Eine Forschergruppe um #EdwardByers et al hat 2018 eine Video-Zusammenfassung von ihrem Paper gemacht "Global exposure and vulnerability to multi-sector development and climate change hotspots" https://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/aabf45/meta
In dem Paper geht es um die Unterschiede bis zum Jahr 2050 zwischen den Entwicklungspfaden zu 1.5, 2 und 3°C, welche Sektoren wo und wieviel betroffen sind, und wieviele völlig schutzlose = arme Menschen dort bis 2050 leben.
Ich hab die sehr schnell gesprochene Zusammenfassung mal verlangsamt und in 2 Teile geschnitten. Den Text hab ich mit Hilfe von Deepl übersetzt.
Teil 1:

Endlich gab es also die globale Ambition, die Temperaturen auf deutlich unter 2 Grad und möglichst 1,5 Grad zu halten. Aber es gab einige, die sich noch fragten: Gibt es überhaupt einen großen Unterschied zwischen eineinhalb und zwei Grad? Und was ist mit "business as usual", das uns auf 3 Grad bringt?
SCHIEDEN-PAUSE
Wir beschlossen, dies herauszufinden, indem wir eine Studie entwarfen, die Gefahren, Exponiertheit und Schutzlosigkeit kombiniert - um zu ermitteln, wie viele Menschen in verschiedenen Sektoren Risiken ausgesetzt sind.
Während einige Orte mit kleineren Herausforderungen konfrontiert sein werden, vielleicht in einem Sektor,
können andere in mehreren Sektoren bedroht sein.
Ebenso kann die Bevölkerungsdichte zwischen Dutzenden und Tausenden [KLICK] Menschen pro Quadratkilometer variieren.
Und während die Wohlhabenden zwar über eine Reihe von Sicherheitsnetzen verfügen
leben die Verwundbarsten Tag für Tag von geringen Einkommen und haben wenig Schutz, um sie im Katastrophenfall aus der Armut herauszuhalten.
SLIDE-PAUSE
Also entwickelten wir 14 Indikatoren zur Bewertung der wichtigsten Herausforderungen, z.B. Wasserstress wie Trockenheit oder Überflutung, Zugang zu sauberer Kochstelle und Veränderung der Ernteerträge.
Wir verwendeten auch neue Bevölkerungsdatensätze, die die Ungleichheit in drei sozioökonomischen Szenarien kombinieren.

Zunächst kombinierten wir diese miteinander, um die Hotspots der einzelnen Sektoren zu lokalisieren.
FOLIE-PAUSE
Im Wassersektor sind im mittleren Westen Nordamerikas, in Südeuropa, im Nahen Osten, in südostasiatischen Ländern wie Indien und Pakistan sowie im Osten Chinas schwerwiegende Herausforderungen über mehrere Indikatoren hinweg zu erwarten.

Die größten Herausforderungen im Energiesektor stellen sich in den Tropen, insbesondere in Süd- und Südostasien und in Afrika südlich der Sahara.

Und im Landsektor werden landwirtschaftliche Schlüsselbereiche wie Südbrasilien, Zentralnordamerika, der Nahe Osten, Indien, Pakistan und Südostasien am stärksten betroffen sein.

Kombinieren wir diese Karten miteinander, können wir sehen, wo Menschen von mehreren Herausforderungen in mehreren Sektoren betroffen wären.
Bei 1,5 Grad treten Hotspots vor allem in Indien und Pakistan sowie in kleinen Teilen des Nilbeckens auf.
Bei zwei Grad erstrecken sich die Auswirkungen auf größere Gebiete, durch Asien bis zum Nahen Osten und Teilen Afrikas.
tbc

Eine Forschergruppe um #EdwardByers et al hat 2018 eine Video-Zusammenfassung von ihrem Paper gemacht "Global exposure and vulnerability to multi-sector development and climate change hotspots" https://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/aabf45/meta
In dem Paper geht es um die Unterschiede bis zum Jahr 2050 zwischen den Entwicklungspfaden zu 1.5, 2 und 3°C, welche Sektoren wo und wieviel betroffen sind, und wieviele völlig schutzlose = arme Menschen dort bis 2050 leben.
Ich hab die sehr schnell gesprochene Zusammenfassung mal verlangsamt und in 2 Teile geschnitten. Den Text hab ich mit Hilfe von Deepl übersetzt.
Teil 2:

Bei 1,5 Grad treten Hotspots vor allem in Indien und Pakistan sowie in kleinen Teilen des Nilbeckens auf.
Bei zwei Grad erstrecken sich die Auswirkungen auf größere Gebiete, durch Asien bis zum Nahen Osten und Teile Afrikas.
Und bei drei Grad entstehen neue Hotspots an Orten wie dem Golf von Mexiko, dem Nordosten Brasiliens und großen Gebieten in West- und Ostafrika.

