Der Begriff „stambulante Pflege“ bezeichnet ein Pflegekonzept, das die Vorteile der stationären und ambulanten Pflege miteinander verbindet.
Ist das die Lösung für unsere Pflegekrise? Am Montag moderiere ich eine hochkarätige Diskussion mit Rothgang, Laumann, Pfister u.a.
Ich freue mich über Eure fachliche Meinungen...

Moin @Ruhrnalist, meine unmaßgebliche¹ Meinung zur #stambulant|en #Pflege:
1. Jedes Modell, das ALLE Akteure einbezieht, ist grundsätzlich besser als jene, die #pflegendeAngehörige eher ausschließen, schlimmstenfalls als störende Elemente behandeln.
2. Eine stationäre Pflege, die ihre Insassen möglichst umfassend in Alltagsaktivitäten (wie Kochen, Wäsche flicken u. zusammenlegen, Gartenarbeit etc.) einbezieht, somit das Gefühl des Gebrauchtwerdens und das soziale Miteinander befördert,

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@Ruhrnalist

führt fast unweigerlich zu Verbesserungen der Kognition, damit der Lebensqualität, und womöglich auch zu weniger Hilflosigkeit.
3. Angehörige in die #Pflegearbeit rein »ehrenamtlich« einzubeziehen, ist eine Perpetuierung ihrer aktuell existierenden Ausbeutung als kostenlose Arbeitskräfte. Das ist für mich der große Knackpunkt des stambulanten Modells, so weit ich das verstanden habe.

¹ Falls Du mit »fachlicher Meinung«

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@Ruhrnalist

nur Pflegefachpersonen ansprichst: Ich bin/war »nur« informelle Langzeitpflegende (>15 Jahre) von nunmehr 3 Personen (60, 87 (†), 93) mit sehr unterschiedlichen Pflegebedarfen.

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@mango vielen Dank. Sehr hilfreiche Anregung.
Und mit fachlich meinte ich, alles was sich ernsthaft und faktenbasiert mit dem Modell auseinandersetzt.