Töpfelhaus
Aufgrund des Denkmalschutzes waren neue Vorschriften des Rauchfangkehrers (wie z.B. die Errichtung von Stegen für den Zugang zu den Kaminen der Gasheizungen) schwierig umzusetzen, woraufhin der Eigentümer sich kurzerhand für den Ausstieg aus Gas entschied. Anfang 2022 wurde mit der Heizungsumstellung inklusive thermischer Sanierung begonnen. Das Töpfelhaus ist ein typisches Bürgerhaus aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts mit barocker Fassade und prächtigem Gartenportal. Das Haus befindet sich in einer Schutzzone und steht unter Denkmalschutz. Im Zuge einer notwendigen Sanierung des 300 Jahre alten Dachstuhles wurde ein frei finanzierter Dachgeschoßausbau durchgeführt und die Dachkonstruktion auf einen zeitgemäßen Dämmstandard gebracht. Als einzig mögliche förderbare thermische Maßnahme wurden die freistehenden Feuermauern zu den Nachbarliegenschaften gedämmt – somit war es möglich, eine Heizungsumstellung vorzunehmen. Die dezentralen Gasetagenheizungen wurden auf eine Zentralheizungsanlage inklusive Warmwasserbereitung mit Erdwärmepumpe und Tiefensonden umgestellt. Zusätzlich wurde auf den Dächern der Hoftrakte eine Photovoltaikanlage angebracht. Durch die größtenteils denkmalgeschützten Bauteile wie die historischen Gewölbedecken und die Kastenfenster konnte das in Teilbereichen bestehende Wärmeabgabesystem mit Radiatoren nicht auf Flächenheizung umgebaut werden. Dadurch war es notwendig, die Vorlauftemperatur der Heizung zum Teil in den Mitteltemperaturbereich (55°C) zu erhöhen. Ein Nachweis der Effizienz des neuen Heizsystems wurde vom Förderungswerber erbracht, wodurch trotz Überschreitung der maximalen Vorlauftemperatur lt. Sanierungsverordnung die komplette Heizungsumstellung gefördert werden konnte. Text: wohnfonds_wien