Die Warnungen vor einem „Kohlewinter“ waren unbegründet: Im ersten Winter nach dem AKW-Aus haben die deutschen Kohlekraftwerke so wenig Strom produziert wie seit Jahrzehnten nicht.
Erster Winter ohne AKW bringt Tiefststand beim Kohlestrom • Table.Media

Aktuelle News bei Table.Media rund um das Thema: Erster Winter ohne AKW bringt Tiefststand beim Kohlestrom.

Table.Media
@mkreutzfeldt Gerade kommen 40% des Stroms aus Kohle und 4% aus Frankreich. Und es laufen noch wenig Wärmepumpen und E Autos
@anpa2112 Ich weiß nicht, woher Sie Ihre Zahlen beziehen. Letztes Jahr stammten 26 % des eingespeisten Stroms aus Kohle, in diesem Jahr sind es bisher 24 %.
@mkreutzfeldt Das ist aktuell. Zeigt mir Elektricity Maps an
@anpa2112 Stunden- oder Tageswerte sind aus meiner Sicht wenig aussagekräftig.
@mkreutzfeldt Für die Jahresstatistik ja. Die Industrie sieht das sicher anders. Weil der Strom wird zu dem Zeitpunkt genutzt. Die EE Lücken müssen mit Speicher geschlossen werden.
@anpa2112 @mkreutzfeldt
Jahr mit Tag vergleichen ist nicht sinnvoll.
@IvoBathke @mkreutzfeldt Ja, aber die Tage, an denen 50% fossile Energie benötigt wird, ist höher als ich dachte. Das kann man statistisch nicht raus rechnen, weil in der Zeit die Anlagen laufen und auch den Vorrat an Energie haben müssen. Um 7h liefen 32 GW fossile Kraftwerke.

@mkreutzfeldt Mit KKW wäre es entsprechend noch weniger. Offensichtlich.

Die letzten drei KKW in Deutschland hatten jeweils eine Jahresproduktion von ca. 12 TWh. Oh, wir wären bei Null. Tja.

@Ardubal @mkreutzfeldt

Nur das Atomkraftwerke so nicht funktionieren.
Die geben immer die gleiche Menge Strom ab, ob man ihn grade braucht oder nicht.

@Mapka @mkreutzfeldt

Nein, KKW sind absolut lastfolgefähig, insbesondere die Konvois. Im Gegensatz zu Kohlekraftwerken.

Ist aber auch egal, weil wir in den Bereich selten kommen.

Augenwischerei.

@Ardubal @mkreutzfeldt

Das ist beides für eine realistische Betrachtung für den deutschen Strommarkt einfach falsch.

@Mapka @mkreutzfeldt

1. Nein, das ist so.

2. Das ist aber auch in Bezug auf meine Aussage ziemlich irrelevant: wir verbrennen Kohle statt Kernkraft zu nutzen, wir hätten die Möglichkeit gehabt, sie aber sehenden Auges nicht genutzt. Wir wären sonst bei Null = Kohleausstieg 2024.

@Ardubal @mkreutzfeldt
1. Ja, aber unwirtschaftlich und erosiv für die Brennstäbe und Kraftwerke und funktioniert halt aus anderen Gründen selbst dann nicht richtig.

2. Wenn Wind-und Solarstrom bereits unseren Bedarf decken bringen Atomkraftwerke nun mal nichts.

@Mapka @mkreutzfeldt

Achso, du bist Kerningenieur?

Wind- und Solarstrom decken unseren Bedarf aber nicht, sonst würde ja keine Kohle verbrannt.

@Ardubal @mkreutzfeldt

Der Punkt war doch, dass die nicht mehr geprüften Atomkraftwerke mit ausgebrannten Brennstäben verhindert hätten, dass Kohle verbrannt wird.

Und das ist Quatsch.

https://climatejustice.social/@peakpick_de

PeakPick Deutschland (@[email protected])

668 Posts, 40 Following, 591 Followers · Werde mit unserer täglichen Strommix-Prognose Teil der Energiewende, indem du den Stromverbrauch an Wind- und Solaranlagen anpasst. 🌞🌬️

Climate Justice Social

@Mapka @mkreutzfeldt

Nein, der Punkt ist, daß man, wenn man den Betrieb durch Beschaffung neuer Brennstäbe und was sonst noch so dazugehört aufrechterhalten hätte, dies die Verbrennung von Kohle offensichtlich verhindert hätte.

