Journalismus heißt sagen, was ist. Also:

Engagement gegen Diskriminierung statt "Wokeness".

Grundrechtswidrige Deportationen statt "Remigration".

Geschlechtergerechtigkeit statt "Genderwahn".

Geschlechtergerechte Sprache statt "Gendern".

Aufklärung und Meinungsfreiheit statt "LGBTI-Propaganda" oder "Transgender-Ideologie".

Dann kommen endlich Sätze heraus, die sagen, was wirklich passiert:

"X erklärt das Engagement gegen Ungerechtigkeit für gefährlicher als Terrorismus."

"Y sagt der vom Grundgesetz vorgeschriebenen Gleichbehandlung den Kampf an."

"Z schafft die Meinungsfreiheit für Minderheiten ab."

Rechte Kampfbegriffe lassen antidemokratische Haltungen gut klingen. Hört auf, sie nachzuplappern, außer um sie zu demaskieren. Sonst seid ihr nicht neutral, sondern ein aktiver Teil der rechtsextremen Diskursverschiebung, die gerade unsere Demokratie aushebelt.

PS: Nein, ein paar Anführungszeichen ersetzen nicht euren Job.

#Journalismus

@der_zaunfink

Journalismus heißt....vorlesen, was welcher Politikus gesagt hat. Die aktuelle kamera ist zurück. Schön.
(Nachrichten im ZDF kürzlich eingeschaltet)

@Kaffchris

Das ist so krass mittlerweile.

Aber wenn es nur beim Nachplappern bliebe!

Selbst im ÖRR wird völlig unkritisch das Vokabular der Unmenschen übernommen.

@der_zaunfink

@mina @Kaffchris @der_zaunfink

Es gibt da eine günstige #Journalisten*-Ausbildung der #HannsSeidlstiftung der #CSU in Kloster Banz, da könnten sich #Söder und #Laschet kennen gelernt haben:

Und anschließend alle "braven" KollegInnen in die #ARD-Sender gehievt - Wird natürlich keineR darüber schreiben?

Früher vielleicht in #WildbadKreuth?

@Kaffchris

Dann hast Du in der Tagesschau die moderne Fassung von Orwells "1984" verpasst.

@der_zaunfink

@der_zaunfink Gibt es da eine App, die solche Ersetzungen automatisch vornimmt?
@der_zaunfink 🏆 PS. Meine Wahrnehmung ist, dass der Begriff „woke“ bzw. „Wokeness“ inzwischen keinerlei positive Konnotation im Sinne „Engagement gegen Diskriminierung“ mehr hat, sondern zu einem reinen Kampfbegriff der Anti-Progressiven geworden ist gegen alles Progressive, das ihnen aufstößt.
@der_zaunfink "Normalisierung rechter Ideologien" statt "Rechtsruck"

@der_zaunfink Woke ist kein rechter Begriff sondern "Woke ist die Vergangenheitsform des englischen Verbes to wake up und bedeutet „aufgewacht“. Im Zusammenhang eines „erwachten“ Bewusstseins für mangelnde soziale Gerechtigkeit und Rassismus wurde es zunächst in der afroamerikanischen Bewegung ab den 1930er Jahren bekannt." so wenig wie gendern: "Der Begriff Gendern leitet sich vom englischen Wort „gender“ ab, das sich mit „Geschlecht“ übersetzen lässt. Gemeint ist allerdings nicht das biologische, sondern das soziale Geschlecht, also die von der Gesellschaft beeinflussten Rollenverständnisse für Frauen und Männer."

Natürlich hast du recht, dass man keine rechten Kampfbegriffe verwenden sollte, aber du packst da Dinge rein, die nicht in diese Schublade gehören. und wenn es darum geht, dass es „neusprech" ist, dann gefällt s mir nicht, dass es um Semantik geht.(ln freundlicher Zusammenarbeit mit Doktor Strg C Strg V. Ungenauigkeit führt auch zu Problemen, sonst landen wir bei sprachlicher Abwertung, nur weil sich die Jugend so ausdrückt und das ist unwürdig.

@der_zaunfink lch weiß auch aus Erfahrung, dass solche Anmerkungen keinen Sinn haben, aber diese Behauptung war dennoch falsch, auch wenn der Grundsatz richtig ist.
@der_zaunfink Sonst wäre dieser Logik nach auch "Links" ein rechter Kampfbegriff, weil es abwertend benutzt wird. Das finde ich unsinnig. Und jeder Begriff würde wieder abgewertet werden. Dann ist es reine Semantik.
@der_zaunfink vielen Dank. Du sprichst mir aus der Seele.
@der_zaunfink Das ist ein ganz wichtiger Punkt!
Man darf die Hoheit über die Sprache nicht den Extremisten und Feinden des Rechtsstaats überlassen.
Auch die Journalisten in öffentlich-rechtlichen Medien sollten das nicht tun. Gerade sie und ihre Familien wären die ersten Opfer beim angekündigten "Aufräumen".
@der_zaunfink
1984 von George Orwell gilt in erster Linie als dystopische Anklage gegen den Stalinismus, und dass ist auch korrekt. Das Buch beschreibt aber auch die psychologischen Mechanismen totalitärer Herrschaft, und einer der Wichtigsten ist die Manipulation von Sprache. Sie wird ihrer Substanz beraubt, und dient der Manipulation und Zerstörung eines vernünftigen Diskurses. Und genau das passiert gerade in Deutschland.
Demo­kratie als Chaos, Diktatur als Ordnung: Über das Rebran­ding von Diktatur

Normalerweise bezeichnen sich Diktatoren nicht als Diktatoren. Vielmehr streiten sie es ab und verwenden den Begriff Diktatur für Demokratien. Nicht so Aljaksandr Lukaschenka. In Belarus unternimmt er seit Jahren ein Rebranding von Diktatur mit dem Ziel, Demokratie als Staatsform insgesamt zu diskreditieren.

Geschichte der Gegenwart
@der_zaunfink das gilt aber eben auch für jeden einzelnen und die mühsame Arbeit im täglichen Gespräch mit anderen und nicht nur als wohlfeiles Postulat an #journalisten, als ob gelernte #journalisten, jedwelcher coleur, dies nicht selber wüssten
@der_zaunfink danke. Ich hab das im ndr weitergeleitet.

@der_zaunfink

Das geht alles am zentralen Problem des Journalismus im Zeitalter von Social Media vorbei.

Das Problem ist:

Es gibt kein Verantwortungsbewusstsein für den gesellschaftlichen Diskurs.

Reichweite entschuldigt alles.

@der_zaunfink keine Fragezeichen in Überschriften
@der_zaunfink Da sprichst du mir zutiefst aus der Seele!

@der_zaunfink

Es bedeutet u.a. auch, Rassismus, Faschismus und Demokratiefeindlichkeit glasklar so zu bezeichnen.

@der_zaunfink

Gibt es "echten Journalismus" denn überhaupt noch?

Frage für einen Freund.

@der_zaunfink

Allzuoft fehlen sogar die Anführungszeichen.

@der_zaunfink
Boah, wird ja mal Zeit, dass ich das mit booste. Auf den Punkt. Habe das schon vor einiger Zeit gelesen und finde es verdammt gut und wichtig.
@der_zaunfink
Mit einem Satz
#haltdieFresseSpringerPresse & Konsorten #focus und ähnliche SCHROTTPOSTILLEN

@der_zaunfink

Journalismus heißt, Reichweite in kommerziellen Medien zu erzielen.