Las gerade einen SZ-Text, der m. E. n. sehr viel besser auf die eigentlichen Hintergründe der dahinterliegenden Thematik der Bauernproteste passt.

Psychologisches Problemfeld: Eskalierendes Commitment.

Text [€] hier https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/bauern-proteste-habeck-dieselpreis-generalstreik-1.6329119

Bauernproteste: Der tiefere Grund für die Wut der Bauern

Nicht allein der Dieselpreis treibt Landwirte auf die Straße. Sondern ein politischer Schlingerkurs, der in die Merkel-Jahre zurückreicht

Süddeutsche Zeitung

Wesentlicher Absatz:

"Knut Ehlers bedauert es, "dass wir wieder in die alten Verhaltensmuster Umwelt versus Landwirtschaft zurückfallen". Er fordert finanzielle Unterstützung des Staates für die Landwirtinnen und Landwirte: "Die Transformation der Landwirtschaft verdient gesellschaftliche Unterstützung - auch in Form von Subventionen." Die Gelder, die für die Steuervergünstigungen von Agrardiesel ausgegeben wurden, könnten an anderer Stelle sinnvoller investiert werden ….

"… etwa um die Landwirtschaft dabei zu unterstützen, umwelt- und klimafreundlicher zu produzieren und besser gegen die kommenden Krisen gewappnet zu sein."

Tl;DR: Eigentlich wurde 2019 / 2020 schon erkannt, dass es für die Transformation der Landwirtschaft Richtung Klimawandel Geld und auf Aufwand braucht. Und vor allem – psychologisch gesehen – einen machbaren Migrationspfad.

Hätte, gabs nicht.
Jetzt war die einzige Änderung das Streichen von Subventionen, was den Status Quo gefährdet, ohne bessere Alternativen zu liefern.

Genau in dem Moment rechte Gruppierungen, die dir sagen "die wollen dir dies und das wegnehmen" -> leichte Mobilisierung.

@bkastl guter Artikel, danke fürs teilen