Mir fällt es schwer, die mentale Gymnastik, dies irgendwie zu verneinen, nachzuvollziehen.

@Ardubal @mkreutzfeldt

Wie kommst du auf verhindert?
Vermindert ja, aber so unerheblich, dass die Kosten, der Aufwand, die Nebengeräusche, das Problem mit der Beschaffung der Brennstäbe und die Gefahr, die der Betrieb eines Kernkraftwerkes bedeutet den Nutzen um ein Vielfaches überstiegen hätten.

@Mapka @mkreutzfeldt 12 × 3 = 36 TWh. Das ist also unerheblich.

Und das waren nur die letzten drei, auf die man dann die Betrachtung so gerne fokussiert, um den Beitrag kleinzureden. Das waren aber nur die Überreste einer einst funktionierenden, emissionsfreien Energieindustrie, die man wissentlich und vorsätzlich vernichtet hat, /anstatt/ aus der Kohle auszusteigen, obwohl die teurer, dreckiger, und unflexibler ist.

Wie kann man das gut finden?

@Mapka @mkreutzfeldt Aber selbst wenn man diese jahrzehntelange Fehlpolitik außer Acht läßt und sich nur auf die Situation im Frühjahr 2022 konzentriert:

Es gab konkrete Angebote und Willensbekundungen, innerhalb von 6—12 Monaten mit neuen Brennelementen den Betrieb fortzuführen. Das hat Habeck aber nur zum Anlaß genommen, eine Liste von Gründen dagegen zusammenzustellen, noch ein paar kontrafaktische dazuzulügen, nichts positives zuzulassen, /damit/ lieber Kohle verbrannt wird.

@Ardubal @mkreutzfeldt

Also wenn du das wirklich glaubst, hab ich hier ein paar unglaublich wertvolle Kieselsteine.

Die würde ich dir gerne zum Vorzugspreis verkaufen.

@Ardubal Nein. Erstens zeigt meine Grafik nur drei Monate, darum können Sie die Werte nicht mit einem Jahreswert vergleichen. Und zweitens hätten die AKWs nur zum Teil Kohlestrom verdrängt; daneben wäre exportiert worden und EE verdrängt.
@mkreutzfeldt Nein, EE werden auf gar keinen Fall verdrängt, weil sie nach EEG Vorrang haben. Verdrängt würde die Kohle, und genau darum geht es.
@Ardubal Sie haben Vorrang, werden in der Praxis aber trotzdem abgeregelt, Stichwort Netzengpässe.

@mkreutzfeldt „Netzengpässe“ im Sinne von unflexiblem Überangebot? Das liegt dann aber eher an den unflexiblen Kohlekraftwerken als an den lastfolgefähigen Kernkraftwerken.

Und echte Netz-„eng“-pässe z. B. von Nord nach Süd wären durch existierende KKW im Süden offensichtlich abzumildern.

@Ardubal Du hast die headline aber schon gelesen auch, oder?

BTW, dir ist darüberhinaus auch klar, woher die neuen brennstäbe kommen müssten _falls_ die BRD neue geordert hätte?

Worauf willst du eigentlich hinaus? das AKW aus macht sinn und war letztlich unvermeidlich, speziell in der angespannten finanziellen und geopolitischen lage.

Oder möchtest du ggf weiter kkw haben um ggf nuklearwaffenfähiges material zu gewinnen? Dazu sind unsere kraftwerke nicht wirklich die geeignetsten.

Also .. woher weht der wind bei dir?

@hackbyte

Das Aus für die Kernkraft macht eben keinen Sinn, /speziell/ in der angespannten finanziellen und geopolitischen Lage.

Ohne Kernkraft-Aus hätte es NordStream I + II nie gegeben, und Rußland wäre nie auf die Idee gekommen, Deutschland würde beim Überfall auf die Ukraine tatenlos danebensitzen.

Und finanziell: Kernkraft ist nur beim Bau teuer, der Betrieb ist sehr billig. Es macht keinen Sinn, den früher als nötig einzustellen.

@Ardubal Das mit dem "billigen" betrieb gilt aber nur so lange, wie du die ewigkeitskosten durch die endlagerung vernachlässtigst.

Ich mein klar, kannste machen, muss uns ja nicht mehr kümmern in ein paar dekaden. Wir habens dann hinter uns.