Und was ist mit der besonders gefährdeten Bevölkerung mit niedrigem Einkommen?
Leider bilden sich Hotspots an Orten mit einer hohen Dichte an gefährdeten Menschen.

Im Jahr 2050 würde bei einer Bevölkerung von 9,2 Milliarden Menschen, bei 3 Grad, etwa die Hälfte der Bevölkerung, mit Auswirkungen auf mehrere Sektoren konfrontiert sein, überwiegend in Asien und Afrika. 900 Millionen von ihnen wären exponiert und schutzlos - die schwarzen Segmente in der Mitte.
Doch bei Temperaturen von 2 Grad würden sich diese Zahlen fast halbieren.
Und wenn es uns gelingt, dieses zusätzliche halbe Grad zu erreichen - dann halbieren wir das Risiko wieder fast um die Hälfte und begrenzen die Auswirkungen auf 1,5 Milliarden, von denen die große Mehrheit in Südasien lebt.

Was, wenn wir uns nur auf die Exponierten und Schutzlosen konzentrieren?
Im zentralen sozioökonomischen Szenario bei 2 Grad erwarten wir eine halbe Milliarde Exponierte und Schutzlose .
Aber wenn wir mit einer ehrgeizigen nachhaltigen Entwicklung Erfolg haben, können wir die gefährdete Bevölkerung auf Dutzende von Millionen reduzieren.
Wenn wir jedoch scheitern, könnten wir in bis 2050 in wachsender Ungleichheit 1,3 Milliarden hoch exponierte und schutzlose Menschen haben.

Um es zusammenzufassen:
Wir stellten erhebliche und unerwartet große Unterschiede zwischen 1,5 und 2 Grad fest, insbesondere für Menschen in Süd- und Südostasien.
Die globale Temperatur niedrig zu halten, bringt also Vorteile für große Bevölkerungsgruppen sowohl in wohlhabenden Ländern als auch in Entwicklungsländern.
Und zweitens fielen viele multisektorale Hotspots mit großen schutzlose Bevölkerungsgruppen in Ländern auf den unteren Breitengraden zusammen.
Das ehrgeizige Streben nach einer nachhaltigen Entwicklung, die auf die Armutsbekämpfung in diesen gefährdeten Gebieten abzielt, wäre für die Verringerung der Verwundbarkeit am wirksamsten - vor allem, wenn es mit einer ehrgeizigen Emissionsminderung kombiniert wird.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit - um mehr zu erfahren, laden Sie unseren Artikel herunter oder setzen Sie sich mit uns in Verbindung.

Und obwohl der Video-Abstract eines wissenschaftlichen Papers schon außergewöhnlich ist, haben #EdwardByers et al auch versucht, ihre Ergebnisse in einem interaktiven Hotspot-Explorer für jeden zugänglich zu machen. https://hotspots-explorer.org

Aufmerksam geworden war ich auf das Paper, weil es im #IPCC SpecialReport 1.5°C #SR15 aus 2018 Grundlage für die Tabelle 3.4 wurde.
Der SR15 beschreibt noch mehr Unterschiede zwischen den Entwicklungspfaden 1.5, 2 und 3 Grad. Kapitel 3 und darin speziell die Seiten 244 bis 246: https://www.ipcc.ch/sr15/chapter/chapter-3/
NATURE hatte die Studie dann auch noch in ein GIF gepackt.

