KPÖ Salzburg in der ersten Hochrechnung 25%, knapp hinter der SPÖ, das ist ja auch, sagen wir, ungewöhnlich.

KOMMUNIST*INNEN. OH!

(Wie haben die das gemacht?)

@anneroth

Im übrigen:

"Die Linke" war weder sozialistisch noch kommunistisch, sondern wirtschaftsliberal:

"Deutschland ist das einzige Land, das seine öffentlichen Wohnungsbestände an Finanzinvestoren verkauft hat. Die rot-rote Koalition stellt die Landesregierung, die den Rekord im Verkauf von landeseigenen Wohnungen hält und zugleich am wenigsten deswegen ins Gerede gekommen ist. Ein Grund zum Feiern für Finanzinvestoren wie Cerberus und Co.

Es wurde stillschweigend verscherbelt, was das Zeug hält. Den Auftakt, den Verkauf der GSW, feierte man noch als lokale Rettungstat zugunsten der Haushaltskassen. Eine politische Opposition fand sich nur in den Reihen der Sozialdemokraten, wo Gerlinde Schermer und Hans-Georg Lorenz Zivilcourage und Standhaftigkeit zeigten. Der seinerzeit als PDS firmierende Koalitionspartner überließ es einer Lokalgröße aus Prenzlauer Berg, Dr. Michael Nelken, den Verkauf als „Notlagenverkauf“ emphatisch zu bejubeln und die Parteiklientel von den leeren Haushaltskassen zu überzeugen.

Das Wohnungsbauressort, gänzlich im Ressort der Stadtentwicklung verborgen, wurde von Peter Strieder bis zu seiner Verabschiedung im Jahr 2004 verwaltet."

https://www.bmgev.de/politik/wohnungspolitik/berliner-wohnungspolitik-die-rot-rote-koalition/

Berliner Wohnungspolitik – Die rot-rote Koalition- Berliner MieterGemeinschaft e.V.

Mit der Abschaffung jeder Wohnungsbauförderung hat der Berliner Senat die Stadt in eine wachsende Wohnungsknappheit manövriert. Steigende Mieten sind die Folge.

@Radixi Dir ist aber schon klar, dass das 20 Jahre her ist, dass die PDS/Linke sich dafür tonnenweise Asche aufs Haupt geschüttet hat, dass das auch ein Resultat der massiven Verschuldung der Stadt nach dem von der durch und durch korrupten CDU verursachten Bankenskandal war und nicht allein für alles steht, was seitdem noch so passiert ist? Darüber kann man auch gern disktuieren, kein Problem, aber (allein) damit anzukommen, ist ein bisschen .. lahm.

@anneroth

Es gibt noch wesentlich mehr: Z.B. hätte die sich als "antirassistisch" deklarierte Partei durchaus Druck auf die SPD ausüben können, Thilo Sarrazin als ideologischen Wegbereiter der "#Fliegenschisspartei" aus der SPD auszuschließen. Hat sie nicht, sondern obendrein auch noch den Einzug dieser Partei in den Bundestag geduldet. Sie hätte ja 2017 beschließen können: "Wir gehen in die außerparlamentarische Opposition - auch gegen den #pAdR!" Immerhin entlarvte auch Sarah Bosetti hier direkt zu Beginn https://www.zdf.de/3sat/bosetti-late-night/bosetti-late-night-folge-4-104.html die "Brandgefährlichkeit" dieser Partei seit ihrem Einzug in den Bundestag.

Lektüre u.a. zum bürgerlichen Staat und Parlamentarismus:
https://de.gegenstandpunkt.com/publikationen/buchangebot/buergerliche-staat

Oder auch: Johannes Agnoli "Überlegungen zum bürgerlichen Staat"
https://search.worldcat.org/title/uberlegungen-zum-burgerlichen-staat-klasse-und-staat-der-staat-des-kapitals-parlamentarismus-als-strategie/oclc/1734909

Make Democracy Great Again

Sarah Bosetti über die Rettung der Demokratie.