Aber macht das ernsthaft sinn?

Ausserdem hast du elegant den punkt der brennstoffbeschaffung ignoriert. Es gibt da nicht so super viele quellen für den MOX brennstoff..... Und die usa fallen da komplett aus.. Woher also nehmen, wenn nicht stehlen? Oder doch wieder bei putin einkaufen? Mh

@hackbyte

Endlagerung ist auch so ein aufgebauschtes Problem. Zum einen ist die Menge verschwindend gering, zum anderen kann man es einfach verglasen und tief vergraben, und nach wenigen 100 Jahren ist es nicht mehr radioaktiver als alles andere Gestein.

Beschaffung geht weltweit, und das Name-Dropping von MOX erscheint mir irrelevant.

@Ardubal Aufgebauscht... mkay. Ich bin nicht dieser meinung, aber die deinige bleibt dir natürlich unbenommen.

Ich hab allerdings noch ein weiteres kernargument warum wir kernkraftanlagen nicht sinnvoll betreiben können.

Simpler kapitalismus. Sicher, rein technologisch betrachtet wären wir wohl in der lage sinnvoll sichere und auch langfristig nur geringproblematische kernkraftwerke zu bauen.

Allein, solange ein kraftwerk am ende gewinn abwerfen muss, wird das niemals funktionieren. Vom bau bis zur instandhaltung wird es immer jemanden geben der an der einen oder anderen stelle zu sparen versucht um den gewinn zu maximieren.

Und das ist es warum wir kernkraftwerke eben nur theoretisch sicher und nachhaltig bauen können, aber niemals praktisch.

Und dabei beziehe ich mich nichteinmal auf die BRD allein sondern auf den gesamten planeten.

EIn kraftwerk zu bauen, das über als 30 bis 40 jahre betrieben werden kann ohne das eine ernsthaft tiefgehende sanierung anfällt ist zwar theoretisch möglich, aber praktisch nicht mehr wirtschaftlich.

Das is schlussendlich auch der grund, warum unsere letzten KKW ausser betrieb gehen mussten. Die liefen so oder so schon nurnoch mit sondergenehmigungen und verlängerungen. Eine Sanierung wäre spätestens _jetzt_ fällig, so oder so.

Das hätte btw gleichzeitig den ausfall der kapazität für mindestens ein halbes jahr, eher mehr, bedeutet.

Im endeffekt säßen wir also in der exakt selben situation +/- ein oder zwei monate grundlastbetrieb.

@hackbyte Weltweit laufen ca. 450 Kernkraftwerke unter verschiedensten politischen Bedingungen. Der von Dir gerade beschriebene Generalverdacht der Inkompetenz ist eine Beleidigung, sonst nichts.

Wenn man eine funktionierende Industrie hat, kann man auch Instandsetzungen einzelner Kraftwerke nach 40 bis 60 Jahren problemlos ohne Nachteile durchführen. Auch dies geschieht schon, z. B. Darlington (Kanada).

Es gibt absolut keinen Grund, eine funktionierende Industrie zu fürchten.

@hackbyte

Wenn man sich vor Industrieunfällen fürchtet, dann sind Kernkraftwerke wirklich eher ein ungeeignetes Subjekt, selbst wenn man sich nur auf Energieerzeugung konzentriert.

@Ardubal Ich fürchte mich keineswegs vor industrieunfällen. Das problem ist nur das die unfälle in kernindustrie und kernenergieanlagen um so fataler sind.

Fukushima ist da nur das letzte in einer erstaunlich langen kette von kerntechnischen "unfällen" nach der INES skala.

Und es ist leider auchnoch das drastischte beispiel, warum ich kapitalismus und kerntechnik für inkompatibel halte.

Die kernschmelze in Fukushima Daiichi wäre _leicht_ vermeidbar gewesen.

Aber die dieseltanks für den notstrom direkt an die wasserkante zu setzen war halt einfach billiger.

@hackbyte Der Punkt ist, daß die bekannten kerntechnischen Unfälle in der Liste der schlimmsten Industrieunfälle eher weiter hinten anzusiedeln sind.

Selbst wenn man sich auf Einzelereignisse im Zusammenhang mit Energieerzeugung beschränkt, man denke z. B. an Brüche von Staudämmen und Gasexplosionen.

