Was würdet ihr machen?
Person hat vom #Augenarzt verboten weiter Auto zu fahren weil ihre sehkraft zu schwach ist. Die Person hat daraufhin ihr #Auto verkauft, den #Führerschein aber behalten. Vor einem Jahr hat die Person sich dann ein #seniorenmobil ( Führerschein frei 5 kmh ) gekauft. Jetzt will sie ein größeres, 15km/h #mofafüherschein und #Versicherungskennzeichen. Meiner Meinung nach reicht da die #sehkraft nicht mehr, dazu kommt auch noch eine unbestätigte #Demenz.
Also für die Person ist die Mobilität gesichert, sie hat ein behinderten Ausweis mit G und dadurch die gratis ÖPNV Möglichkeit.
Sie will "unabhängig" sein , reden ist nicht möglich, durch die Demenz fehlt das Verständnis.
Ihr Hausarzt hällt sich da völlig raus, also da gibt es auch keine Hilfe
@genominc Demenz ist schwierig und für viele ist das Auto halt Jahrzehnte das Fortbewegungsmittel gewesen.
Bei mir in der gegend gibt es hilfegruppen und beratungsstellen für angehörige von Demenzerkrankten. Vielleicht kann man dir da helfen, wie man damit umgeht.
@genominc a) Den Augenarzt dazu befragen. b) In Hamburg kannst du den ÖPNV mit den 4rädrigen Scootern benutzen. Aber nicht alle Busse und die Busse nur mit bestimmten Modellen. Damit bist du schon recht unabhängig. Zudem gibt es Mobilitätstrainings. Wie ist das bei euch? Kommt die Person mit dem ÖPNV zurecht. Wenn nicht, wäre es vielleicht gut, dass zu üben, damit sie sicherer wird und gern damit fährt. So als Alternative zum schnelleren Mobil. Ich hoffe, du verstehst, worauf ich hinaus will.

@genominc 15 km/h ist schon arg schnell... Zu schnell für "zu blind um Auto zu fahren".

Totschlagargument könnte zum Beispiel sein, stell dir vor, du fährst ein Kind an, weil du es nicht gesehen hast. Auch mit 15 km/h kann da auch n Knochen zu bruch gehen oder schlimmeres, wenn man unglücklich fällt.

@genominc ich glaube der beste Weg zur Einsicht ist über die Erkenntnis, dass zur sicheren Teilnahme am Straßenverkehr mehr gehört als nur "ich kann den Weg erkennen".
@genominc oh schwierig. Also insbesondere wegen der möglichen Demenz. Ich würde versuchen ob nicht ein Deutschlandticket eine Option wäre um die Mobilität sicherzustellen. Müsste man natürlich etwas zusammen üben. Andererseits ist 15 km/h Fahrradgeschwindigkeit. Das könnte ggf. doch noch reichen. Aber dabei ein möglichst kleines und leichtes Gefährt wählen. Vielleicht geht auch eines der 3 rädrigen Fahrräder mit E-Unterstützung auch gedrosselt auf 15 km/h. Also nur so als Idee.
@prefec2 @genominc grade weil es fahrradgeschwindigkeit ist, wäre mir das zu heikel. Abbiegen etc, Kreuzungen... Da reicht es nicht aus, zu sehen, dass man nicht gegen den baum fährt, man muss auch peripher andere Verkehrsteilnehmer antizipieren. D Ticket ist ne Idee, falls Anschluss vorhanden.
@Nephele @genominc ja das hängt stark davon ab wie gut die Augen noch sind. Wenn sie zu schlecht sind um Wegweiser für Autos zu lesen ginge das noch. Wenn es schlechter ist dann definitiv nicht. Und wenn wirklich Demenz im Spiel ist am besten kein Fahrzeug. Ich finde das auch ganz schwierig. Hatte einen Onkel bei dem das so war.
@prefec2 @genominc es geht ja nicht nur darum, ob du wegweiser lesen kannst, sondern, ob du den Fußgänger, der geradeaus über die Straße läuft, in die du einbiegen willst, wahrnimmst, während du auf den wegweiser und die Straße guckst.

@Nephele @genominc ja auf jeden Fall. Fußgänger und andere müssen geschützt sein.

Ich gehe davon aus - kann aber auch falsch liegen, dass der Arzt bei "kann Verkehrsschilder nicht mehr lesen" vom Fahren abrät und nicht erst bei kann Fußgänger nicht mehr wahrnehmen.

Also ich hab die Schilder als die erste Hürde und "weicheres" Kriterium.

@genominc Taxi Gutschein schenken.

Und auch sonst alles tun, um dies zu verhindern.

@genominc

U.A. bietet der TÜV Fahreignungstests für Senioren durch. Das könnte man mal ausprobieren. Ansonsten kann man zum Arzt gehen und sich eine Einschätzung von denen geben lassen. Im schlimmsten Falll kann eine anonyme Anzeige (vom Arzt oder von einem Verwandten) bei der Polizei gemacht werden und die erzwingen dann eine Prüfung bzw. ziehen den Führerschein ein. Das ist dann natürlich die unschönste Lösung.

https://www.wegweiser-demenz.de/wwd/rechtliches/rechte-und-pflichten/autofahren-und-demenz

Autofahren und Demenz - Wegweiser Demenz

@genominc wo, Stadt oder Land?
Wie gut sind öffis und Taxis verfügbar?

Je nachdem dann Gutscheine schenken, fahrdienste anbieten, hinweisen, dass man sicher nicht mit der Polizei zu tun haben will.

Imho geht es um eigene unabhängig keit.

@genominc Herausfinden welches Problem mit dieser Art Mobilität gelöst werden soll und dann gemeinsam eine bessere Lösung suchen.
@genominc so wie ich es verstehe, brauchst du keine Alternativen zu dem Fahrzeug, sondern das Problem ist die Compliance. Solange die Person voll mündig ist, wenig Chancen (der Vorschlag, Schlüssel zu klauen, ist ethisch höchst fragwürdig).
Eine Entmündigung ist auch partiell möglich bzw. wird heute einer Vollentmündigung vorgezogen; aber der Prozess ist langwierig und mit viel Jura und Gutachten verbunden.
@genominc da hier mindestens zwei Leute Schlüssel klauen würden: Ich halte gar nichts davon, aufgrund einer Laiendiagnose Freiheitsberaubung (sic!) zu begehen. Mit dem gleichen Argument wird Oma ans Bett gefesselt oder die Bankkarte vorenthalten.
Es gibt gute Gründe, warum es für eine Einschränkung der Freiheitsrechte einen richterlichen Beschluß braucht.