinnert sich an die einzelnen Stationen. Eine glückliche Kindheit in Sarajewo mit Urlauben bei der Oma in Istrien am Meer, plötzlich beendet durch den Jugoslawienkrieg und den Tod ihrer Brüder. Das Studium in Paris, die Freundschaft zu Hiromi und Nadeschda und ihre Liebesbeziehung zu dem Maler Arik, dem zuviel Nähe zu viel war und ihre Aussetzer, durch die sie kleine Erinnerungslücken hat. Diesen Geschehnissen spürt sie nach und bringt sie für sich in einen größeren Zusammenhang. Sie setzt im Rückblick die einzelnen Fragmente zusammen, versteht und heilt dadurch. Marica Bodrožić gelingt es, den Krieg, all die Trauer, das Gefühl des Nicht-Angekommen-Seins und all diese unsortierten Gefühle nicht nur zu beschreiben, sondern mit einer geradezu poetischen Sprache zu erzählen. Wenn man das Buch liest, begleitet man Arjeta durch Paris und Berlin und ist ganz dabei, nicht außen vor. Ein wunderbares Buch!

Die Langversion meiner Rezension findest du auf meinem Blog:https://das-buchzuhause.de/kirschholz-und-alte-gefuehle-von-marica-bodrozic/

Das Buch ist beim btb Verlag erschienen und ich werde jetzt nach und nach weitere Werke der Autorin lesen, so gut gefällt mir diese Art zu schreiben.

Kannst du mir vielleicht eines ihrer Bücher besonders empfehlen?

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