Es ist im Übrigen ziemlich egal, ob man Gendersprache toll, sinnvoll, unnötig oder nervig findet: In jedem Fall kann man kritisch gegenüber Politiker:innen sein, die mit Genderverboten Emotionen schüren, Kulturkämpfe anfachen und von viel akuteren Themen ablenken wollen.
@florianaigner wo andere mit ihrem Geschlecht durch gendern mitgenommen werden, bleiben Menschen wie ich als Legastheniker liegen. Das gleiche gilt auch für Analphabeten, Blinde und Menschen mit Sehstörungen.
Nicht alle, aber eine Menge.

@winston @florianaigner richtig, deswegen entgendere ich nach Phettberg schon seit Jahren, was es für alle Nutzys einfacher macht. Funktioniert im Freundeskreis einwandfrei. Mit allen vorhandenen grammatikalischen Regeln leicht vereinbar.

Werde aber sowohl von Genderbeführwortys, wie auch von Gendergegnys angefeindet, teils recht heftig, von beiden Lagern.

@LongJohn @florianaigner Genderbeführwortys, Gendergegnys, Nutzys ist übrigens genauso blöde zu lesen wie gegenderte Worte. Scheint auch sehr modern zu sein…
Nur mal so am Rande.

@winston @florianaigner reine Gewohnheitssache.

Hab ein Plugin in Firefox welches ziemlich verlässlich alle anderen Genderformen erkennt und sie in die entgenderte Form umwandelt.

Es fällt mir bei Texten nimmer auf, es liest sich flüssiger und mein interner Grammatikprüfer bekommt nicht jedermann einen Herzzickzack.

Dafür stolpere ich bei gegenderten Texten zB in PDFs, bei denen Autoren mittendrin die Form ändern, dann doch oder nicht, wie im Radio, in einem Satz drei Wechsel ob ja oder nein

@winston @florianaigner wenn man noch das "y" nicht wie ein "i" ausspricht, sondern wie ein hartes "i" auf halben Weg zum "ü", wie im Tschechischen, dann kommen Worte gar nicht komisch rüber.

Es ist auch leicht zu erklären und zu lernen:

Alles in Neutrum mit y

Mehrzahl +s

Der User, das Usy, die Usys

Fertig, alles wie bei "Kind"

@LongJohn @florianaigner nochmal, ich bin Legastheniker, für mich ist das sehr schwer zu lesen. Einen Beitrag, Text oder Blog würde ich dann nicht lesen, sondern weiter klicken.

@winston @florianaigner Tja, wenn man sich gar nichts vereinfachen will und dazu mal was neues lernt, dann kann ich Ihnen auch nicht helfen.

Grundsätzlich lesen lernen mussten Sie ja auch.

Mit dieser Form hätten sie eine einheitliche Form, mit der sie immer gut fahren und niemand sich beschweren kann Sie wären nicht inklusiv...

War nur ein Vorschlag, was Sie wie machen müssen Sie selbst wissen.

@LongJohn @florianaigner für dich mag es einfach sein, schnell zu lernen und auch zu lesen.
Dann gebe ich dir mal ein Tipp, und schau mal Unter Legasthenie nach.
Ist aber auch irgendwie egal, scheint ja nur was mit vereinfachen und lernunwillig zu sein 🤷🏻‍♂️

@winston @florianaigner ich habe nicht behauptet, das es leicht sei.
Ich stelle aber in den Raum, dass diese Form deutlich leichter zu lernen und praktischer ist als die grammatikalisch fragwürdigen Sonderzeichen.

Ich habe selber Legastheniker in der Verwandtschaft, kenne also das Problem.

Dass sie generell eine Abneigung dagegen haben etwas Neues zu lernen zeigten Sie mit ihrem ersten Kommentar, welcher an Gurtverweigerer erinnert:
"Gleich mal ablehnen, Argumente nicht gelten lassen..."

@winston @florianaigner Durch Austausch kann man besser werden. Ich habe bei Menschen, die bewusst gendersensibel formulieren, noch nie Ablehnung für Verbesserungen gespürt, sondern meist Offenheit das System anzupassen damit es für alle taugt. Wie können Screenreader das besser verarbeiten? Wie passt Gendern zu Leichter Sprache? Ein pauschales Verbot schadet diesem wichtigen Diskurs.

Viele Behinderte wissen selbst am besten, wie sich Ausgrenzung anfühlt und wollen dazu nicht aktiv beitragen.

@Anthrako @florianaigner einfach * und : weglassen. So einfach. Wie die Leute Sprechen ist mir egal.

@winston @florianaigner Aber dann werden doch alle als weiblich angesprochen und das ist doch den meisten Männern dann auch wieder nicht recht?! 🤔

Dir ist es vielleicht egal, aber anderen Legastheniker*innen, Sehbeeinträchtigen oder anderen Menschen, die auf Einfache Sprache angewiesen sind, ist es durchaus wichtig, niemanden wegen seines Geschlechts zu diskriminieren. Für mich zumindest umfasst das auch Männer.

@Anthrako @florianaigner von mir aus auch nur weiblich, wäre mir egal. Hauptsache lesbar.
Oder wie der Ruhrpöttler, der nimmt "dem" und "seins".
Mein bester Freund kommt aus Duisburg, die sagen immer "dem Oma seins". da könnte ich mich wegwerfen wenn ich zuhöre... 😄
@winston Ja, das ist ein wichtiges Argument.

@florianaigner eben, es ist ein klares Zeichen, dass der Politiker auch nichts besseres zu tun hat, ein reines Glaubensbekenntnis an das reaktionäre goldene Kalb.

Mit Genderverboten stärkt man auch nicht die Familie, da wären viele andere Maßnahmen viel besser geeignet. Man packt mit solchen Nullleistungen (Anti-Gender, Anti-Woke, Anti-Migration, Anti-Klimaschutz) nur Menschen in Watte, die dringend Kontakt mit der Realität brauchen.

@florianaigner Es gibt viele Dinge, die laufen einfach am Besten, wenn man sich nicht als Unbeteiligter einmischt. Wie sich die deutsche Sprache weiterentwickelt gehört dazu.

@florianaigner ich denke mir halt auch immer, wow, diese Person hat echt wenig Probleme im Leben, wenn sie so viel Zeit hat, sich über genderinklusive Sprache aufzuregen

Genau dasselbe wie Leute, die immer erstmal sofort eine Diskussion anzetteln müssen, wenn beim Essen heraus kommt, dass ich Vegetarier bin