Von Zeit zu Zeit wird mir unterstellt, ich würde den Leuten das Geldverdienen nicht gönnen, weil ich den Standpunkt vertrete, dass die Pflege schulischer Netzwerke durch externe Dienstleister ein sehr fauler Kompromiss ist.

Zuletzt hier:

https://ask.linuxmuster.net/t/sophos-29-what/10874/7

Ich möchte das hier mal erklären und in einem kleinen Thread darstellen.

1/n

#SchuIT #fediLZ #Schulnetz

Sophos: 29. What?

Hey Bugs in Software, wahnsinn! Damit hatte ich ja gar nicht gerechnet, wie ist denn sowas möglich? Muss einfach daran liegen dass die Geld nehmen für ihre Arbeit, ansonsten wäre das sicherlich Fehlerfrei 😃 Du kannst dir das gerne sparen, ich hab auch keine Sophos Appliance daheim, noch sage ich, dass das ein Muss ist. Trink mal nen Tee und entspann dich von deinem Kreuzzug gegen die bösen Kapitalisten 🙂

linuxmuster.net

Vorab: Natürlich sollen Menschen und Firmen mit IT Geld verdienen können - es ist IMHO jedoch anzustreben, dass diese Menschen die Interessen derjenigen vertreten, deren Geld sie erhalten.

Im Falle der Netzwerkpflege wäre es aus meiner Sicht also sehr wünschenswert, wenn es echte Inhousekompetenz gibt, es also Admins gibt, die ihr eigenes Netz pflegen - und damit als vorrangingen Entscheidungsanreiz die Funktionsfähigkeit und Sicherheit *ihrer* IT haben.

2/

In dem Moment, wo ich die Administration an einen "Dienstleister" outsource habe ich eine "Bankberatersituation" erzeugt: Im besten Fall rät mir der Experte dann nämlich zu einem halbwegs guten Kompromiss aus seinen Interessen und denen, die ich habe, fast niemals wird er meine Interessen im alleinigen Fokus haben.

Die folgenden Beispiele verdeutlichen das Problem im schulischen Umfeld.

3/

Beispiel 1: In einem Gespräch mit einem Dienstleister, warum er kein Monitoring mache oder anbiete, erhalte ich als Antwort, dass das ja doof wäre, denn dann verdient er ja weniger.

Für ihn ist es "lohnender", zu warten, bis ein Problem auftritt, dann anzufahren und Stunden abzurechnen, als beispielsweise
Festplattenplatz frühzeitig zu vergrößern, um so das Problem erst gar nicht entstehen zu lassen.

4/

@frank
Anderes Beispiel:
Der Zahnarzt, der seine Arbeit in der halben Zeit hinpfuscht, profitiert dreifach:
1. Er kann die Behandlungspauschale doppelt so oft abrechnen.
2. Der Patient lobt ihn, weil die Prozedur nur halb so lange dauert.
3. Die Arbeit hält weniger lang, und der Patient muss früher wiederkommen.

Der Zahnarzt, der gut und sorgfältig behandelt, ist dann der Depp.

(gilt für Zahnärzte jeglichen Geschlechts)