Als ich 2019 #Facebook verließ, war das noch eine #heute-Nachricht. Doch wenige folgten, noch weniger aus #Instagram und X. Und auch andere - Jaron Lanier, Marina Weisband, Sascha Lobo, Yuval Noah Harari - warnten zunehmend drastisch vor der digitalen Zerstörung von #Dialog & Demokratien.

Habe es gebloggt: Unser heutiges Problem sind nicht mehr Idioten, sondern Thymoten. Wir sind auf dem Weg in eine digitale Oligarchie, das #Fediversum Ort der noch kleinen Rebellion. https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/von-idioten-zu-thymoten-der-vormarsch-der-digitalen-oligarchie/

Von Idioten zu Thymoten - Der Vormarsch der digitalen Oligarchie

Als Michael Blume 2019 mit drastischen Warnungen Facebook verließ, kam dies in den heute-Nachrichten. Doch die Thymotisierung geht weiter.

Natur des Glaubens
@BlumeEvolution
Guten Morgen, ich habe einige Kritikpunkte am Blogtext. Zunächst die damit verbundene Umfrage. Das Thema scheint mir doch zu komplex für vier Antwortmöglichkeiten bzw. wohlmgrundsätzlich für eine Umfrage, die dann doch nur ein unterkomplexes und somit verzerrtes Bild liefert. Ich habe mich gefragt, warum du , den ich als jemanden erlebe, der um Differenzierung bemüht ist, diesen Weg wählst. Zudem ist diese Umfrage höchst spekulativ, nicht weil wir nicht sicher sein können, dass die Techmillionäre ( ich erspare mir hier das gendern aus Gründen) nach immer mehr Macht streben und alles.tun werden, um diesbezüglich erfolgreich zu sein, sondern vielmehr, weil wir nicht wissen, wie Demokratien darauf reagieren werden. Es würde schon viel ausmachen X und Facebook und TikTok dazu zu zwingen ihre Plattformen anständig und gesetzesgetreu zu moderieren und Fake News zu eleminieren. Die Plattformen wären viel weniger rentabel. Aber dazu braucht man natürlich auch die Entschlossenheit des brasilianischen Richters, der sich X entgegen stellte. Es hängt auch damit zusammen, wie wehrhaft Demokratien sich gegenüber dem wachsenden Rechtsextremismus und Autoritarismus zeigen. Das heutige Bild ist wenig kämpferisch. Rechtsextreme und Autoritäre werden die Tech-Oligarchen aber immer unterstützen. Es ist eine Win-Ein Situation für beide Seiten. Auch KI können und müssen Demokratien einschränken. Im Moment ist KI eher der heiße Scheiß und wird bei jedem neuen Handy beworben. Das Ding ist, es gibt noch Möglichkeiten und Demokratien sind unberechenbar.
Meine zweite Kritik geht an den Begriff Thymoten. Zum einen könnte ich nicht mal per Suchmaschine herausfinden, aber du erklärst ihn ja später. Und a ist die nächste Kritik. Ich finde es sehr heftig, Menschen, die sich aus der Politik ins Private zurückziehen als Idioten zu beschimpfen. Es ist sicherlich der falsche Weg, aber bei sehe vielen geschieht dies auch aus Überforderung. Ich weiß nicht, ob Herabsetzung da der richtige Weg ist und es hat mich wirklich erschreckt, dass ausgerechnet du in gehst. Auch die Begriffserklärung der Thymoten folgt dem dann. Verkennt auch, dass das, was du beschreibst, Abhängige sind. Warum dann die Anlehnung an Idioten.
Ich will damit nicht sagen, dass man diese Verhaltensweisen nicht kritisieren soll, aber warum diese Herabsetzung. Mich hat das offen gestanden erschreckt.
@BlumeEvolution
Nachtrag: Viel am Punk ist sehr schnell zum Geschäft geworden. Am Anfang ging es dem Punk aber auch nur um Rebellion und Provokation. No Future ist nicht gerade eine konstruktive Parole.

Die andere Seite der Medaille ist, dass es Punks waren, die in den 80ern den Nazis im Westen die Zähne gezeigt haben, Aufmärsche verhindert haben, NPD Treffen sprengten, den Nazis jeden Tag entgegen traten. Da hat die westdeutsche Mehrheitsgesellschaft noch geschlafen. Der Aufstieg der Rechtsextremen begann nicht mit den Baseballschlägerjahren im Osten, er begann in den 80er Jahren in Westdeutschland.
@KalleWirsch @BlumeEvolution Punk war am Anfang vor allem politisch heterogen. In USA eher nicht unbedingt explizit links aber in UK waren The Clash und Crass und andere sehr explizit links und progressiv. Gleichzeitig gab es viele denen Politik egal war und es gab wohl auch einige „Nazi Punks“. Und ja genau, Letztere können wir uns in D heute kaum vorstellen weil die deutschen Punks und Punkbands früh sehr vehement ihr Publikum „handverlesen“ haben.
@Hilfe1Geist
...und sich auch früh von den Nazi-Punks abgegrenzt haben. Die haben dann die SkinheadSzene schnell für sich entdeckt, die aber entgegen üblicher Annahmen nicht durchweg rechtsextrem war.

Ich kannte in der Szene, die sich damals ja auch jenseits der Großstädte viel mehr mischte aus Punk, Skinhead und Gothic, hauptsächlich Leute, die mit Politik nichts zu tun haben wollten. Da halt mehr " Live fast, die young". Aber irgendwie konnten sich die allermeisten, auch die Unpolitischen, auf den Kampf gegen Neonazis einigen. Und der war damals alles andere als pazifistisch. Was auch mit teils heftigen Übergriffen auf oft Einzelne aus der Indie oder schwulen Szene zusammenhing.
@BlumeEvolution