Freundschaft im Alter - Ein Wochenende von Charlotte Wood

Jude, Adele und Wendy treffen sich wie jedes Jahr in Sylvies Strandhaus, um gemeinsam Weihnachten zu verbringen. Doch dieses Jahr ist es anders, Sylvie fehlt, sie ist gestorben und die drei Freundinnen treffen sich, um das Haus zu entrümpeln.

Schon bei der Beschreibung der Anreisen wird klar, dass es ausreichend Konfliktpotential und Ungeklärtes zwischen den hart an der 70 kratzenden Freundinnen gibt.

Jude, distanziert und bossy, daran gewöhnt zu bestimmen, trägt seit Jahren ein Geheimnis mit sich herum. Adele, noch ganz gut in Schuss, aber Geld- und frisch Beziehung-los, ist in einer Gedankenschleife um sich selbst gefangen und die intellektuelle Feministin Wendy hadert mit ihrer schlechten Beziehung zu ihren Kindern und dem Missfallen von Jude, die nicht begeistert ist, dass Wendy ihren dem Enten Hund Finne mitbringt.

Sylvie hat die ungleichen Frauen zusammengehalten und während sich Schrank für Schrank leert, wird deutlich, was die Frauen trennt und was sie noch zusammenhält.

Sie kennen sich in und auswendig, sprechen schonungslos aus, was sie übereinander denken und sind doch füreinander der Fels in der Brandung.

Charlotte Wood gelingt es, dies ohne Pathos zu erzählen, sondern bleibt bissig witzig dabei. Viele von uns werden sich da wieder finden und schmunzeln und das Gefühl der Dankbarkeit für lebenslange Freundschaft nachvollziehen können, auch wenn man sie ab und an auf den Mond schießen könnte.

Von mir gibt's eine Leseempfehlung, gute Unterhaltung mit dem nötigen Tiefgang, mehr dazu auf meinem Blog:https://das-buchzuhause.de/ein-wochenende-von-charlotte-wood/

Übersetzt wurde das Buch von Brigitte Walitzek und es erschien beim Kein & Aber Verlag.

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A research team goes deep into the ocean and finds something that should've stayed in the imagination. The tension is always present, the science is very realistic, and the ocean doesn't seem to care about humans.

Into the Drowning Deep delivers the goods: a creepy atmosphere, well-developed characters, and horror that sticks around long after you've finished the book.

If you're into smart, unsettling stories that make you side-eye the ocean, you're going to love this one 👀

As always, the full review is on my blog!
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Es braucht ein Dorf, um ein Kind großzuziehen. Und genau so ein Dorf braucht es auch, um sich um ein Kind oder einen Erwachsenen zu kümmern, der nicht allein leben kann.

In "Pina fällt aus" erzählt Vera Zischke davon, was passieren könnte, wenn eine alleinerziehende pflegende Mutter ausfällt. Ihr Sohn Leo ist schon 20, wird jeden Morgen zur Werkstatt gebracht und kann nicht allein leben. Das muss er allerdings von einem Tag auf den anderen, denn seine Mutter Pina fällt aus, sie wird krank.

Niemand kommt zunächst auf den Gedanken, dass Leo in seinem Alter gar nicht allein leben kann. Das merkt die Hausgemeinschaft des Hauses, in dem er wohnt, erst am nächsten Tag und da niemand bekannt ist, der sich um ihn kümmern könnte, übernimmt das die Truppe schräger Vögel, wie sie sich selbst bezeichnen. Die lebensmüde Rentnerin Inge, die wütende Zola und der sozial gehemmte Wojtek versuchen ihr Möglichstes, damit Leo die Zeit übersteht, in der seine Mutter im Krankenhaus ist.

Vera Zischke hat einen Roman über das "Was-sein-könnte" geschrieben und wie wir pflegende Eltern als Gesellschaft unterstützen können, wie Inklusion anders gelebt werden könnte.

Es fängt im Buch schon damit an, dass im Haus in der Hansastraße niemand weiß, was mit Leo ist. Das erfahren sie erst im Laufe der Zeit. Die einfachste Lösung, dass Leo ins Heim kommt, ist vielleicht gar nicht die beste, weder für Pina noch für Leo.

Der Roman schafft ein besseres Verständnis für die Probleme pflegender Eltern und unseren Umgang als Gesellschaft damit. Es ist Vera Zischke gelungen, eine Geschichte zu erzählen, die trotz des Ernstes des Themas unterhaltsam ist und vor allem dem Thema Sichtbarkeit gibt.

Es ist ein würdiger Nachfolgeroman von "Ava liebt noch", Vera Zischkes Debütroman und greift ein zu wenig beachtetes Thema auf. Leseempfehlung!

Zur ausführlichen Rezension: https://das-buchzuhause.de/pina-faellt-aus-von-vera-zischke/

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A sarcastic sec unit with a dark past teams up with ART to uncover its origins. The pacing is relentless, the humor is razor-sharp, and Murderbot would still rather binge TV shows than deal with humans.

Artificial Condition nails everything I love: non-stop action, razor-sharp dialogue, and a protagonist who’s hilarious, heartbreaking, and done with everyone’s nonsense.

If you’re into sci-fi that’s fast, funny, and sneakily deep, this is your next obsession.

Full review on my blog! Link in bio.