Bosetti Late Night
@Radixi Was genau willst du jetzt von mir?

@anneroth

Ich will - nicht nur von Dir - dass Begriffe wie "Kommunismus" in Bezug auf Parteien, Gruppen und Strömungen kritisch reflektiert werden.

Die kommunistische Bewegung wollte die "Expropriation der Expropriateure", d.h. die private Verfügungsgewalt des Kapitals in der plolitischen Ökonomie aufheben und die Produktivkräfte zum Gemeinwohl einsetzen.
Im Grunde ging und geht es Kommunist*innen um die Aufhebung der politischen Ökonomie, in der die menschliche Gattung als "Humankapital" angesehen und ausgebeutet wird.
Davon lese ich aber nichts im Programm der KPÖ:
https://www.kpoe.at/programm/

Dies hier: https://www.kpoe.at/soziales/ rekurriert nur auf die Zirkulation von Finanzkapital. Die Anhäufung von Profit als Geldkapital entsteht aber über die Mehrwertabpressung in der Produktion.

Es ist imho ein sozialdemokratisches Programm, aber kein kommunistisches! !!!

Programm - KPÖ

WOFÜR WIR STEHEN Arbeit Miete & Wohnen Pflege & Gesundheit Soziales Frauen Klima & Ökologie Inter-national Frieden & Neutralität Flucht & Migration Antifa-schismus Arbeits-losigkeit Pensionen Programmatische Eckpunkte Resolution: Wir zahlen nicht für die Krise – ein notwendiges Sofortprogramm Bundesvorstand der […]

KPÖ

@Radixi Es kommt dir nicht eine Spur arrogant vor, wenn du von mir forderst, etwas "kritisch zu reflektieren"?

Falls nicht: So wirkt es auf der anderen Seite. Schon weil das ja annimmt, ich hätte noch nie drüber nachgedacht, geschweige denn "kritisch reflektiert".

@anneroth

Ich habe Deine Aussage

"KOMMUNIST*INNEN. OH!"

widerlegt, und versuchte zu begründen, dass es sich bei dieser Partei keinesfalls um "Kommunist*innen" handelt.

Es geht mir auch nicht nur um kritische Reflexion, sondern wesentlich um Theorie und Wissenschaft.

Wer die KPÖ als "Kommunist*innen" anpreist - wie Du es gemacht hast - der* mangelt es gemäß meiner Wahrnehmung daran.

Für mich ist die "Kritik der politischen Ökonomie" eine Wissenschaft.

Karl Marx als Person wurde auch Arroganz vorgeworfen, doch sein Werk ist sachlich und wissenschaftlich.

Sicherlich galt auch Rosa Luxemburg bei den Sozialdemokraten und den Bolschewiki (wegen ihrer Kritik an deren Nationalitätenpolitik) als "arrogant", doch Ihr habt Eure Stiftung nach ihr benannt.

Außerdem - und dies sind öffentliche Toots - forder(t)e ich "kritische Reflexion" nicht nur von Dir, sondern allen ein.

Und noch was: Ich wollte Dich als Person nicht beleidigen, denn ich finde vieles, was Du schreibst und wofür Du Dich einsetzt durchaus gut.

Ich habe lediglich Deine Aussage widerlegt. Ggf. solltest Du lernen, gelassener mit Kritik umzugehen.

@Radixi Die Partei heißt so. Die wurden gewählt mit dieser Bezeichnung. Nicht mehr und nicht weniger habe ich da sagen wollen.

Dieses "Ihr", da könntest du dann gern mal kritisch reflektieren.

@anneroth

Mit "ihr" war Deine Partei gemeint, die übrigens auch 2006 mit Harald Wolf am Plattmachen der letzten großen Streikbewegung in Berlin beteiligt war:
https://solimarsch.wordpress.com/

https://archiv.labournet.de/branchen/sonstige/bsh/bsh2006.html

Viele von den früheren Arbeiter*innen dort arbeiten jetzt übrigens bei Tesla und hassen die IGM, die SPD und die Linke immer noch.

