Da diverse Akteure in Politik und Wirtschaft in Hagen meinen, Autoverkehr sei zwingend erforderlich, um einen wirtschaftlichen Zusammenbruch des Zentrums zu vermeiden (Zahlen, die diese Annahme belegen, haben wir bisher nicht gesehen), hier ein schönes Zitat:

"Für Städte, die den Konsum ankurbeln wollen, ergibt sich aus der Studie ein klares Fazit. Je weniger Verkehr, desto grösser die Einkaufslust der Menschen. "

https://www.handelszeitung.ch/unternehmen/weniger-autos-mehr-umsatz-fur-die-laden-im-stadtzentrum

Übrigens von 2019. Wer hat spontan ähnliche Links?

Autofreie Zone bringt Einkaufsboom in Madrid

Die Regierung vom Madrid sperrte im Weihnachtsgeschäft die Innenstadt. Jetzt zeigt sich: Gerade in den autofreien Zonen wurde mehr geshoppt.

Handelszeitung

Der #Einzelhandel profitiert von #Verkehrsberuhigung.

Ein negativer Zusammenhang zwischen Verkehrsberuhigung und Umsatz lässt sich nicht nachweisen.

Das ergibt die Auswertung zahlreicher Studien zum Thema durch das #Difu (Deutsches Institut für Urbanistik):

difu.de/18946

Komplette Studie hier:
https://repository.difu.de/handle/difu/338

Die Studie erwähnt auch, dass in den meisten Städten (mehr als) ausreichend Parkraum vorhanden ist (S.18).

Verkehrsberuhigung und Einzelhandel: Dann wird’s laut

Ganz gleich, ob in Großstädten Parkplätze reduziert werden oder in Klein- oder Mittelstädten Straßenraum zugunsten von Rad- und Fußwegen umverteilt wird: Fast überall gehören Einzelhändler*innen zu denjenigen, die gegen Umgestaltungspläne – auch durchaus laut – opponieren. Sie fürchten, solche Maßnahmen könnten ihre Kund*innen abschrecken und sich negativ auf Einnahmen und Umsätze auswirken. Aber sind der wegfallende Parkplatz vor dem Geschäft oder die Umgestaltung des Straßenraumes tatsächlich eine Bedrohung für den Einzelhandel? Kausale Zusammenhänge zwischen Verkehrsberuhigungsmaßnahmen und einer wirtschaftlichen Schlechterstellung des stationären Einzelhandels sind vor dem Hintergrund der vorliegenden Untersuchungen nicht belegbar. Eine bessere Aufenthaltsqualität und höhere Kund*innenfrequenzen führen in fast allen untersuchten Studien zu einer Stabilisierung oder gar Steigerung der Umsätze. Die Erklärung ist einfach: Dort, wo sich Menschen gern aufhalten, wo sie länger vor einem Geschäft verweilen, nutzt dies am Ende auch dem Einzelhandel. Zu den Fakten gehört aber auch, dass nicht alle Branchen gleichermaßen profitieren. Entscheidend ist zudem, wie die Umgestaltung vorgenommen wird. Das vorliegende Difu Policy Paper greift diese und weitere Aspekte auf, liefert fundierte Argumente, valide Fakten und konkrete Praxisbeispiele und zeigt weitere Forschungsbedarfe auf.