Ich möchte hier kurz meine Wortschöpfung _anxietainment_ dokumentieren — damit meine ich das Nutzen diffuser Ängste in der Bevölkerung zu Zwecken der Unterhaltung und Aufmerksamkeitserzeugung durch Medien- und Politikschaffende. Es ist ein Politikstil, der — neben nativistischem Nationalismus und (*Spuren* von) Populismus —politische Akteure wie Donald Trump, die AfD, den Rassemblement National, Friedrich Merz und Carsten Linnemann, die Sahra-Wagenknecht-Boys und andere charakterisiert, und der…
…oft fälschlich als "Populismus" bezeichnet wird. Dieser Politikstil ist natürlich höchst kompatibel mit Populismus (also der Behauptung, man spreche direkt für das wahre, einfache Volk und verteidige es gegen die korrupten Eliten), aber die beiden Konzeptesind logisch und empirisch unabhängig.

@astefanowitsch

Intuitiv leuchtet mir dieser Begriff ein. Sowohl die diffusen Ängste (etwa der wenig ausdifferenzierte Glaube in der AfD an einen Untergang der Zivilisation, mit sich selbst als der künftigen Elite als bestimmendes Merkmal), als auch dem vielschichtigen Entertainment, das die Zielgruppe beinhaltet, die unterhalten wird, diejenigen die unterhaltendes Material willkommen heißen sowie die Akteur*innen mit ihren unterschiedlichen Agenden.

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