Leute, nur weil jahrzehntelang Menschen unterdiagnostiziert wurden und jetzt durch die sozialen Medien darauf aufmerksam gemacht wurden, was möglicherweise das zentrale Problem ihres Lebens ist, wird aus #adhs und #autismus keine „Modekrankheit“, auch wenn das für viele Nichtbetroffene weiterhin total bequem wäre.
@dyfustic
Nein, das macht es sicher nicht.
Aber es ist auch(!) eine bequeme Diagnose für unbequeme Kinder (oder auch Erwachsene)
Zum Beispiel wird Kindern mit #Hochbegabung gerne adhs angedichtet... mit den entsprechend negativen Folgen.
@dyfustic Und bei ASD (Autism Spectrum Disorder) muss auch noch beachtet werden: ASD wurde immer als Kinder und Jungenkrankheit betrachtet- wodurch bei Erwachsenen und insbesondere bei Mädchen und Frauen die Diagnose erst recht rar war. (der alte Diagnosename mit Asp. probiere ich zu vermeiden, da der Doktor Teil von T4 war)
@dyfustic Menschen ihre Behinderung systematisch absprechen ist unglaublich ableistisch.

@dyfustic Das.

Und ich vermute, dass jetzt auch mehr Menschen Hilfe suchen und Diagnostik brauchen, weil sie bis dato noch halbwegs zurecht kamen, nun aber durch multiple Krisen der Stress einfach nochmal stark steigt.

@Sci_Fi_FanGirl @dyfustic
Der Kreis schließt sich irgendwie, wenn man bedenkt, dass bei einer Diagnose sowohl von ADHS als auch von Autismus "Leidensdruck" gegeben sein sollte/muss (grad keine Löffel das genau nachzulesen).
In einer anderen Gesellschaft gäbe es diese "Krankheiten" also tatsächlich nicht/viel weniger, aber nicht, weil keiner diese Eigenschaften hätte, sondern weil man ein gesellschaftlich beeinflusstes Kriterium zusätzlich eingeführt hat, das die Hürden höher setzt.
@Anthrako @dyfustic Das stimmt. In einer weniger ableistischen Gesellschaft wären viele Verhaltensweisen keine "Störung".
@dyfustic Das Konzept einer Modekrankheit alleine ist Schwachsinn. Niemand WILL krank sein. Also doch, aber das ist dann ebenfalls eine Krankheit.
@dyfustic Das Selbe gilt übrigens für Depressionen. Verstehe auch nicht, warum wir alle von Selbstcare labern, und nicht einfach nur kreuzunglücklich sein können. *S
@Pistolenkind @dyfustic damit die gesunden besser wegschauen können.
@dyfustic
Ich bekomme immer wieder abgesprochen dass das Kind oder ich #autismus haben könnten weil wir ja sozial unauffällig sind.
Das jeder Autist/#adhs Mensch Probleme im sozialen Umgang hat ist sogar bei Experten wohl noch weit verbreitet.
@Mara33 Die denken alle an den Film Rainman. 🙄

@Mara33
Hmm, ich hatte in den 80ern ADHS diagnostiziert bekommen, in den 90ern dann "Kein ADHS, sondern mildes Asperger Syndrom". Meine Neurologin meinte dann ADHS sowas von, aber nee, kein Autismus. Sie sind sozial unauffällig und konnten über lange Zeit ihren Job halten und eine Familie gründen.

Ich frag mich seitdem ob das stimmt oder ob das damals ne Fehldiagnose war. Und was das jeweils für mich bedeutet...
@dyfustic