Solange die #Sonderschule als Beispiel für #Inklusion gefeiert wird, Wohnheime für Menschen mit #Behinderung massiv gefördert werden und Angestellte in Werkstätten keinen #LohnStattTaschengeld bekommen, bin ich Inklusionsaktivist!

Nichts über uns ohne uns!

@RollingSohn hä? Ist das nicht immer schon eher exklusion? 🤷‍♂️
@monthy19 Es gibt tatsächlich Menschen, die meinen, Sonderschulen sind so wunderbar inklusiv und toll. Schwöre - auch hier in Innsbruck und auch von Leuten, die es besser wissen müssten. Und das ist echt mühsam ...
@RollingSohn ist wirklich so. Bei Freunden ist die Tochter Epileptikerin. Aus diesem Grund auf der Sonderschule. Einfach weil die das nicht in den Griff kriegen und da die Betreuung besser ist. Aber die werden immer komisch angeschaut wenn sie sagen ihr Kind geht auf die Sonder. Früher gab es auch den Begriff Behindertenschule. Zumindest in meiner Kinder und Jugendzeit. Also 80er und 90er Jahre. Keine Ahnung wie es heute ist.

@monthy19 "Da die Betreuung besser ist" - genau das ist das Problem. Inklusion auf Schulen bekommst du nur, wenn es endlich inklusive Bildung für alle gibt! Davon würden abgesehen davon ALLE profitieren. Gibt genug Beispiele von Ländern, wo das funktioniert. Natürlich nicht perfekt - aber wer sagt, dass unser System "perfekt" ist, ist wohl Realitätsverweigerer ;-)

Ein Sonderschulsystem ist KEINE Lösung. Zumindest keine menschenrechtskonforme. Es braucht eine vernünftige Ausstattung für Schulen, genug Personal (im Bereich Inklusion) und endlich ein moderenes, kompetenzorientiertes Bildungssystem. Das wäre für ALLE besser. Aber naja ...

@RollingSohn ist absolut richtig. Aber seien wir ehrlich, zumindest in DE ist das System kaputt. Keine Lehrer, keine Pädagogen und absolut keine Fachkräfte im Bereich der Inklusion. Es gibt von Allem nichts. Zumindest aus dieser Sicht ist dann die Sonderschule eine Alternative. Also hier in Deutschland.

@monthy19 Eh. Und darum muss jede:r, der oder die echte #Inklusion in der Bildung fordert, auch eine große #Bildungsreform einfordern! Denn das eine geht nicht ohne das andere!

Wobei - gerade im Kleinen scheitert es oft auch am Willen. Ich arbeite in einer Familienberatungsstelle für Eltern von Kindern mit Behinderung und wir bekommen da schon viel mit, wo Pädagog:innen und / oder Direktor:innen Inklusion einfach nicht WOLLEN! Da reden wir nicht darüber, dass es nicht möglich wäre - es ist halt oft "einfacher", alles so zu machen, wie immer. Und erst, wenn man sehr viel Druck macht und lange kämpft, bekommen Eltern für ihre Kinder ihr Recht.

Wenn man weiß, dass gerade Eltern von Kindern mit Behinderung eh wegen so vielen Dingen kämpfen müssen, dann MUSS einen das aufregen. Der Staat sollte diesen Eltern und ihren Kindern das Leben leichter machen, Barrieren abbauen und sie unterstützen und fördern ... das Gegenteil ist der Fall. Und die wenigsten politischen Parteien sind hier wirklich eine große Hilfe ... das Thema ist meistens kaum präsent :-(

@RollingSohn in DE ja 1 zu 1 so. Es ist einfach ermüdend.