Dies sind zwei Fotos aus dem Jahr 1990, und sie zeigen links 72 Personen in PKWs (1,2 pro Auto, wie es der Schnitt ist) und rechts genauso viele Menschen, die in einen einzigen Bus passen. Was ist seitdem passiert? Die Autos sind größer geworden! Der Platz links würde heute nicht mehr ausreichen!
@sixtus Dieses Foto aus Münster kenne ich ungefähr seit seiner Veröffentlichung. Und viele ähnliche Vergleiche sind im Laufe der Jahre gemacht worden. Am Verhalten von uns Menschen haben sie nichts geändert. Das Bild ist ein gutes Beispiel, dass die Verfügbarkeit von Informationen nicht zu Einsicht und einer Änderung des Verhaltens führt. Etwa 20 Jahre zuvor hat Groningen seine Innenstadt über Nacht für KFZ quasi komplett gesperrt - bis heute ein Erfolg. Regeln ändern Verhalten.
@sixtus Heutzutage würden noch ca. 30 Autos auf der Fahrbahn passen. Denn am Straßenrand muss ja noch Platz sein für Parkplätze. Für eine Fahrradspur ist dann leider kein Platz mehr

@sixtus

Erinnere: Damals, als wir es schon besser wussten, ging es noch nicht ums Klima. Die Abgasuntersuchung bezeichnete mancher Autoclub als AmtlichSanktioniertenUnsinn ASU. Gründenkende schwärmten vom 3-Liter-Auto, das die Auto-Industrie ankündigte: Smart. Aber der Seitenaufprallschutz war die Innovation, die alle Hersteller gleichschaltete. Trotzdem denken noch immer welche: Die Welt werde gerettet, wenn eine Einzelne damit anfängt.

@sixtus Aber die Busse sind seit damals ja auch … Ach nee, eigentlich kaum.
@sixtus M. E. sieht man hier den Effekt. Doch was ist die Ursache? In D gilt als minderwertig, wer Öffis nutzen muss. Menschliche Nähe hat bei uns weniger Wert, als die eigenen vier Wände.
Leider haben die nervigen, ekligen, aggressiven etc. Vorfälle in Bahn & Bus in meiner Wahrnehmung ziemlich zugenommen. Zudem ist die Verlässlichkeit gesunken.
@sixtus
Der Vergleich hinkt natürlich, weil der Bus vollgestopft wird, während die Autos nur zu einem Viertel bis manchmal Hälfte belegt sind. Und niemand fährt gern in einem vollgepackten Bus. Sprich, um ähnlichen Platzkomfort zu gewährleisten, müssten da 3-4 Busse stehen. Sie würden aber immer noch deutlich weniger Platz beanspruchen.
@sixtus Die Fakten sind klar. Aber freiheitsliebende Egoisten interessiert das nicht.
@sixtus Mit einem Bus mit 72 Fahrgästen gewinnt man allerdings nur captives.

@sixtus "Busse und Bahnen, grüne Welle für vernunft" war in den 1980ern schon der Werbespruch in den Medien. In Hamburg gab es Plakete "3 km Stau passen in eine S-Bahn", Motiv dazu die über die verstaute A7 am Elbtunnel fahrende S1.

Damals noch mit der schimmligen Baureihe 471.

@sixtus Wobei Münster das noch besser gemacht hat und die Autos einfach durch Fahrräder ersetzt.

Bei Diskussionen was passiert wenn man Autos aussperrt sonst einfach mal bei existierenden Beispielen nach 50 Jahren die Bilanz vergleichen siehe https://topos.orf.at/50-jahre-fussgaengerzone100

Als die Autos weichen mussten - ORF Topos

Am 6. August feiert Wiens älteste Fußgängerzone, die Kärntner Straße, ihr 50-jähriges Jubiläum. Bis heute gilt sie als Tourismusmagnet und Erfolgsprojekt, das in puncto Autoverkehr in Städten österreichweit für eine Bewusstseinsänderung sorgte. Ihre Entstehung wurde aber von großen Zweifeln und Widerstand begleitet - wobei auch Grabsteine und Überdachung eine Rolle spielten.

ORF Topos
@sixtus Die meiste leute sind inzwischen wohl auch ausgedehnt und passen auch nicht mehr im Bus
@sixtus Tragik-komische Zeitlosigkeit.