Alle haben so Angst, dass der AfD ein Scheitern vom Verbot helfen würde. Wovor denn? Die AfD und ihr Hass wird gerade ständig normalisiert, wohin der Weg führt, sieht man in Österreich. Ich habe viel mehr Angst, dass das Verbot nötig gewesen wäre und wir es am Ende bereuen.

@Volksverpetzer Danke.

Ich hatte auch mehrfach im Bekanntenkreis Aussagen wie "Ich denke wir sind an einem Punkt angekommen wo es [ein Verbot oder Verbotsverfahren?] mehr Schaden als nutzen würde." oder "Jetzt sollte man das nicht mehr anstreben." - und ich verstehe diese Leute einfach nicht. Sie können mir ihre Sorgen aber auch nicht vermitteln oder sonst irgendwie begreiflich machen.

@Volksverpetzer Haben die Angst vor gewalttätigen Ausschreitungen? Ich weiß nicht. Falls ja: können die wirklich nicht die drohende Alternative wahrnehmen? Sind sie geschichtsvergessen? Oder einfach nur... unfähig, Risiken zu bewerten?

@jesterchen @Volksverpetzer vieles davon. Dazu kommt: Die Grundregeln unserer demokratischen Grundordnung funktionieren nur wenn sich alle daran halten. Das traf bisher (mehr oder weniger) bei fast allen „Mitspielern“ zu. Eine Selbstverständlichkeit.

Es scheint vielen unmöglich zu erkennen, das die bisher freiwillige Einhaltung von Regeln und Gepflogenheiten im Zweifelsfall erzwungen werden muss.

@jesterchen @Volksverpetzer

"Die Mafia hat so viele Mitglieder, die können wir nicht verbieten, sonst sind die mafia-Mitglieder alle arbeitslos und werden gewalttätig."

@jesterchen @Volksverpetzer hörte es so, dass es jetzt, nach den großen Wahlerfolgen, halt die Opferrolle erleichtert bzw wie Rache der Altparteien klingt, den neuen Konkurrenten auszuschalten. Und es ginge ja auch nur auf ebene der Landesverbände...

Dazu sage ich: so what. Die Hürden für ein Verbot sind hoch genug. Es nicht zu versuchen, so lange es geht, ist fahrlässig. Klappt es, können sie nichts mehr machen. Klappt es nicht, ist es eh zu spät.

@bleistifterin @jesterchen @Volksverpetzer Autoritäre in Opfer-Rolle sind immer deutlich besser als Autoritäre in Täter-Rolle.

Und selbst, wenn es nicht klappt – am Ende muss man eh alles selber machen. Bzw. genügend Leute ein Macht-Verbot für die aussprechen, an der Wahlurne. 🗳️

Zur nächsten BT-Wahl eh, weil solche Verfahren Jahre dauern.

@jesterchen
Aus meinem Kelleg*innen-Kreis kenne ich so ein Verhalten, wenn niemand Verantwortung übernehmen will. Man macht irgendwie, aber nicht richtig durchdacht und auch nicht mit Überzeugung. Und das macht man dann so lange, bis eine echte Entscheidung fast unmöglich wird, weil es ja das Handeln vieler Menschen über lange Zeit in Frage stellen würde. Das geht aus sozialen Gründen nicht - selbst, wenn alle wissen, dass es nur schlecht ist, nichts zu unternehmen.
@Volksverpetzer
@epfi @jesterchen @Volksverpetzer Wir müssen uns schon ermutigen.
Nur Mut!

Mir macht das auch Sorgen.

Ein zugrundeliegendes Problem ist das Misstrauen der AfD-Wähler gegenüber unseren Institutionen, ihre Entfremdung gegenüber der FDGO. Wird das größer oder kleiner, wenn die AfD verboten wird?

Sachfrage: Was soll dann eigentlich mit den AfD-Fraktionen in den Parlamenten passieren, wenn die AfD verboten wird?

@jesterchen @Volksverpetzer

@jesterchen @Volksverpetzer v a früher war es ‚die sind zu unbedutend für verbot‘ (weil npd verfahren) dann jetzt? Nee jetzt zu spät lol