Marktbericht: Leichter Rückschlag am Mittag

Die Anleger suchen derzeit nach Gründen, um die Kursrally der vergangenen Woche fortzusetzen. Die Aussicht auf fallende Zinsen bei den Notenbanken wirkt zwar einladend, aber neue Impulse bleiben heute bislang aus.

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Marktbericht: US-Anleger halten sich bedeckt

Nach einer erfolgreichen Vorwoche haben die Anleger an der Wall Street heute durchgeschnauft. Spannend bleibt es trotzdem, denn weiterhin ist offen, ob und wann die Notenbank die Zinswende einleitet.

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@tagesschau Mal hypothetisch: Wenn die Kurse bestimmter Unternehmen fallen, weil Investoren aus Klimagründen ihr Geld abziehen, ist das dann auch ein “Rückschlag”? Müssten Börsenjournalisten nicht jeweils etwas genauer hinschauen statt die einfache Formel zu verbreiten, dass jeder Dax-Rückgang schlecht ist?

@christianschwaegerl @tagesschau

das ist eine sache, die ich überhaupt nicht verstehe: wie sollen wir denn bitte klimaziele erreichen, ohne daß wir aufhören, immer mehr zu konsumieren & zu produzieren? die wirtschaft MUSS kleiner werden.

immer mehr & mehr von allem und dann durch CO2-handel die sache schön-rechnen, das kann doch nicht funktionieren.

das will natürlich keiner einsehen, das kann man den wählern nicht verkaufen, also muß die wirtschaft weiter wachsen und nach uns die sintflut. im wahrsten sinne des wortes.

@phani00 @christianschwaegerl @tagesschau Das Problem ist, daß die Wirtschaft wachsen muß oder zusammenbrechen. Eine mehr oder weniger statische Wirtschaft erscheint im Kapitalismus als "Stagnation", ist gefährlich und muß bekämpft werden. Und das wiederum ist ein Resultat der Tatsache, daß Geld nur eine Form von Schuldschein ist. Wenn irgendwer irgendwo Geld investiert, dann bedeutet das, daß er der Körperschaft, welcher er Geld gibt, damit eine Schuld aufbürdet, welche er mit Zinsen getilgt haben will -- und wenn niemand mehr Schulden aufnimmt, gibt es auch kein Geld mehr, aber es existiert zu überhaupt keinem Zeitpunkt genug Geld, um alle Schulden plus Zinsen zu tilgen, somit muß die Wirtschaft wachsen, damit mit neuen Investitionen neues Geld in Form von Kredit geschöpft werden kann.

Das gesamte realexistierende Finanzsystem muß weg, das Prinzip des Privateigentums an Produktionsmitteln und Verteilung von Gütern über Märkte nach Kaufkraft anstelle von gemeinschaftlicher Bewirtschaftung mit Verteilung nach Bedarf muß einfach weg, der Kaputtalismus muß endlich in die Mülltonne der Geschichte.

@LordCaramac @christianschwaegerl @tagesschau

das hatte ich noch nicht so konsequent zuende gedacht. leuchtet aber ein und stört mich kein bißchen. leider macht's das "verkaufen" der idee an die kapitalistisch indoktrinierten massen nicht schwer, sondern unmöglich.

@phani00 @christianschwaegerl @tagesschau Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Einen gezielten und halbwegs geregelten Ausstieg aus dem Kapitalismus oder einen chaotischen Kollaps desselben. Kapitalismus ist unmöglich nachhaltig zu machen, und "nachhaltig" bedeutet einfach nur "kann man weitermachen", "unnachhaltig" bedeutet "hört irgendwann einfach auf, egal wie man sich anstrengt".
Ich fürchte allerdings, wir haben das Zeitfenster für einen geregelten Ausstieg aus dem Kapitalismus verpaßt, und der Kollaps ist die einzig verbleibende Zukunft. Es gibt nur noch die Option, sich auf eine rapide schrumpfende und an Leistungsfähigkeit und Verläßlichkeit verlierende Weltwirtschaft einzustellen, oder das eben nicht zu tun und auf Gedeih und Verderb zu versuchen, noch den letzten Rest an Wachstum aus der Welt herauszuquetschen, bis irgendwann urplötzlich nichts mehr geht und überall Leute tot umkippen, weil es nicht mehr genug zu essen gibt, dafür aber wochenlang nachts nicht unter 30°C. Soylent Green von vor 50 Jahren war nicht wirklich unrealistisch abgesehen davon, daß die Geschichte 2022 spielt -- 2062 oder vielleicht sogar schon 2042 wird die Welt so aussehen, wenn nicht in den nächsten paar Jahren ein riesiges globales Wunder geschieht, eine ökosozialistische Weltrevolution und das Ende aller Nationalismen oder sowas.

@LordCaramac @christianschwaegerl @tagesschau

sehe ich leider genauso. die menschheit ist leider so gierig und dumm, daß sie nur mit gewalt davon abgehalten werden könnte, den karren mit 200 km/h gegen die wand zu fahren. glaube nicht, daß es überhaupt möglich wäre diese fahrt mit gewalt aufzuhalten. die unumgängliche lösung: zurück auf die bäume.

(hoffe natürlich immernoch, daß ich mich irre...)