#MotelOne Reaktion: "Die schnellen Sofortmaßnahmen umfassten unter anderem die Beauftragung eines zertifizierten IT-Sicherheitsdienstleisters sowie die Zusammenarbeit mit Ermittlungs- und Datenschutzbehörden."

Okay, ihr verkauft gerade Dinge als Maßnahmen, die ihr zum Großteil eh tun müsstest.
Ungute Kommunikation

Ebenfalls ein komplett falsches Verständnis von IT-Sicherheit offenbarend:

"»Leider hat der Staat noch keinen Weg gefunden, seiner staatlichen Hoheitsaufgabe gerecht zu werden und seine Bürger und Unternehmen vor kriminellen digitalen Angriffen zu schützen«, sagte [Firmengründer] Müller."

Hackerattacke: Datenleck bei Motel One betrifft Millionen von Kunden

Ende September machte die Hotelkette Motel One öffentlich, Ziel eines Ransomware-Angriffs geworden zu sein. Nun zeigen Recherchen der »Süddeutschen Zeitung« das Ausmaß des Angriffs – auch der Firmengründer ist betroffen.

DER SPIEGEL

Unschöne Details dann noch bei der SZ (Paywall)

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/motel-one-hacker-ransomware-hotel-1.6275638?reduced=true

Im Leak: Notfalllisten über die letzten 8 Jahre (die sind eigentlich nur tagaktuell relevant) fast aller Standorte. Rechnungsdaten von Millionen Gäst*innen

Jo, da liegt so einiges im Argen.

Millionen Kunden in Datenleck von Motel One

Hacker veröffentlichen Übernachtungslisten der Hotelkette aus den vergangenen Jahren. Hotel-Gründer sieht Schuld bei der Politik.

Süddeutsche Zeitung

@bkastl

In other news so u.a. bei Heise (Cookiebanner)…

https://www.heise.de/news/Umfrage-Firmen-finden-DSGVO-kompliziert-und-praxisfern-9326238.html

Wenn man statt zu meckern dran gearbeitet hätte, gäbe es nen Teil der jetzt veröffentlichten Daten gar nicht (mehr)

Aber der Datenschutz ist schuld.
Und die Hacker.
Und der Staat.
Und überhaupt die viele Bürokratie.

Umfrage: Firmen finden DSGVO kompliziert und praxisfern

Seit fünf Jahren ist die Datenschutzgrundverordnung, kurz DSGVO, in Kraft. Für viele Unternehmen sei sie auch ein Kraftakt, sagt eine Umfrage des Bitkom.

heise online
@bkastl Ein Bekannter (seit wenigen Jahren im Außendienst) ist total schockiert. An anderen Tagen höre ich von ihm bzgl. Digitalisierung im Gesundheit: "Ich habe nichts zu verbergen." 

@bkastl

Ah ja.

Also stehen da auch Polizisten vor jedem Zimmer als wirksamen Schutz des Staates vor Einbrechern, oder wie?

@nik @bkastl Kriminalität in der physischen Welt versucht sie halt mit Kameras und "good enough" Schlösser abzuschrecken. Und wenn dann doch wer ein Zimmer ausraubt, übergeben sie es an die Versicherung und die Polizei. Erstere zahlt den Schaden des Kunden, zweitere macht eventuell den Einbrecher dingfest. Das sorgt halt für ein gewisses Abschreckungspotenzial. Leider funktioniert das so in der IT nicht.
@hikhvar @nik @bkastl klar, der Vergleich hinkt, weil man die analoge Welt nicht 1:1 übertragen kann. Aber selbst wenn das so wäre, dann wäre der Vergleich schlecht, weil ja auch in der analogen Welt Maßnahmen gegen Kriminelle ergriffen werden. Z.B. eben Schlösser, Kameras, etc.

@bkastl
Nach der Logik würde das BSI o.ä. in den nächsten Jahren ein "Cybersecurity-Gütesiegel" rausbringen, das rechtlich gesehen ein Unternehmen von jeder Verantwortung entbindet.

"Wir wurden zwar gehackt, weil unser Passwort 'passwort1' war, aber wir sind als sicher zertifiziert, daher unschuldig."

@bkastl

Er bedauert, nicht verhaftet zu werden, weil er Kunden und Firmenkunden geschädigt hat durch mangelnde Resilienz. Ein Samurai würde sich selbst ein Schwert in den Bauch stecken.

@bkastl würde ja gerne mal etwas von „staatlichen Hoheitsaufgaben“ hören, wenn es um soziale Themen geht, vor allem von Firmengründern wie Herrn Müller 🤔
@bkastl ich habe das Gefühl, dass Herr Müller keine Ahnung von IT und von der Verantwortung der Führung eines Unternehmens hat.