Ein Gedanke an dem ich schon länger überlege: Ich hab zwischen eher konservativen und eher progressiven Menschen das Gefühl ein unterschiedliches Gedankenmodell zu beobachten.

Konservative Menschen gehen eher davon aus, dass es einen Idealzustand in der Vergangenheit gab und der wiederhergestellt werden sollte. Sprich die Veränderung ist die Ursache des Problems. Kombiniert mit einer Annahme, das es, wenn es anderen besser geht, es gleichzeitig mir schlechter gehen muss.

Eher progressive Menschen gehen davon aus, das der Idealzustand etwas ist, das in der Zukunft liegt und erst geschaffen werden muss. Veränderung ist hier also der notwendige Weg zur Lösung eines Problems. Auch hier kombiniert mit einer Tendenz zu: "Wenn es allen besser geht, geht es auch mir besser."

Das grundlegende Modell passt auf erstaunlich viele Annahmen drauf.

Und ich wäre gespannt was passieren würde, würde man progressive Inhalte sprachlich mit dem
konservative Modell kommunizieren.

@leah Der zweite Punkt stimmt so allgemein nicht, glaube ich. Es gibt ja in der Linken die (richtige) Vorstellung von "Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich". Und Konservative (Neoliberale) sagen, wenn es erst mal den Unternehmern gut geht, profitieren alle davon (trickle down).
@OrntLaOkro welchen Punkt meinst du jetzt genau. Ich kann da gerade keine direkte Verbindung mit dem von dir gesagten herstellen.
@leah Ah, sorry, ich habe mich auf das hier bezogen:
"Kombiniert mit einer Annahme, das es, wenn es anderen besser geht, es gleichzeitig mir schlechter gehen muss."
Diese Annahme gibt es auch in linken Kreisen. Und die gegenteilige Annahme gibt es auch in konservativen Kreisen.
@OrntLaOkro Das ist eigentlich kein Widerspruch, hab nie gesagt das die einen nicht in den anderen Kreisen vorkommen :)