Und noch was zu "Bezeichnungen": Es gibt Lebensmittel, da steht eine Bezeichnung drauf, aber der Inhalt enthält nur ca. 2% von der Bezeichnung... oder auch: https://www.foodwatch.org/de/erfolg-katjes-aendert-verpackungen

Da wundere ich mich auch oft, dass die immer noch gekauft werden... 😉

"Es geht nicht nur um unsere Haut"

Der Streik der Belegschaft des Bosch-Siemens-Hausgerätewerks in Berlin gegen die Schließung

"Es geht nicht nur um unsere Haut"

@anneroth

p.s.: Mit tut es aber auch leid, dass Du heute meinen Brass auf die falsche Politik der PDS/Die Linke abbekommen hast.
Insofern: Nimm es nicht so persönlich. Dies gilt umso mehr, wenn Du nun nicht mehr Parteimitglied dieser Partei bist.

@Radixi Keine Sorge, ich bin eher verblüfft als alles andere. Vielleicht zielst du nächstes Mal einfach besser und suchst dir die passenden Leute für deinen Ärger aus.

PS: Ich war nie Parteimitglied.

@anneroth

Oha, dann stehe ich jetzt in Deiner Schuld..., bitte verzeih mir. 🙏

Aber warum hast Du das nicht gleich geschrieben, als ich die SPD-PDS-Wohnungsverscherbelung ansprach? Hättest Du geschrieben: "Daran war ich nicht beteiligt und außerdem ..." ... wäre es ein völlig anderer Diskurs geworden... und ich wäre in Bezug auf "ihr" nicht ins "Fettnäpfen" gestapft...

Aber Du hast schon recht: Ich benötige mehr klares Zielwasser... 😅 💜

p.s.: Ich war einfach getriggert, weil ich sehr schlechte Erfahrungen nicht nur mit PDS/DieLinke, sondern auch mit DKP, SEW, MLPD (also den "Tankies") gemacht habe.

@Radixi Seriously: Ich finde deine gesamten Reaktionen auf den Ursprungspost einigermaßen überkandidelt. Du wolltest irgendwas loswerden, und dir war nicht so sehr wichtig, was der Anlass war.

Hier können ja alle alles schreiben, deswegen kannst du das machen, mich beleidigt sowas nicht, aber ich staune regelmäßig, was alles in und auf mich projiziert wird.

Die Welt wäre besser, wenn wir alle öfter vorher nachdächten, was die Person vor uns mit dem zu tun hat, was wir dringend loswerden.

@anneroth

Hier noch einmal: Ich war getriggert. Ein Mensch der sich getriggert fühlt, ist traumatisiert. Und Dich hatte ich - fälschlicherweise - als frühere frauenpolitische Sprecher*in der PDS/DieLinke "einsortiert".

*Der Anlass* war: falsche Kommunist*innen.

Jetzt unabhängig von meinen persönlich Erfahrungen: Stalin war der erste, der von "Sozialismus in einem Land" faselte und Kommunist*innen liquidieren ließ...

Nie wieder national(istisch)e Kommunist*innen !!!

@anneroth @Radixi
Es war bis vor kurzem dein Job,
die Stimme des Volkes in den Maschinenraum der deutschen Digitalpolitik hineinzuprojizieren.

Die paar Mensch:*:Innen, deren Stimme überhaupt eine Chance hat, nicht im Nullraum des politischen Diskurses zu enden, sind viel zu selten und von der Aufgabe, viele Stimmen zu repräsentieren, völlig überfahren.

Dieweil werden wesentliche Entscheidungen in Lobbies und Hinterzimmern abgestimmt, und hinterher erinnert sich niemand mehr daran.