Wenn ich die »Nachrichten« höre, höre ich immer öfter: Oh ja, bald schießen wir wieder zurĂŒck. Ihr könnt es doch auch kaum erwarten?

@carl Schon. Aber eigentlich haben wir auch in der Enkelgeneration noch genug geerbte SchĂ€den, wenn wirs anerkennen oder wahrnehmen wĂŒrden.

Die Frage, was das Kanonenfutter davon hÀlt, stellt sich aber vermutlich eh nicht, wenn die Arschgeigen Zinnsoldaten spielen wollen, auf weichen Kissen. Unsere Ausbeuter.inn.en sind unsere Feind.inn.en, nicht andere Staaten.

@mupan @carl das ist wirklich so dĂŒnn... Ich finde, da ist mehr SolidaritĂ€t und Lernbereitschaft mit/von internationalen Linken gefragt, die nicht den Luxus haben, so abstrakt ĂŒber Krieg nachzudenken. Siehe linke Stimmen aus der Ukraine oder den baltischen Staaten.
@Tobei123 Du hast schon die Anspielung anfangs nicht verstanden. Widerliche Angriffe durch die russische Regierung oder durch HAMAS-Terrorist.inn.en auf andere LĂ€nder erklĂ€ren und rechtfertigen keine Partys bei Rheinmetall-Anteilseignenden und Entdemokratisierung und Militarisierung des allgemeinen politischen Diskurses in Deutschland, und keine Menschenrechtsverletzungen durch die Angegriffenen. Zu sagen, dass Kapitalinteressen in allen LĂ€ndern zu Kriegen fĂŒhren, egal, wer am Ende tatsĂ€chlich anfĂ€ngt, ist nicht abstrakt. Der Krieg Reich gegen Arm bedient sich struktureller Waffen, nicht primĂ€r militĂ€rischer. Im militĂ€rischen Frieden stehen die Profitierenden genauso fest wie im militĂ€rischen Krieg. Statt sozialem Frieden exportieren wir Waffen, am liebsten an alle Seiten. Deutschland ist am liebsten »neutral«. @carl
@mupan @carl das ist ein wilder Mix mit vielen Argumenten, einigen stimme ich auch zu. Aber die Gesamtlinie verstehe ich trotzdem nicht in ihrer schwarzweiß Aufteilung. Man muss nicht kriegsgeil sein, um es fĂŒr sinnvoll zu halten, sich verteidigen zu können, oder?

@carl @Tobei123 Wir mĂŒssen uns verteidigen. Das Boot ist voll. = Wir sind das Volk ohne Raum. Der Staat ist Garant der Demokratie. Sozial ist, was Arbeit schafft. ≈ Arbeit macht frei. Deutschland wird heute am Hindukusch verteidigt. Umsatzstarke Unternehmen schaffen ArbeitsplĂ€tze. Die modernen MilitĂ€rbĂŒndnisse sind reine VerteidigungsbĂŒndnisse. Die USA und Russland schĂŒren dann (Stellvertreter-) Kriege, wenn Menschenrechte verletzt werden. LohnabhĂ€ngige und Kapital verhandeln auf Augenhöhe. Das Volk ist der SouverĂ€n. In deutschen Parlamenten werden Argumente ausgetauscht. Von deutschen Behörden werden Menschen respektvoll behandelt. Die Frontex bekĂ€mpft SchleuserkriminalitĂ€t. 


GlaubenssĂ€tze. Teilweise einfach unwahr, teilweise nur bei gutem Wetter wahr. Teils hĂ€tten wir Jahrzehnte Zeit gehabt, die Situation zu Ă€ndern, um uns jetzt nicht auf Notstand berufen zu mĂŒssen. Wollten halt nicht.

@mupan @carl alles klar