Ich werde solange weitermachen, bis kein noch so bürgerlicher Mensch beim Begriff "Antifaschismus" zuckt. Die Breite der Gesellschaft bricht zum ersten Mal aus diesem weimarer Gefühl aus. Diese Art von Massenprotest gegen Rechts gab es beim ersten Durchlauf nicht. Und das macht mir Hoffnung.
@afelia Die Mehrheit des (vornehmlich west-) deutschen Bürgertums hat den Begriff "Antifaschismus" in den letzten 30 Jahren wahlweise mit roten Socken, DDR oder Kommunismus gebrandmarkt. Das ist ein Grund (unter vielen) warum die AFD groß werden konnte. Antifaschistinnen waren immer "die anderen". Wünschenswert wäre, wenn sich das Bürgertum zum Antifaschismus bekennt.

@Lars_Blume @afelia

Das liegt auch an der Übernahme durch die AFA (Antifaschistische Aktion). Eine militante Gruppierung die durch die KPD 1932/33 ins Leben gerufen wurde und sich heute auch Antifa nennt. Es wäre sicher einfacher, würde deren Symbolik außen vor gelassen.

@Lars_Blume @afelia @christian
Grundgütiger.
Die AA, gegründet zu einem Zeitpunkt, wo Menschen auf den letzten Drücker zu verhindern versuchten, die Nazis zurückzuschlagen.1932. Nach dem Versagen von SPD und KPD- Führung.
Sie wurden in den Gestapokellern totgeschlagen, auf offener Straße ermordet.
Wieder gegründet in den Ende 70ern in viele autonome und lokal Gruppen zur
Recherche und Orga, Demos gegen Nazis.
Viele wurden seither von Faschisten ermordet.
Überleg mal was du da schreibst.
@Lars_Blume @afelia @christian
Und was war in den letzten 10 Jahren, als sich das Bürgertum weitestgehend aus der Arbeit gegen Nazis verabschiedet hat? Wer wohl hat sich bedrohen und angreifen lassen? Genau!. Die Antifa.
Wer hat durch Recherchen z.b die Hintergründe ausgeleuchtet wer der Mörder vom Regierungspräsidenten Lübke war? Genau.. d
Wer hat Filmmaterial und Dokumente über Nazi Netzwerke. Über Entwicklungen.
Genau...
Höchster Respekt sollte ihnen zukommen.
Alerta! ❤️🖤
@RitaWerner @Lars_Blume @christian In den Jahren, in denen Bürgerliche sich nicht für Nazis interessiert haben, stand die #Antifa zuverlässig zwischen Nazis und mir.

@afelia @Lars_Blume @christian
Das!

Man hat uns alleine gelassen. Es waren üble, dunkle Jahre.
Von Bürgerlichen ausgegrenzt, uns als Gewalttäter dargestellt.

Ich hoffe nichts sehnlicher, dass das mal endlich aufhört.
Nazis haben uns angegriffen, bedroht, verletzt. Etliche Antifas wurden sogar ermordet. Was Nazis halt so tun, wenn sie uns kriegen. Ihre Listen sind bekannt.
Als Dankeschön ein Schlag ins Gesicht.
Ehrlich? Es tut weh. Es tut mir wirklich in der Seele weh.

@RitaWerner @afelia @Lars_Blume @christian Hab höchsten Respekt vor Euch. Auf allen Demos, auf denen ich bisher war, war die #antifa die Brandmauer und hat den Kopf hingehalten. Wenn ich keine Angst hatte, dann wegen Euch.

@docht @afelia @Lars_Blume @christian
🫂🌹

Ich würde dazu auch normalerweise gar nichts schreiben, weil ich bin nicht wichtig. Keiner von uns ist als Personalie wichtig. Wir tun, was wir tun müssen.

Aber wenn ich manche Kommentare lese, kann ich mir hin und wieder nicht verkneifen deutlich zu werden.
Natürlich trifft es mich ab und an. Es tut weh, Darstellungen über die Antifa zu lesen, die einfach nicht stimmen.
Und ich hasse die Lüge.

@afelia @Lars_Blume @christian
Jetzt weine ich über deine Reaktion.
Danke.🌹

@RitaWerner @afelia @Lars_Blume @christian

🖤❤️
Ich fühle euch beide und bin dankbar, dass es euch gibt.

Lasst mich euch eine kleine Geschichte erzählen.

Ich bin in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz, ihr wisst schon) in den 90ern aufgewachsen und es gab keinen Tag, an dem wir nicht bereit sein mussten zu laufen, ob vor faschos oder Uniformierten.
Die äußerlichen Narben von den Malen, an denen ich zu langsam war, sind größtenteils verheilt, die inneren werden es nie.
Ich bin irgendwann da weggezogen und habe nie aufgehört, laut gegen Menschenhass zu sein.
Ich habe mich in den alten Bundesländern immer allein damit gefühlt.
Seit den Demos befinde ich mich permanent in einem komischen emotionalen Zustand,
ich bin jetzt knapp über 40 und es fühlt sich das erste Mal so an, als wären wir mit unserer Position gegenüber Faschisten nicht die belächelte marginalisierte Minderheit.

@silvio @afelia @Lars_Blume @christian
Danke sehr. ❤️🖤🫂
Auch das sind Geschichten, die erzählt werden müssen.
Weiß, wir tun es selten oder eigentlich nie.