Wenn man die Schäden durch Emissionen dazunimmt, dann wird es völlig unverständlich, warum man irgendeiner Fossil-Verbrennung jemals den Vorzug geben sollte.

@hackbyte Und das Gegenmittel zu Kapitalismus ist Regulierung, nicht Selbstschädigung.

@Ardubal Es ging niemals darum einer fossil-verbrennung den vorzug zu geben.

Es ging darum einer überholten technologie (denn das sind die deutschen kernkraftwerke nunmal eindeutig) ein ende zu setzen und ein teuer subventioniertes ewiglich lange reiten eines toten pferdes zu vermeiden bzw zu beenden.

Ich kann darin auch ehrlichgesagt keine "selbstschädigung" sehen. Durch den klaren schnitt sind uns IMHO keine ernsthaften nachteile entstanden. Das behindern des ausbaus erneuerbarer energien kostet uns wesentlich mehr.

Und, bevor du anfängst das "überholte technologie" in zweifel zu ziehen. Moderne reaktor-konzepte wären wesentlich sauberer und langlebiger. Blöderweise muss mensch dann halt auchnoch mit bauzeiten von um die 8 bis 12+ jahren rechnen.

Olkiluoto Nuclear Power Plant Unit 3 - das aktuellste neueste europäische kernkraftwerk - wurde in 2005 von der finnischen regierung angestoßen und sollte 2009/10 ans netz gehen. Tatsächlich ist Block 3 erst letztes jahr ans netz gegangen mit regulärer stromproduktion.

reuters.com/world/europe/after…

Glaube mir. Ich hab mich über die jahre eingehender damit beschäftigt. Ich hab die idee der brückentechnologie wirklich verinnerlicht weil ich den sinn dahinter sehen kann.

Aber diese zivilisation ist nicht dazu fähig das sinnvoll zu realisieren. Nicht wenn es dann auch immernoch irgendwie "gewinn abwerfen" muss. 🙁

After 18 years, Europe's largest nuclear reactor to start regular output on Sunday

Finland's much-delayed Olkiluoto 3 (OL3) nuclear reactor, Europe's largest, will begin regular output on Sunday, its operator said on Saturday, boosting energy security in a region to which Russia has cut gas and power supplies.

Reuters

@mkreutzfeldt Die ganze Energiedebatte ist geprägt von Populismus, Hau-drauf und Fake durch Union und FDP, wobei sie sich stilistisch und inhaltlich bei der AfD anbiedern. Von wegen Brandmauer!

https://www.volksverpetzer.de/faktencheck/habeck-zerlegt-soeder-der-faktencheck/

Habeck zerlegt Söder: Der Faktencheck

Söder konfrontierte Habeck mit einigen Vorwürfen zur Atomkraft. Dieser konterte unter großem Beifall aus dem Netz mit vielen Fakten. Wir haben Habecks Aussagen einem Faktencheck unterzogen: Er hat fast komplett Recht.

Volksverpetzer
@mkreutzfeldt Ich verstehe diese Betonung/Wiederholung von "weniger Kohle trotz KKW" nicht. Ich sehe keine Zukunft für KKW, darum gehts mir nicht, aber das Argument klingt einfach recht hahnebüchen: Mit Weiterbetrieb von KKW wärs halt einfach nochmals deutlich weniger Kohle, was bitter nötig wäre (und nach Kohle/Fossilen ginge es natürlich den KKW als nächstes an den Kragen). Oder liege ich da falsch?

@imsodin Ja, mit AKWs hätte es noch etwas weniger Kohlesteom gegeben.

Aber wenn vorher aufgrund des Atomausstiegs vor einem starken Anstieg der Kohleverstromung gewarnt wird, finde ich es schon berichtenswert, wenn es stattdessen einen Minus-Rekord gibt.

@mkreutzfeldt Und wir haben erstmals mit 198 kWh #Sonnenstrom dazu beigetragen dass das so gekommen ist.
@mkreutzfeldt ich verstehe die Debatte nicht. Hätte man 2014 die 10 h Regel nicht gemacht oder wenigstens 2018 fallen lassen wäre der kohlestrohm nicht nötig. Und die AKWs hätten viel früher vom Netz gehen können. Aber 🤷‍♂️
@mkreutzfeldt der Grund war damals ein schwurbel Prof mit Infraschall. Und sonstigen völlig abstrakten gegensätzlichen Meinungen.