Neue Studie zum gesetzlichen #Mindestlohn: Die Erhöhung auf 12 Euro pro Stunde hat zu spürbar höheren Löhnen geführt. Einen Verlust von Arbeitsplätzen lässt sich nicht nachweisen. Mal wieder fällt ein neoliberaler Mythos in sich zusammen.

#DGB #Gewerkschaft

https://arxiv.org/abs/2405.12608

A 22 percent increase in the German minimum wage: nothing crazy!

We present the first empirical evidence on the 22 percent increase in the German minimum wage, implemented in 2022, raising it from Euro 9.82 to 10.45 in July and to Euro 12 in October. Leveraging the German Earnings Survey, a large and novel data source comprising around 8 million employee-level observations reported by employers each month, we apply a difference-in-difference-in-differences approach to analyze the policy's impact on hourly wages, monthly earnings, employment, and working hours. Our findings reveal significant positive effects on wages, affirming the policy's intended benefits for low-wage workers. Interestingly, we identify a negative effect on working hours, mainly driven by minijobbers. The hours effect results in an implied labor demand elasticity in terms of the employment volume of -0.2 which only partially offsets the monthly wage gains. We neither observe a negative effect on the individual's employment retention nor the regional employment levels.

arXiv.org
@DGBNiedersachsen
Hallo, ihr macht immer tolle Inhalte und entlarvt Mythen. Ich habe als Argument gegen einen Höheren Mindestlohn gehört, dass das ja die Inflation anheizen würde. Leider habe ich dazu wenig gefunden. Könnt ihr (oder wer anderes) mir da helfen, am besten mit guten Quellen, so wie in diesem Beitrag?
Vielen Dank :)
#mindestlohn

@ramesh19999 Guten Morgen, dieses Argument gegen höhere Löhne bzw. Mindestlöhne wird immer wieder bemüht. Tatsächlich ist es nicht zu einer Lohn-Preis-Spirale gekommen.

Der Ökonom Achim Truger hat vor einigen Wochen geurteilt: „Der aktuell für 2025 vorgesehene Mindestlohn von 12,82 Euro gibt nach der hohen Inflation keinen Mindestschutz für die Beschäftigten mehr.“