Heute im #Theater gewesen. „Die Proletenpassion“ in #Esslingen in der Neuauflage basierend auf der 2015er Fassung angeschaut. Meine Kritik: Oje. Extremismusquatsch und #Hufeisentheorie gaben sich die Hände, Zitat von #Dimitroff zum Thema unterschätzter #Faschismus von 1935, der bei der Premiere noch genannt wurde, auf Druck von Medien anonymisiert. Fazit der Fassung des Stücks: „Wir wollen mehr Demokratie!“
Das war eigentlich nicht die Konsequenz, die die #Schmetterlinge in den 70ern aus der Geschichte des Proletariats zogen, sondern eher eine entpolitisierte Hülle des Originals. Darstellung teils holprig mit Versprechern „Es geht ein Gespenst um in Europa, das Gespenst des Kapitalismus.“
So sehr ich es gut finde, daß sich des Werkes angenommen wird und es wertschätze, daß die Württembergische Landesbühne es auf ihren Spielplan gesetzt hat: Ich bezweifle, daß den Machern und Darsteller:*Innen die Bedeutung einer „Passion“ klar ist. So blieb das Stück vor allem ab der Pariser Commune blass und ohne Antwort auf die Fragen unserer Zeit.
Schade eigentlich, aber vermutlich auch zuviel verlangt für ein Landestheater.
