550 Millionen Euro fehlen angeblich, damit das Deutschlandticket auch nächstes Jahr wieder läuft und vor allem Menschen mit wenig Geld Mobilität ermöglicht. 300 Millionen Euro hat der Bund an einem Tag (!) an Menschen verschenkt, die reich genug sind, um ein eigenes Haus mit eigener Garage zu besitzen.
@sixtus Nicht zu vergessen die ~5,5Mrd €/Jahr für Dienstwagen.
@WolframZell @sixtus es gibt keine Unterstützung für Dienstwagen, es gibt eine vereinfachte Ermittlung des zu versteuernden Privatanteils. Ich glaube das wollt ihr einfach nicht raffen, ist ja so eine schöne, griffige Falschaussage
@DocB @sixtus Es gibt also keinen Mechanismus, der dafĂĽr sorgt, dass dem Bundeshaushalt weniger Geld zur VerfĂĽgung steht als ohne diese Regelung, die Dienstwagen betrifft?
Ob das durch entgangene Einnahmen oder durch Ausgaben entsteht ist im Endeffekt doch egal, oder nicht?
Meines Wissens nach kann der AG den Kauf an sich von der Steuer absetzen, reduziert ja den Gewinn, da im Prinzip ein Auto an einen MA geschenkt wird, geht einiges flöten. (Vor allem, da das idR recht teure Autos sind)
@WolframZell @sixtus Da wird nicht verschenkt, das ist billiges Framing. Viele MA entscheiden sich auch gegen einen Dienstwagen als Gehaltsbestandteil, weil es schlicht zu teuer ist (Zuzahlung plus geldwerter Vorteil). NatĂĽrlich kann der AG die Kosten der Betriebsmittel von der Steuer absetzen (wie auch das Gehalt des MA), ebenso wie den Luxus-Mac in mancher Redaktion oder die Drehbank. Im Gegensatz zu denen flieĂźt durch die Versteuerung der Privatnutzung aber noch Geld an den Staat zurĂĽck.
@DocB @sixtus Danke auf jeden Fall fĂĽr die Erleuterung, ich schau mal nach wie die Zahl zustande kommt, hab die glaub von extra3.
@DocB @sixtus
tl:dr: Die Summe ist die entgangene Steuer beim Kostenunterschied zwischen selber kaufen und als Dienstwagen bekommen, der AG Teil wird vom AG nicht versteuert.
Hier die Studie: https://www.klima-allianz.de/fileadmin/user_upload/Dateien/Daten/Publikationen/Hintergrund/Kurzstudie-Dienstwagenprivileg_FOES.pdf
Ist interessant, wäre ich ohne dein Kontra nicht drauf gestoßen, danke dafür. Auf diese Studie stützen sich auf jeden Fall mehrere Artikel.
@WolframZell @sixtus Das ist keine Studie, sondern ein Lobbypaper, welches sich mehrfach selbst zitiert. Neben dem Neidfaktor sind mehrere Fehler drin:
Es zahlt kein Unternehmen den Bruttolistenpreis, sondern liegt I.d.R bis zu 1/3 drunter. Versteuert wird aber der BLP, auch wenn ein Fzg gebraucht angeschafft wird, z.B. fĂĽr 20% des Neuwertes.
Die Haltedauer ist, besonders bei Selbständigen, eher 5 als 2 Jahre.
Damit fällt die Argumentationen der Lobbyisten schon zusammen
@DocB @WolframZell Ah, wieder ein Privilegierter, der nicht möchte, dass man seine Privilegien Privilegien nennt.
@sixtus @WolframZell Steuern zahlen ist ein Previleg? Abgesehen davon habe ich keinen Dienstwagen...