Welcher Journalismus hilft gegen Populismus? Muss der sogenannte „Meinungskorridor“ breiter werden? Und erreichen Journalist:innen mit Politikberichten irgendwen unter 25 Jahren?

Nach der Europawahl haben wir bei Übermedien mehr Fragen als Antworten: https://uebermedien.de/96135/57-fragen-die-wir-uns-am-tag-nach-der-europawahl-stellen/

57 Fragen, die wir uns am Tag nach der Europawahl stellen | Übermedien

Angesichts der Europawahl-Ergebnisse haben wir bei Übermedien erst mal mehr Fragen als Antworten - die wir an dieser Stelle mit Ihnen teilen.

Übermedien

@uebermedien

Es macht wohl Sinn, zwischen Journalismus und Medien zu unterscheiden.

Journalismus liefert Content für Medien.

Medien kuratieren den Content und sorgen dafür, welcher Content Mediennutzer tatsächlich erreicht.

Journalismus kann also gar nichts gegen Populismus ausrichten, da er keinen Einfluss darauf hat, was von seinem Content wen in welchem Kontext erreicht.. Das können nur Medien.

Die Frage müsste also lauten, welche Art von Medien hilft gegen Populismus.

@uebermedien

Wenn wir uns darauf einigen, dass unsere Medienlandschaft vom kommerziellen Social Media dominiert wird, gibt es de facto nur noch eine handvoll Medien.

Welchen Content man bei FB, Insta, YT, TT, TwiX sieht, entscheiden deren Algorithmen und die belohnen Populismus mit Reichweite.

Wer das kommerzielle SM mit Content beliefert, muss davon ausgehen, dass jeder Content im passenden Kontext + passender Nutzergruppe geeignet ist, Populismus zu verstärken.

@uebermedien

Neben journalistischem Content und dessen Kuratierung beeinflusst die "social"-Komponente die Medienwirkung am stärksten.

Mit Kommentaren, Likes, Teilen bilden sich die Mediennutzer die soziale Wahrheit zu den Beiträgen.

Wenn unter einem Beitrag hundertfach Lüge+Fake in allen denkbaren Facetten steht, dann ist das die soziale Wahrheit, die die Menschen mitnehmen.

Und die soziale Wahrheit entscheidet, wie die meisten Menschen handeln.