Wir gedenken Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, Mehmet Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık, Halit Yozgat und Michèle Kiesewetter. Sie wurden von der neonazistischen Terrorgruppe NSU zwischen 2000 und 2007 ermordet. Wir erinnern auch an die Betroffenen der drei Anschläge in Nürnberg und Köln, die der NSU verübte. Heute vor 12 Jahren enttarnte sich der NSU nach einem gescheiterten Banküberfall selbst.[1/4]
Die Behörden hatten aufgrund von rassistischen Denkmustern die Betroffenen und Angehörigen der Opfer verdächtigt und jahrelang massiv kriminalisiert. Ihren Hinweisen auf Neonazis als Täter*innen wurde nicht geglaubt.Obwohl seitdem ein großer Gerichtsprozess und 15 Parlamentarische Untersuchungsausschüsse versucht haben, Licht ins Dunkle zu bringen, sind noch immer nicht alle Fragen zum NSU und zu den Verstrickungen des Staates in den NSU-Komplex beantwortet. #nsukomplexauflösen [2/4]
In #Sachsen hat sich der NSU formiert, eingebunden in ein lokales als auch überregionales Netzwerk aus Unterstützer*innen. Die Verhältnisse, die dieses Agieren möglich gemacht haben, sind nicht aufgearbeitet. #KeinVergessen Sachsen war & ist ein Zentrum neonazistischer Organisierung & rechter Gewalt. Um Betroffenen mehr Sichtbarkeit zu verleihen & der rechten Raumnahme etwas entgegenzusetzen, hat die Zivilgesellschaft die Forderung nach einem Dokumentationszentrum zum NSU-Komplex gestärkt. [3/4]

2019 wurde diese Forderung im sächsischen Koalitionsvertrag verankert, 2021 im Bundeskoalitionsvertrag. Wir haben im Mai 2022 mit dem Chemnitzer Verein @ASA_FF_eV eine Konzeptionsstudie für ein Dokumentationszentrum in Chemnitz und Zwickau vorgelegt.
Mehr Infos: nsudoku.de

#keinvergessen
#gegenrechtegewalt