@kriky @DieFurie Doch, in diesem Falle schon. Oder zumindest mache ich mir als Grüner hier den Vorwurf, dass ich nicht lauter geschrien habe, als das (und vieles Andere, siehe auch Homöopathie) in der Partei passiert ist.
ICH finde die FDP generell scheiße. Ich laste ihr viele der Dinge an, die ich in der heutigen Politik scheiße finde. Hier kann ich ihr aber keinen Vorwurf machen.
Für die Zustände, die zum Streik geführt haben, sind drei Gruppierungen verantwortlich: der Staat als Alleinaktionär, der schon lange dem Spuk ein Ende hätte setzen müssen (also die CDU-Regierung mehr oder weniger, aber Krähen und Augen), der Aufsichtsrat (was aber mit den Millionen nichts zu tun hat, sondern mit der Hoheit die Schenker über den Rest der Bahn in Anspruch nimmt), und die GDL, die sich mit Weselsky einen Mann eingefangen hat, dem ich selbst im Vollsuff nicht vertrauen würde.
Meine Partei ist in der Regierungsverantwortung. Die paar extra Millionen für den AR sind nicht, was die Regierung, also den Alleinaktionär, erzürnen sollte. Wenn Du nach oben scrollst, ist das die Problematik, die ich anspreche.
Die Vertreter:innen der Regierung im AR haben für diese Erhöhung gestimmt, sie sind es auch, deren Parteien nicht gegen die anderen Probleme tun, die im Endeffekt dazu führen, dass die Bahn so marode ist, wie sie ist. Dazu gehört die FDP, ja, aber wenn man die Lupe auf "Streik ist gerechtfertigt, weil AR mehr Geld für Bonzen beschlossen hat" legt, dann muss man auch erwähnen, dass die Verantwortung dafür bei den 12 liegt, die dafür gestimmt haben. Hätten die beiden Grünen und die beiden SPDler dagegen gestimmt, wäre es 12:8 in die andere Richtung gegangen.
Ich mache denen, die entlang ihrer Parteiideologie stimmen, hier keinen spezifischen Vorwurf. Denen, die entgegen dieser gestimmt haben, schon.