Der Landtag BW hat sich (u.a.) mit Petitionen zur systematischen Duldung von Falschparkern und dem Behördenversagen zum Tod von Natenom befasst.

Die ausschweifenden Texte verstehe ich nur schwer und hätte mir einfache Sprache gewünscht.

Was ich verstehe: der Landtag sieht keine Probleme in der systematischen Duldung von Falschparkern, so lange ein Ordnungsamt seine Tätigkeit nur zu genüge simuliert.

Zum Tod von Natenom sieht man Tragik, aber keine Verantwortung.
https://www.landtag-bw.de/files/live/sites/LTBW/files/dokumente/WP17/Drucksachen/7000/17_7533_D.pdf

Was ich besonders enttäuschend finde ist, dass sich das Stuttgarter Ordnungsamt mit Verweis auf Landes- und Bundesgesetze über Aufforderungen aus dem Gemeinderat hinwegsetzen kann, aber gleichzeitig Land- und Bundestag keinerlei Kontrollmotivation zeigen. Es fehlt ein demokratisches Korrektivb gegenüber staatlichem Handeln.

Gesetze existieren zwar im Bezug auf das Verhalten im Verkehr, aber es gibt anscheinend keine wirksamen Gesetze zu deren Durchsetzung.

Demokratisch bleibt eigentlich nur der Klageweg und die Hoffnung über den Weg von Gemeinderatswahlen die Fehlbesetzungen in den Bürgermeisterposten zu korrigieren.

Einen Garant auf tatsächliche Gültigkeit der StVO scheint nicht zu bestehen, wenn das Ordnungsamt keinerlei intrinsischen Antrieb zur Durchsetzung geltender Rechte aus sich heraus entwickelt.

... irgendwie enttäuschend ...

@thijs_lucas habe da auch keine Übung im Lesen und lese das ähnlich. Da "beschwert sich wer?" "schau doch - es gibt doch Regeln...!"

Dabei geht doch darum, dass die Wirkung ausbleibt. Hmmm.

Außerdem lese ich, dass Personal für seine Tätigkeit nicht adäquat attraktiv entlohnt (oder anderswie bei der Stange gehalten) wird.