FAA-Regeln für ausländische Fallschirmspringer
Die derzeitige Regelung in den USA verlangt von den meisten ausländischen Springern, ihre TSO-zertifizierte Ausrüstung von einem FAA-zertifizierten Ausrüster neu packen zu lassen, was Kosten und Zeitverlust bei der Ankunft nach sich zieht.
Die FAA lehnte eine Petition der Parachute Industry Association, der U.S. Parachute Association und der Canadian Sport Parachute Association zur Aktualisierung von 14 CRR 105.49, die ausländische Fallschirmspringer betrifft, die ihre eigene Ausrüstung in den USA benutzen, ab und begründet dies mit begrenzten Ressourcen.
Die aus dem Jahr 2001 stammende Vorschrift 105,49 bleibt also bestehen, auch wenn sie wenig Sinn macht. Die Regel war ursprünglich dazu gedacht, dass Wettbewerbsspinger, die aus Übersee zu Weltmeisterschaften anreisen, und Funjumpern, die in den USA Urlaub machen, ihre Ausrüstung nach den Regeln ihres eigenen Landes springen können.
Die Definition in Artikel 105 beschränkt die Ausnahme jedoch auf „einen Fallschirmspringer, der weder US-Bürger noch in den USA ansässiger Ausländer ist und an Fallschirmoperationen innerhalb der Vereinigten Staaten unter Verwendung von nicht in den Vereinigten Staaten hergestellter Fallschirmausrüstung teilnimmt„.
Aufgrund des Wortlauts des letzten Satzteils muss ein Fallschirmspringer jede US-Ausrüstung, die gemäß der FAA Technical Standard Order C-23 (TSO’d) zugelassen sind, von einem FAA-Rigger neu packen lassen, bevor er in den USA springen darf.
Die meisten ausländischen Fallschirmspringer, die in den USA springen, haben eine TSO-zertifizierte Ausrüstung. Zu gut deutsch: amerikanisches Gear. Die vorgesehene Erleichterung in 105.49 entbindet also nur sehr wenige ausländische Besucher davon, einen FAA-Rigger zu finden, bevor sie an einem Sprung teilnehmen.
FAA-Rigger dürfen überall auf der Welt tätig sein, aber mit seltenen Ausnahmen dürfen FAA-Rigger-Zertifikate nur in den USA verwaltet und ausgestellt werden.
Als Reaktion plant die PIA die Veröffentlichung einer Liste von FAA-Riggern im Ausland und die Förderung von Programmen zur Vereinfachung der Rigger-Zertifizierung für erfahrene ausländische Rigger, um Fallschirmspringern auf Besuch die Einhaltung der Vorschriften zu erleichtern.
USPA und PIA kündigen zudem an, das Thema in Zukunft mit der FAA erneut aufzugreifen.
©Bild: United Parachute Industries, DeLand, Florida
#FAA #Fallschirm #Fallschirmspringer #HelgaKleisny #Rig #TSO #USA