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My first five-star read of the year came early 😅
I was a bit hesitant at first because the book was almost 1,000 pages long, but I quickly got over it.
It started off slow, but then it got really detailed and kept me hooked. I was always finding time to read, even during my breaks.

Joe Hill's suspense and vivid storytelling had me hooked until the very end.
The characters were flawed, and I loved some of them, but definitely not all of them. They were all surprising in their own ways. And what about King Sorrow? It's a real game-changer: it's got a dark, sharp, and unforgettable vibe.
I highly recommend the book.
Full review on my blog!

Do long books scare you, or do you love getting lost in a big story?

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Opiskelukaverini esikoisnovellikokoelma Kerran olimme vuoria edustaa tyylilajina pohjoista kummaa. Ostakaa ja lukekaa!

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Zeit für Statistik! Im März habe ich sechs Bücher gelesen und keins davon war eine Enttäuschung, es waren sogar zwei richtige Kracher dabei. Und damit ich dich nicht zu lange auf die Folter spanne, geht's auch gleich los:

📚"Nüchtern" von Daniel Schreiber konnte mich begeistern, ist es doch ein sehr persönliches Buch des Autors, der in einer weit von nüchtern zu bezeichnenden Sprache über seinen Weg zum Leben ohne Alkohol berichtet. Vielen Dank an Valerie für das gemeinsame Lesen und den Austausch zum Buch! Es ist bei Suhrkamp erschienen.
📚"Richtig gutes Essen" von Junko Takase, übersetzt von Yoko Ann Hamann, brachte mir so einiges über japanische Bürokultur bei und wie wenig Wert ein Mensch auf Essen legen kann.

📚"The Great Godden" von Meg Rosoff hatte ich mir für die #eatreadsleep_challenge26 vom SuB ausgesucht. Es sollte ein Liebesroman gelesen werden, ob es das jetzt wirklich war, ist mir noch nicht ganz klar, allerdings habe ich es genossen, die Protagonist*innen einen Sommer lang am Meer zu begleiten. Es ist bei Bloomsbury erschienen.
📚"Schleifen" von Elias Hirschl ist der erste Kracher des Monats, ich ringe immer noch um Worte, um meinen Leseeindruck zu beschreiben, so viel hat sich der Autor einfallen lassen, um mich zu begeistern.

📚"Die Riesinnen" von Hannah Häffner ist der zweite Kracher des Monats und ich wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Die Rezension ist schon auf dem Blog und in den nächsten Tagen auch hier. Es ist ganz zauberhaft!
📚"Organic Social Media" von Jenny Li Fowler hat mir Inspiration für meine Arbeit gegeben und ich kann es sowohl Newbies im Job als auch erfahrenen Social-Media-Manager*innen empfehlen. Es ist bei Kogan Page erschienen.

Hast du in diesem Monat ein Lese-Highlight gehabt?

Vielen Dank an den DuMont Buchverlag, Penguin Bücher und den Zsolnay Verlag für die Leseexemplare von "Richtig gutes Essen", "Die Riesinnen" und "Schleifen"!

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Die Freundinnen Charly, Grit und Kessie, leben in Berlin, sind Hundemenschen und Mitte 40. Ihr Lebensmodell ist eher unkonventionell und sie stehen alle vor großen Entscheidungen.

Charly, erfolglose Schauspielerin, bekommt ein Rollenangebot und stellt gleichzeitig fest, dass sie schwanger ist. Grit möchte eigentlich ihr zweites Buch schreiben, muss sich jedoch Gedanken darüber machen, ob sie zu ihrem Freund ziehen soll, da sie aus ihrer WG ausziehen muss. Kessie ist in der Heimat, um sich darum zu kümmern, dass ihre Mutter gut im Pflegeheim ankommt. Dort trifft sie ihre alte Jugendliebe Nazim wieder und überlegt, sich noch einmal auf ihn einzulassen.

Charly hatte nie einen Kinderwunsch, Grit wollte nie mit ihrem Partner zusammenleben und Kessie muss damit fertig werden, dass ihre Mutter langsam verfällt und hatte keine neue Beziehung auf dem Schirm.

Über diese Fragen diskutieren die Frauen in ihrer Chatgruppe DOGVILLE.

Im Buch gibt es schnelle Szenenwechsel, die Autorin setzt die Gleichzeitigkeit der Geschehnisse gut um und es fällt leicht, sich in die Gedanken der Frauen hineinzuversetzen.

Stefanie de Velasco hat eine gute Geschichte über Frauen Mitte 40 geschrieben, die kurz vor den Wechseljahren stehen und sich über einiges klar werden müssen. Eine besondere Rolle hat die Frage nach einem möglichen Kinderwunsch, denn dieses Zeitfenster schließt sich gerade. Aber auch die Frage nach einem Karriereschub oder ob Beziehungen auf ein anderes Level gehoben werden, sind in dieser Phase oftmals da. Und ein ganz zentrales Thema ist das Altern der Eltern und eine mögliche Aussöhnung mit ihnen und dem Abfinden, dass sie nicht mehr lange da sein werden.

Es braucht mehr solcher Geschichten von Frauen in diesem Alter, die ungeschönt darüber erzählen.
Mehr dazu auf meinem Blog: https://das-buchzuhause.de/das-gras-auf-unserer-seite-stefanie-de-velasco/

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