Das „Spiegel“-Cover wird heftig kritisiert. Zurecht, kommentiert Frederik von Castell. Er hat mit der Fotografin Valeria Ferraro gesprochen, deren Aufnahme der „Spiegel“ stark verfremdet hat.

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Wie der "Spiegel" sich aus einem Foto sein bedrohliches Flüchtlings-Cover bastelte | Übermedien

Das aktuelle Cover des „Spiegel“ zur deutschen Asylpolitik wird heftig kritisiert. Vorlage war ein reales Foto. Die Fotografin Valeria Ferraro hat es aufgenommen, die Situation aber anders erlebt.

Übermedien

@uebermedien
Über was reden wir hier?

Über Kritik an der Art der Verfremdung

oder

Über die Intention der Titelseite?

@weit_im_westen @uebermedien Über das Niveau das das ehemalige Nachrichtenmagazin erreicht hat?

@musevg @uebermedien
Reflexhaft würde ich Dir zustimmen, weil ich selbst dafür bin Menschen nicht nur zum Schutz, sondern zusätzlich in geregelter Zuwanderung aufzunehmen.

Allerdings ist es ja objektivierbar, dass Städte und Kommunen Alarm schlagen, flächendeckend von Überforderung gesprochen wird. Es könnte also auch so sein, dass die Situation unabhängig vom rechten Krawall/Propaganda tatsächlich problematisch ist und der Spiegel unglücklich aber realistisch titelt? 🤔

@weit_im_westen @uebermedien Es könnte auch sein, dass du neoliberale bis rechte Narrative verbreitest - vorsätzlich oder weil du sie nicht durchblickst?
Eine Menge Kommunen klagen, korrekt. Worüber genau? Was wollen sie mit ihren Klagen erreichen? Und was bekommen sie... bzw. bekommen sie nicht?

Ich weiß ja nicht wie du das siehst, aber m.E. heißt der Schlüssel zu den Problemen der Kommunen nicht "Geflüchtete und Migranten" sondern "Austerität und Schwarze Null".

@weit_im_westen @uebermedien
Manchmal hilft es, in die Vergangenheit zu schauen um die Gegenwart zu verstehen. Hier z.B. auf die Jahre 2015 bis ca. 2018, die Brexit-Diskussion im VK:
Viele der damaligen "Probleme" und "Argumente" gegen die EU-Mitgliedschaft hingen mit einer angeblichen "Überforderung" der Kommunen mit eingewanderten EU-Bürgern zusammen: Arbeits- und Wohnungsmarkt, das Gesundheitssystem, alles "überfordert" durch Polen, Esten, Italiener. So hieß es.
@weit_im_westen @uebermedien
Tatsächlich aber litt das Land unter der Austeritätspolitik der Tories - und es leidet bis heute. Die 350 Mio ₤ pro Woche, die Boris Johnsons Bus für das NHS versprochen hat, wurden schon am Tag nach dem Referendum abgeräumt. Die EU war nur der Sündenbock.

@musevg @uebermedien
Alles geschenkt.

Schaut man sich die Situation der Kommunen allerdings genauer an, sieht man dass zur Verfügung gestellte Mittel oft gar nicht abgerufen werden (können), da es an Personal und anderen Ressourcen auch in Bereichen mangelt, die hinreichend finanziert sein sollten.

Vielleicht sollte man deshalb anerkennen, dass unsere Aufnahmestrukturen einfach gerade beschränkt sind und sich u.a. aufgrund jahrelangen Kaputtsparens auch nicht kurzfristig ausweiten lassen.

@weit_im_westen @uebermedien "Tja, ist kaputtgespart, kann man nix machen. Also los, weiter sparen!" Mit dieser Einstellung holt man niemanden zurück ins Krankenhaus oder die Kita. Und damit baut man keine neue Unterkunft und keine neuen Sozialwohnungen.

Ich habe schon 2015ff interessante Erfahrungen mit Kommunen gemacht als es um die Aufnahme von Geflüchteten und die Ausrüstung von Unterkünften ging. Damals schon habe ich gemerkt: Der "Ich-kann-nicht" wohnt in der "Ich-will-nicht" Straße.

@musevg @uebermedien
Du unterstellst mutwillig Aussagen, die nicht gemacht wurden und möchtest Dich nicht unnötig mit Fakten oder Details beschäftigen, damit Deine Weltsicht schwarz-weiß bleiben kann.

Deal with it:
So ändert man wenig und entwickelt sich noch weniger. Macher wird man so nicht.