Global Hotspots Explorer

IIASA Hotspots Explorer

So viel grafische Aufbereitung, die allen Bürgern auch interaktiven Zugang ermöglicht hätte, hätte täglich in jeder Ubahnstation und auf jeder Anzeigetafel im Newsfeed laufen müssen.
Damit die Menschen eine Klimaecke im Gehirn ausbilden und nach und nach wirklich begreifen, was auf sie zukommt, wenn sie weiterhin die Klimasaboteure in Kommune, Land und Bund wählen.
Aber dafür fühlte sich Svenja #Schulze nicht zuständig, als sie Umweltministerin wurde. Und Steffi #Lemke sieht auch nur #GreenGrowth, bei dem nämlich auch kein Bürger irgendwelche Folgen bemerkt, sondern sich nix ändern muss. So sieht Steffi auch nicht, dass es immernoch ein Informationsdefizit bei einfachen Leuten gibt: Warum informieren, wenn doch alles gleich bleibt, bloß n bissl grüner?
Irre.
@anlomedad Das Informationsdefizit ... Das wird wohl eher eine Informationsbarriere sein, mit der sich die Masse der Menschen vor beunruhigenden Informationen schützt. Zur Anschauung: Etwa dreißig Naturschützer waren um 1988 in einem Raum in dem ein Experte vom dramatischen Temperaturanstieg vortrug, der bereits bei 0,49 Grad läge ... Nur einer fand zu den Grünen. In der Lausitz wird zunehmend gegen das Klima gewählt. Sie wollen nicht wissen. Sie verdrängen und hoffen ...
@klimagarten
Der Osten ist echt ne Geschichte für sich.
Ich guck ja oft historische Wetterdaten an, um mir irgendwelche Sachen zu erklären. Und oft ist es so, dass das, was ich gerade analysiere, im Osten bisher viel weniger intensiv vorgekommen ist, als im Westen.
Und da Rrrechte sowieso wenig oder keine Empathie für Outgroups=der Feind haben, freut es sie wohl auch hauptsächlich, dass sie bisher immer gut bei allem weg kommen.
Da muss Information her, wie die Folgen eines bestimmten Ereignisses nicht auf den Ort beschränkt bleiben, sondern es auch AfD-Ärsche im Osten Lebensqualität kostet, wenn der Monstermonsoon in Pakistan 1/3 des Landes / der Infrastruktur unter Wasser setzt, oder im kleinen Slovenien dieses Jahr 2/3 des Landes, oder Griechenlands Feuer und Flut usw..
Man sollte doch meinen, dass gerade eine Region, die einen Zusammenbruch / Umbruch wie 1990ff erlebt hat, dafür sensibel ist, wie schlimm es werden kann, und dass da keine "natural selection" zu ihren Gunsten passiert. Egal ob gutsituiert oder arm, sie werden alle Loser. Totale Loser, die in ihren selbst-geschaufelten Gräbern verrecken.
Wollen die Loser sein? Doch wohl nicht. Faschisten spinnen sich doch einen zurecht von wegen Herrenrasse usw. Vollpfosten. Alle hängen davon ab, dass Pakistan und Slovenien und Griechenland weiter funktionieren. Alle. Auch die AfD-Ärsche im Osten. Loser.
Hass auf die Grünen im "Klima-Labor": Warum sind Habeck und Baerbock an allem schuld?

Die Wut über hohe Kosten, knappe Kassen und andere Probleme entlädt sich in Deutschland überwiegend bei den Grünen. Woher kommt die Ablehnung? Wo ist sie besonders stark? An ihrem Image als "reiche Moralapostel" sind die Grünen nicht unschuldig, sagt Sozialwissenschaftlerin Borgstedt im Interview.

n-tv NACHRICHTEN

@klimagarten
Grmpf. Die blöde Kuh! #SilkeBorgstedt Was soll so'n Interview, wenn die Rolle der Medien + der Sozialen Medien völlig außen vor gelassen und so getan wird, ales gäbe es nur 2 Player, #DieGrünen und die Bürger?

WAS SOLL DER SCHEIß?

Scheiß Journalisten. Echt.
Beim Kassensturz im Januar 2022 und später immer wieder hat #Habeck immer vom Gemeinsam Anpacken gesprochen, um einen Blitzkrieg-Geist wie in UK geworben.
#Baerbock hat bei der Pressekonferenz zu #JenniferMorgan 's Berufung und später auch besonders tiefgehend über den Teamgeist geredet, in dem sie Klimapolitik in den Ministerien und im Ausland führen will.

Da solche Narrative von der scheiß Journaille aber NIE aufgegriffen werden, da die scheiß Journaille nie vom Nötiggewordenen schreibt, sondern NUR rumnörgelt, weil sie selbst nämlich wie vor 20 Jahren weitermachen will,

dann ist die Scheiß Journaille daran Schuld: "Es gibt kein Miteinander mehr, bei dem man gemeinsam etwas schafft." https://www.n-tv.de/politik/Hass-auf-die-Gruenen-im-Klima-Labor-Warum-sind-Habeck-und-Baerbock-an-allem-schuld-article24651959.html

Hass auf die Grünen im "Klima-Labor": Warum sind Habeck und Baerbock an allem schuld?

Die Wut über hohe Kosten, knappe Kassen und andere Probleme entlädt sich in Deutschland überwiegend bei den Grünen. Woher kommt die Ablehnung? Wo ist sie besonders stark? An ihrem Image als "reiche Moralapostel" sind die Grünen nicht unschuldig, sagt Sozialwissenschaftlerin Borgstedt im Interview.

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