Ein Gedanke an dem ich schon länger überlege: Ich hab zwischen eher konservativen und eher progressiven Menschen das Gefühl ein unterschiedliches Gedankenmodell zu beobachten.

Konservative Menschen gehen eher davon aus, dass es einen Idealzustand in der Vergangenheit gab und der wiederhergestellt werden sollte. Sprich die Veränderung ist die Ursache des Problems. Kombiniert mit einer Annahme, das es, wenn es anderen besser geht, es gleichzeitig mir schlechter gehen muss.

Eher progressive Menschen gehen davon aus, das der Idealzustand etwas ist, das in der Zukunft liegt und erst geschaffen werden muss. Veränderung ist hier also der notwendige Weg zur Lösung eines Problems. Auch hier kombiniert mit einer Tendenz zu: "Wenn es allen besser geht, geht es auch mir besser."

Das grundlegende Modell passt auf erstaunlich viele Annahmen drauf.

Und ich wäre gespannt was passieren würde, würde man progressive Inhalte sprachlich mit dem
konservative Modell kommunizieren.

@leah Was ich bei mir und anderen sehe, ist dass sie genau dazwischen hängen, aber eher in die "früher war es einfacher" Richtung gezogen werden.
Das Problem ist eher, dass die Progressiven Kräfte ihre Vision nicht raus bekommen, also so dass sie nicht als "alles neu" und "bunte Überforderung" aufgenommen werden.
Die frage ist daher für mich "was bin ich bereit zu tolerieren", von akzeptieren haben wir da noch lang nicht angefangen.
@leah Also es gibt genug gute neue Dinge, aber auch welche die ich nicht mag.
Nur rückwärts wirds halt schlimmer, also gibt es keinen anderen weg und das versuche ich dann halt auch anderen zu Erklären, die es nicht verstehen.
Also erkläre ich denen, das ihr "gestern" mehr Probleme erzeugt als löst, auch wenn ich mit der Vision von Progressiver Seite verkauft wird nicht vollständig/nur zum Teil teile.
Aber eine Vision kann man ja anpassen/korrelieren, ein "zurück in die Vergangenheit" halt nicht

@zenja @leah

Einer der wesentlichen Unterschiede ist da aber auch, dass von progressiven Kräften eine Vision erwartet wird die abholt, während Konservative eigentlich immer ohne auskommen?

Habeck hat es imho gut auf den Punkt gebracht: Warum sollen sich die rechtfertigen müssen, die Milliardäre besteuern wollen? Warum müssen das nicht die, die Milliardäre weiterhin unangetastet lassen wollen?