Eine der größten Fehlentscheidungen der Migrationspolitik waren die von unionsgeführten Bundesregierungen vertretenen Arbeitsverbote. Das hat die Neuankommenden ins Sozialsystem gezwungen und den gefährlichen Vorwurf heraufbeschworen, dass sie auf Kosten anderer leben.
Es braucht genaues Gegenteil: Vom ersten Tag an verbindlichen Pfad, sich von einfachen Jobs und Sprach- wie Bildungsangeboten zum Einzahlen ins Sozialsystem vorzuarbeiten. Das würde obendrein Rechtspopulisten das Wasser abgraben.
@christianschwaegerl naja letzteres aber auch nur, weil die Demografie hart rein haut. Vor 20 Jahren oder so wäre es “die Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg 🤬” gewesen. Das war ja das perfide: Arbeitsplätze wegnehmen oder das Sozialsystem belasten.
@maschinentraum Das perfide “Argument” ist aber eigentlich schon lange abgeräumt. 2013 hab ich mit @AndreasRinke diesen Artikel geschrieben https://www.cicero.de/innenpolitik/demografie-die-100-millionen-chance/55280 (Cicero war damals noch ein politisch mittiges Magazin und huch, bin aus Autorenzeile verschwunden).
Aber man hat es immer weiter kultiviert und köcheln lassen, weil Erfolg von Einwanderung von Leuten wie #Merz ja gar nicht gewünscht ist. Zynisch hoch drei.
Demografie - Die 100-Millionen-Chance

Deutschland schrumpft, sagt die Kanzlerin. Alle Politik dreht sich nur darum, mit dem Schwund zu leben. Aber die Zukunft ist längst da. Deutschland wächst: im vergangenen Jahr um 200000 Menschen. Und das ist erst der Anfang

Cicero Online
@christianschwaegerl @maschinentraum @AndreasRinke deshalb halte ich es auch für komplett überflüssig, den Rechten das argumentative Wasser abgraben zu wollen: Die finden immer Ihre Kanäle, auch weit jenseits des Faktischen.
Und ob unse Ungang mit Geflüchteten den Rechten in die Karten spielt sollte uns sowieso nicht beeinflussen.
@Behemothhh @maschinentraum @AndreasRinke Darum geht es nicht primär, sondern darum, dass die neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger nicht in ein Sozialsystem abgedrängt werden, das schnell zur Sackgasse werden kann. Sie mehr oder weniger sofort und aktiv via schneller Anerkennung äquivalenter Abschlüsse, Spracherwerb und ggf Qualifizierung in Richtung eines selbstbestimmten Lebens und Teilhabe an der Gesellschaft zu führen, hilft vor allem ihnen selbst.
@christianschwaegerl @maschinentraum @AndreasRinke Schon klar. Aber man sollte überlegen, ob man damit überhaupt argumentiert