Absolut krasse Fehleinschätzung des Rechnungshofes für #KleineFächer in Baden-Württemberg. Aber wen wundert es? Am Rechnungshof arbeiten sicher Leute mit ganz diversen Studiengängen. 🙄 Auf die Idee, die x.te BWL-Professur abzuschaffen, ist dort niemand gekommen, oder?

https://www.swr.de/wissen/kommentar-rechnungshof-bw-will-seltene-studienfaecher-orchideenfaecher-abschaffen-100.html

Kommentar: Rechnungshof will kleine Studiengänge wegsparen

Der Landesrechnungshof will kleine Master-Studiengänge mit nur drei Professuren streichen oder zusammenfassen. Haben die Fächer eine Daseinsberechtigung? Ein Kommentar.

swr.online
@Gerrit_Heim Der zuständige Prüfer im Rechnungshof hat auch schon mal für die FDP kandidiert.
@Gerrit_Heim dass kleine fächer auch forschung erledigen und dass das auch ihre gesetzliche aufgabe ist, wird total ausgeblendet.
@Gerrit_Heim „Doch das wäre ein absolutes Versagen und ein Zwang der Wissenschaft unter die Sparpolitik“ Ich fürchte, den Punkt haben wir bereits überschritten… Der Druck, ausreichend Studierende für ein Fach zu gewinnen, treibt mittlerweile teils seltsame Blüten, steht sehr im Fokus und ich sehe die Gefahr, dass diese derart hofiert werden, dass man sich aus Sorge vor Abbruch oder Wechsel als Lehrende vor kritischen Beurteilungen scheut.
@vk Die Abbrecherquoten sind seit Bologna ein Thema. Die Tendenz, deshalb auf schlechte Beurteilungen zu verzichten, habe ich schon im Studium mitbekommen. Leider sieht man es heute auch an den Absolventinnen und Absolventen. Ein Master in einer Geisteswissenschaft mit 1,9 sagt nur noch wenig aus.
@Gerrit_Heim Das kannte ich als Studierende nicht; ich hatte „große“ und ein „kleines“ Fach unter Bologna. Ich beobachte, dass Dozierende sehr über die Noten nachdenken, denn hinzu kommt, dass sie von den Studierenden evaluiert werden, bei Bewerbungen auf einen guten Schnitt angewiesen sind. Leider werden mitunter gute Noten von Studierenden gleichgesetzt mit guter Lehre und dementsprechend bewertet, wenn die kritische Notengebung dann am Seminar oder Institut nicht gemeinsam vollzogen wird, leiden letztendlich alle darunter.
@Gerrit_Heim Ich kann mich noch gut erinnern, wie das vor ~20 schon Diskussionspunkt im Hochschulrat der Uni Tübingen war. Aber als dann die Sprache auf total unterlastete Fächer wie Theologie oder Chemie kam, waren sich die Vertreter aus der Wirtschaft plötzlich einig, dass man die Professor*innen in _diesen_ Fächern ja nicht einfach vor die Tür setzen könne.