Ich lese wieder, dass datenschutz-affine Menschen wie ich ja angeblich „gegen jede Digitalisierung“ sein. Das ist so ein uninformierter, dümmlicher Quatsch. Beispiel ePA: Viele Kritiker:innen haben konkrete, schnell umsetzbare Verbesserungsvorschläge während des gesamten Prozesses gemacht. Und ohne den Wechsel von „opt in“ zu „opt out“ hätten Menschen mit geringerem Sicherheitsbedarf (wie ich z.B.) ihre Gesundheitsdaten jetzt schon mit der ePA nutzen und andere noch warten können

@ulrichkelber Mich überraschen vielmehr kluge Leute, die völlig kritiklos alles abfeiern - hauptsache digital und im besten Fall aus dem Silicon Valley.

Wir kritisieren doch nicht, weil wir keine Digitalisierung wollen - wir wollen eine bessere Digitalisierung!

@kaffeeringe @ulrichkelber Produkt-Fanboys können dann als "Experten" glänzen, weil sie Lösungen herbeisimulieren.

@kaffeeringe @ulrichkelber

Wir wollen eine gesellschaftverträgliche Digitalisierung.
Wir diskutieren das Thema seit 40 Jahren mit einer Gesellschaft militanter digitaler Analphabeten.

@ulrichkelber es hätte eine objektive Information über Pros und Contra geben müssen wo der versicherte sich explizit äußern müsste ob er das haben will oder eben nicht.

Das OptOut ist doch nur wieder damit man nachher feiern kann das über 90% das wollten und das deshalb das alles ein voller Erfolg war.

@ulrichkelber
Geht mir ähnlich.

Ich verstehe nicht was so schwer daran zu verstehen ist, dass dämlichste Implementierung die Digitalisierung verhindert und nicht der Datenschutz.

Man kann fast alles machen... man muss sich halt bloß einmal Mühe geben und nicht schlechten 90er Code und Designkonzepte aus der Hölle auf ein Problem kippen "weil's billiger ist". Dabei ist es das ja nicht mal, wenn man sich die Gematik z.B. anschaut.
Alles haarsträubend ärgerlich. 😭

@the_duke @ulrichkelber wenn es nur der code wär der haarsträubend ist aber es sind haarsträubende konzepte

@the_duke Es wird das Übliche sein: bei denen, die es "nicht verstehen", hängt irgendwie Geld daran, dass sie es weiter "nicht verstehen".

@ulrichkelber

@ulrichkelber Das ich nix gegen Digitalisierung habe, ist ja schon aus meiner ehemaligen Berufstätigkeit ersichtlich.

Und was #GKV und #ePA angeht, da ist ja nicht nur die #DSGVO (die ja angeblich alles verhindert), sondern da gelten ja auch noch Kapitel 10 des #SGB V. Ich befürchte, dass seitens der gematik hier schon Verstöße dagegen vorliegen.

Ich hab die letzten 5 Jahre vor meinem Ruhestand für einen GKV-IT-Dienstleister (Ersatzkasse und einige AOKs) gearbeitet. Da wurde für die Einstellung ein Führungszeugnis verlangt und ich musste eine Verpflichtunsgerklärung gem. §5 BDSG (DSGVO kam später), Vorschriften des TKG, UrhG, und UWG unterschreiben. Diese Verpflichtung gilt immer noch, ob wohl ich jetzt im Ruhestand bin.
In der Anlage zur Verpflichtungserklärung sind dann Auszüge aus relevanten datenschutzrechtlichen Bestimmungen entalten, u. a. §35 SBG I, §17 UWG, §202a-c, §206, §263a, §303a-c StGB.

@ulrichkelber Meine Erfahrung: Viele Kritiker*innen kennen sich weit besser mit gut gemachter Digitalisierung aus, als diejenigen die ihnen Digitalisierungs-Feindlichkeit vorwerfen.
@ulrichkelber Nicht der Datenschutz verhindert die Nutzung, sondern der Mangel daran!!
@ulrichkelber die bringen 2025 ein Gesundheitsdatenmanagement ohne Rechtemanagement an den Start, aber *ich* bin gegen Digitalisierung? Lol.

@ulrichkelber

Die ganze Prozedur von der opt-in #ePA zur #opt-out ePA ist übrigens auch so eine Hampelei. Bei meiner Kasse muss das bis zum 12.1.25 durchgespielt werden und verlangt entweder die PIN vom Perso (Plus gesteckten Perso) oder die Gesundheits-ID plus den extern gespeicherten Sicherheitsschlüssel.

Und dann steht da noch in der Anweisung, dass alle Vertretungsregeln und Zugriffsberechtigungen gelöscht werden.

@dborch @ulrichkelber bei meiner logge ich mich ein, suche nach „ePa“ und hake eine Box an. Fettich.