Das IQB sagt, jedem vierten Kind am Ende der 4. Klasse und jedem dritten am Ende der 9. Klasse fehlen die notwendigen Kompetenzen, um einen Schulabschluss, eine berufliche Ausbildung und volle gesellschaftliche Teilhabe sicher zu erreichen - ein Alarmsignal, das wir nicht länger überhören dürfen!
Immer weniger gelingt es unserem Bildungssystem offenbar, Kinder und Jugendliche gerecht zu fördern und Nachteile auszugleichen. Dabei hängen die Bildungschancen in Deutschland mehr als anderswo vom Elternhaus ab - von der Sprache, die dort gesprochen wird, aber mehr noch vom Geldbeutel.
Kinder ohne Chancen - das ist ungerecht, es verschärft den Fachkräftemangel und bremst die Innovationskraft, die dieses Land groß gemacht hat. Es reicht aber nicht, alarmiert zu sein. Wir müssen endlich gegensteuern und die Bildung unserer jungen Generation als gesamtstaatliche Aufgabe begreifen.
Mit dem Startchancenprogramm investiert der Bund geneinsam mit den Ländern ab dem kommenden Schuljahr ganz gezielt in die Bildungschancen benachteiligter Kinder. Wegen der begrenzten Mittel erreichen wir damit aber nur jede zehnte Schule. Diesem Aufschlag müssen deshalb weitere Schritte folgen.
Deutschland ist ein reiches Land. Ich sage es ganz deutlich: Die wichtigste Aufgabe unseres Landes ist es, allen Kindern von Anfang an eine gelingende Bildung und eine gute Zukunft zu sichern. Ich bin nicht mehr bereit, die Ausrede zu hinzunehmen, für die Zukunft unserer Kinder sei kein Geld da.
@eskensaskia Schöne Sätze, die jeder unterschreiben kann.
Aber was bedeutet das konkret? Für die Politik der SPD und der Ampel?