Wenn der Kapitalismus alle Tierarten ausgerottet, das Klima um drölfzig Grad erhitzt und schließlich dafür gesorgt hat, dass den Reichen alles und allen anderen gar nicht mehr gehört, wird die @tagesschau immer noch über Dax und Börse berichten wie über das Wetter oder über den Sport.
@sixtus Wäre so gesehen schon mal ein Schritt in die richtige Richtung. Aktuell berichtet die mehr übern DAX, als die anderen von dir aufgeführten Theme.

@sixtus
Ich verstehe immer nicht warum so viele Menschen den Kapitalismus verteidigen, obwohl dieser so klar zum Nachteil der meisten Menschen ist und nur für einen geringen Teil Vorteile bringt.

Eigentlich sollte man doch eine demokratische Mehrheit gegen so ein System erwarten?

@ExistenzKetzer @sixtus

Doch, ich denke, das verstehe ich sogar sehr gut.

Da ist vergleichswiese schnell darauf zu kommen, wenn wir uns in die realen Situationen der Menschen, mit ihren Erfahrungen in der Vergangenheit und mit der bisher noch wenig konkreten Alternativ-Lösung ernsthaft auseinander setzen.

Das ist auch gleich ein Hinweis, wie es zu ändern wäre: Die Alternative muss realistisch, transparent & attraktiv sein; und einen vernünftigen Übergang mitdenken; sonst macht es nur Angst.

@WolfgangFeist @sixtus
Für viele Leute übersteigt doch schon Sozialhilfe den Horizont.

Es wird sich darüber beklagt, dass die Hilfe zu hoch sei, und Arbeit darum zu unattraktiv.

Wie will man jemanden erreichen, der so denkt? Dem es nicht in den Sinn kommt, dass die Gehälter zu gering sind.

Wenn es schon auf der Hürde scheitert, kann kein noch so gutes System mit dem Kapitalismus konkurrieren.

Selbst soziale Marktwirtschaft ist für viele schon Kommunismus....

@ExistenzKetzer @sixtus ich vermute, weil man alle Errungenschaften der Moderne seit dem 2. Weltkrieg, Privateigentum und zumindest ein bisschen Luxus, im Vergleich zur mangelhaften Planwirtschaft des Ostblocks, dem "Kapitalismus" zuschreibt, und damit Idealisierung & Verlustangst entsteht. Dabei zeigt https://blogs.taz.de/alexanderplatz/was-ist-neoliberalismus-wie-die-herrschaft-der-reichen-uns-alle-gefaehrdet/ auf, dass die (erneute) Entgleisung der letzten Jahrzehnte auf Neoliberalismus, die Errungenschaften aber auf, was wir soziale Marktwirtschaft nannten, zurückzuführen sind.
Was ist Neoliberalismus? Wie die Herrschaft der Reichen uns alle gefährdet

Um uns vor Klimawandel, Armut und Neofaschismus zu retten, müssen wir das Problem beim Namen nennen: Neoliberalismus.

@KarlE @sixtus
Also im Prinzip kann man sagen, dass die Propaganda des kalten Krieges für den Kapitalismus bis heute funktioniert.

Manchmal verzweifle ich an der Welt 😞

@ExistenzKetzer @sixtus worum es mir ging, dass der "Kapitalismus" Begriff zu breit ist,um eine Trennschärfe zu entfalten, und im Vergleich zu Volkseigentum und staatlicher Planwirtschaft aus meiner Sicht weiterhin das überlegene System ist, aber staatlicher Lenkung und sozialer Umverteilung bedarf.

Ich bin also überzeugt, dass Privateigentum und Preisbildung an Märkten sinnvoll sind. Man darf aber nicht den nötigen Rahmen aus Arbeitnehmerschutz, Besteuerung &sozialer Umverteilung zerschlagen!

@KarlE @sixtus
Das stimmt. Wir müssen halt weg von dem Gedanken, dass es nur totalitären Kommunismus als Alternative gibt.

Nur muss man eben das System so regulieren, dass das Privateigentum beschränkt ist, damit Einzelpersonen nicht zu viel Macht erlangen können.

@ExistenzKetzer Doch, das verstehe ich mittlerweile schon. Irgendwann (lange, bevor es das Wort Kapitalismus gab), hat es eine kleine Gruppe Menschen geschafft, sich als etwas Besseres bzw. den Rest der Menscheit als minderwertig zu definieren und daraus ein Recht auf bevorzugten Zugang zu Ressourcen abzuleiten. Dieses Recht wird seither mit aller Macht verteidigt - u. a. durch die Erzählung, das sei normal, diene dem Fortschritt und dem allgemeinen Wohlergehen. ... @sixtus
@ExistenzKetzer Und weil diese Erzählung so alt ist und wir damit aufwachsen, dass sie überall in Dauerschleife wiederholt wird, glauben wir sie (unsere Hirne sind nun mal so, dass sie Informationen für wahrer halten, je öfter sie wiederholt werden).
Dass "Kapitalismus" als böses Wort markiert wurde, das nur von Kommunisten, Träumern und anderen hirnlosen, ideologiezerfressenen Gutmenschen verwendet wird, hilft natürlich sehr. @sixtus
@sixtus @tagesschau wer Aktien nach den Berichten der @tagesschau handelt hat eh die Kontrolle über sein Leben verloren.

@sixtus @tagesschau

Dies ist ein vermutlich korrekter Aussagesatz.

@sixtus @tagesschau bei der neuen Besetzung bin ich da ganz zuversichtlich
@sixtus @tagesschau An der Größe der Zielgruppe kanns ja nicht liegen. Sonst hätten wir stattdessen schon seit Jahren "Alkoholismus vor acht".

@sixtus @tagesschau

Wieso nehmen viele eigentlich immer noch an, dass es die Tagesschau dann noch gibt? Und überhaupt über mehr als ein paar Jahrzehnte noch Jemanden (egal wie reich der nun ist)?

Wenn alle Tierarten ausgerottet sind - gibt es dann noch eine Existenzgrundlage für Menschen? Ich denke, kaum. Da wird nicht verstanden, dass die menschliche Art vom Ökosystem abhängig ist.

"Die Ökosphäre braucht uns nicht. Aber wir brauchen die Ökosphäre."

@sixtus

Ich fände es mal ganz heilsam, wenn man nicht schreiben würde "...der Kapitalismus....", sondern "wir" oder "die Menschen" haben zB die Erde abgewirtschaftet...

@tagesschau

@sixtus natürlich, denn egal ob @tagesschau oder @ZDF - deren #Rundfunkräte sind weder #gewählt.noch #repräsentiativ.

Es gibt nichtmals eine*n Vertrer*in der Gebührenzahler*innen...