@kjpgehrden Könnten Sie mir eine fachliche Meinung
zu Risperidon bei einem Kind mit aggressiven Verhaltensweisen (und psych. erkrankten Eltern…) geben? Wird verabreicht als Langzeitmedikation, dazu nur Motopädie. Ist sowas üblich?

Manchmal denke ich, wir haben eine Art #Winterhoff (etwas anders gelagert, aber auch mit einer Standard-Diagnose und am-eigentlichen-Problem-vorbei-behandeln) hier bei uns in der Nähe und ich hoffe, dass ich mich irre. Schon das 3. Kind mit
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@paedaiane @kjpgehrden
Darf ich deine Frage noch einmal hoch holen und fragen, wie es weiter ging?
(Ich frage als Ergotherapeut und Elternteil von 2 Kindern...).
@Muschel @kjpgehrden
Das Kind hatte Motopädie und hat über ein halbes Jahr Risperidon in hohen Dosen erhalten.
Keine Verhaltensänderung, eher „Verschlechterung“ des Stresses und aggressiven Verhaltens.
Dann irgendwann notfallmäßig in KJP gebracht worden, dort Diagnose „PTBS“ erhalten, endlich behandelt worden. Mittlerweile fremduntergebracht.

@paedaiane @kjpgehrden Oh vielen Dank für die Antwort!!!
Das hört sich dramatisch an... "Persistierende Frühkindliche Reflexe" als Diagnose ist mir noch nicht untergekommen, eher als Erklärungsansatz für beobachtbares Verhalten oder der Wahrnehmungsverarbeitung. Die ICD 10 kennt die Diagnose jedenfalls nicht, soweit ich weiß.

Sehr cool, dass du da ein waches Auge hast!
Vielen Dank nochmal!

@Muschel @kjpgehrden Das ist gerade im Trend, sozusagen die Homöopathie der Ergotherapeuten (keine Evidenz, aber dem Nachbarn hat’s geholfen und „vielleicht gibt es „noch“ keine guten Studien“…usw).

Warum ein Arzt da mitmacht, keine Ahnung, für das Kind war es ein langer Leidensweg. Und wer weiß, für wie viele noch. Da müssten die Eltern eigentlich klagen, aber als Mitverursacher (Gewalt) haben sie natürlich kein Interesse daran und die Kinder keine Lobby.