Leute sagen unironisch Dinge wie "an den Rollstuhl gefesselt", verteidigen Abhängigkeit vom Auto aber als "Freiheit".

@afelia ich würde Abhängigkeit und Freiheit hier nicht als Gegensatz sehen. Nicht, solange Alternativen fehlen, um ohne immensen Zeitaufwand und/oder Vorplanung Einkaufen, Arztbesuche oder auch nur den täglichen Weg zur Arbeit bestreiten zu können.

Vermutlich ist es einfach schon falsch, die beiden Begriffe als absolut zu betrachten.

@gorobar
Überspitzt gesagt, wenn ich zur Diktatur keine Alternative mehr angeboten bekomme, wäre diese auf einmal ok?

Die Abwesenheit von Alternativen zum Auto schließt knapp 30 Mio. Menschen in D von Selbstbestimmung aus!
@afelia

@jkruse_de zum ersten Teil: nein, OK ist da gar nichts. Aber wenn z.B. im Iran das Kopftuchverbot fiele, wäre das eine Verbesserung in der persönlichen Freiheit vieler. Aber es bliebe eine Diktatur, die niemand insgesamt als "Freiheit" bezeichnen würde ("Freiheit" ist übrigens in meinen Augen nie absolut, aber das wird mir jetzt selbst zu philosophisch...)
Zum zweiten Teil: ja, genau. Die Abwesenheit von Alternativen ist natürlich nicht gut. Genau deswegen wird dann ja das Auto als (ggf. fehlende) Freiheit empfunden.
Wie gesagt: ich finde das nicht gut. Aber das Abschaffen der Option ohne existierende Alternativen macht es für niemand besser.