Für einen Rückblick auf 40 Jahre digitale Dramenforschung verpasst nicht den Vortrag "Von DRAMALYS.EXE zu #DraCor" von @umblaetterer in der Ringvorlesung "#DigitalHumanities im Fokus"! 🎭💻🔍

Morgen um 17 Uhr c.t. an der #UniRostock und wie immer auch online via Zoom.

#RosDH #DH #Korpora

https://www.germanistik.uni-rostock.de/forschung/digital-humanities/rosdh/ringvorlesung/2024/n/von-dramalysexe-zu-dracor-eine-geschichte-der-digitalen-dramenanalyse-von-1984-bis-heute-188659/

Von DRAMALYS.EXE zu DraCor – Eine Geschichte der digitalen Dramenanalyse von 1984 bis heute

Prof. Dr. Frank Fischer (Freie Universität Berlin)

Schönes Zitat von Boris Yarkho, der einen Auftakt zur quantitativen Dramenforschung gab: »Wir haben die Technik demonstriert; der Weg ist frei für diejenigen, die mehr Glück haben als wir.« #RosDH
Auch immer wieder schön: die strukturalistische »Konfigurationsmatrix« nach Manfred Pfister
Unexpected Turn: 1984 initiierte Hartmut Ilsemann die digitale Dramenanalyse, und zwar in #BASIC-Code. (Ich fände es interessant, dem wissenschaftsgeschichtlich mit Retrocomputing weiter auf die Spur zu kommen, allerdings ist, wenn ich es richtig verstanden habe, der Code leider nicht erhalten.)
@peertrilcke hat dann Anfang der 2010er den visuellen(?) Network-Analyseansatz von Moretti um Metriken erweitert, während @fotis_jannidis und @gerhard_lauer Dramentexte stilometrisch analysierten
... und das daran anschließende Poster zu Figurenkonstellationen hier hatte einen DHd-Award gewonnen, wenn ich mich recht entsinne - und ist außerdem als Quartettspiel erhältlich unter https://www.dracor.org/doc/merch #RosDH
DraCor – Drama Corpora Project

DraCor is not a website. DraCor is a showcase for the concept of Programmable Corpora. It revolves around an API that provides data extracted from TEI-encoded corpora. This website – dracor.org – uses this API to showcase some of the extractable information. Some data can be downloaded through the web interface. The more powerful, direct access point is the documented API.

Damit zeichnen sich zwei Linien der digitalen Dramenanalyse ab: Netzwerkanalyse, wie sie z.B. Mark Algee-Hewitt verfolgte, und Korpusanalyse, die z.B. @christof mit Topic Modeling weiterführte
@umblaetterer verzeichnet außerdem einen Übergang von »Digital Literary Studies« zu »Computational Literary Studies«. Auch wenn ich selbst an dem Digital-Attribut noch etwas hänge: Vielleicht, so scheint mir, ist es konsequent und gut, den übersemantisierten und manchmal überstrapazierten Digitalitätsbegriff - der seine Funktion vielleicht bereits hinreichend erfüllt hat - für die Anwendung digitaler Methoden (wie im Kern seit 1984) zu verwerfen - und stattdessen einen passgenaueren einzuführen?
@umblaetterer gibt uns außerdem einen Einblick in den aktuellen Stand von #DraCor. Die Anfragen, die man an die API stellen kann, sind wirklich beachtlich! https://dracor.org/doc/api
DraCor – Drama Corpora Project

DraCor is not a website. DraCor is a showcase for the concept of Programmable Corpora. It revolves around an API that provides data extracted from TEI-encoded corpora. This website – dracor.org – uses this API to showcase some of the extractable information. Some data can be downloaded through the web interface. The more powerful, direct access point is the documented API.