Eigentliche Aufgabe des Journalismus:

Aus der Asyl-Angstdebatte eine Asylangst-Debatte zu machen.

Heißt: Sich nicht selbst vor den Karren spannen & instrumentalisieren lassen.
Sondern journalistisch sauber das Ziel der Angstmacher + Angst-Konsequenzen analysieren & aufzeigen.

@nadia_z Das ist so richtig und wichtig. Ich finde es erschreckend, dass der #presse erklärt werden muss, was ihre Aufgabe ist. Wofür haben die studiert?
#viertegewalt
#framing
#journslismus
#propaganda

@nadia_z @Sebastian irgendwie schon lange im Arsch.

Aber momentan wird die Afd und Co Werbung gefährlich...

Gegendemos oder ähnliches wird oft nichtmal erwähnt... Oder sind Spinner, was auch immer...

Irgendwie sind es oft Meinungsnews...

@nadia_z Mit der Asyl-Angstdebatte lassen sich aber viel mehr Klicks generieren als mit der Asylangst-Debatte. Die eine ist emotional, die andere intellektuell.

Und der Intellekt steht in diesem Land bekanntlich auf der roten Liste der bedrohten Arten.

@nadia_z Die »eigentliche Aufgabe« des Journalismus ist es, fließbandartig den Content zu produzieren, mit dem man Werbeplätze vermarkten kann, das *eigentliche Geschäft*. Ist nicht schön, ich weiß, aber leider ist es wahr. Und genau sieht der Journalismus dann auch immer aus: Schnell aufgeschäumt, gedächtnislos, die Psyche aufkochend.

»Journalist« muss ein Schimpfwort werden.

(Ich bitte um Entschuldigung dafür, dass das viel zu grob und undifferenziert ausgedrückt ist.)

@goebelmasse @nadia_z
Journalist ist bei Rechten längst ein Schimpfwort.

Sowas einer Journalistin vor den Latz zu knallen, die sich für eine vernünftig geführte öffentliche Debatte einsetzt ist so engstirnig, dass mir kein guter Fluch dafür einfällt.

Natürlich gibt es das Phänomen das du beschreibst, aber es macht nicht die ganze Welt des Journalismus aus.

International sitzen scheißviele in Haft und werden ermordet. Hier werden sie angefeindet und bedroht.

In das Horn bläst du gerade.

@manu @nadia_z

Sorry, auch du trötest in ein Horn. Ich habe großen Respekt vor Journalisten in Staaten, in denen man für eine kritische Berichterstattung in den Knast geht oder gar »verschwindet«. Diese Bedingungen herrschen hier (noch) nicht, und niemand, der bei Troste ist, wünscht sich, dass sich das ändert.

Kennst du das Wort »Derailing«. Hier in der Bundesrep. D. besteht der Beruf des Journalisten darin, den Content zu erzeugen, der die Vermarktung von Werbeplätzen ermöglicht.

@manu @nadia_z

Ach ja, wenn du mich für einen »Rechten« hältst, dann gratuliere ich dir zu deiner vor allem sehr schnellen Auffassungsgabe und bin mir völlig sicher, dass du noch einen schönen, menschenverachtenden Fluch für mich finden wirst.

Gern und oft werden Menschen zum Spiegelbild dessen, was sie bekämpfen, und dabei gar nicht so leicht vom Bekämpften unterscheidbar. 😉

@goebelmasse Ich habe dich keinen Rechten genannt, sondern gesagt, dass das was du forderst bei Rechten schon gilt. Ich nehme an du gehörst auch zu den Leuten die da gerne differenzieren.

Auch hierzulande gibt es sehr viele Journalist*innen, die sich regelmäßig in Gefahr begeben - sei es im Ausland oder in Deutschland selbst, weil sie z.B. investigativ zu Nazis arbeiten (oft schlecht bezahlt). Und es gibt genug Medien hier, die nicht primär durch Werbung finanziert sind.

@manu @manu Entschuldige bitte, wenn das als Unterstellung bei dir ankam. Aber ich habe halt auch schon einiges erlebt, vor allem nebenan beim Zwitscherchen.

Neben den öffentlich-rechtlichen Anstalten, Indymedia und der taz fällt mir aber nicht mehr so viel »journalistisches Medium« ein, das ein anderes Geschäftsmodell als Werbeplatzvermarktung hat. Dass immer noch die meisten Menschen besser als ihre Arbeitgeber (und ihre Regierungen) sind, ist tatsächlich ein Glück.

@goebelmasse Ich würde mal sagen: Alle Freien Radios, die Öffentlich-Rechtlichen (da sind wir wohl geteilter Meinung), netzpolitik.org, uebermedien.de, correctiv.org, iz3w, ...

Würde ich länger überlegen kämen mir bestimmt noch einige mehr. Da schalten bestimmt auch ein paar Werbung, aber sie würden ihren Ihnalt nicht für die Werbung opfern.

Dann gibt es noch etliche freie Journis, die nicht festangestellt sind und vielleicht z.B. mal beim Spiegel schreiben aber nicht an ihn gebunden sind.

@goebelmasse
Ich bitte dich, dir nochmal zu überlegen ob du deinen Kommentar ganz oben wirklich so stehen lassen möchtest und ob du dich nicht vielleicht sogar mal bei dieser Journalistin entschuldigen möchtest, die hier versucht hat sich gegen einen panikorientierten Journalismus stark zu machen (der sich super verkauft). Und du hast ihr dafür volle Kanne in die Suppe gespuckt.

Bis da hin lasse ich die Diskussion hier ruhen.

@goebelmasse @nadia_z
Ja, ich kenne den Begriff "Derailing" und man kann ihn auch gut zum derailen benutzen.

Allersings ist Journalismus nicht national begrenzt und nicht nur Staaten bedrohem Journis. Nochmal:

Auch hierzulande gibt es sehr viele Journalist*innen, die sich regelmäßig in Gefahr begeben - sei es im Ausland oder in Deutschland selbst, weil sie z.B. investigativ zu Nazis arbeiten (oft schlecht bezahlt). Und es gibt genug Medien hier, die nicht primär durch Werbung finanziert sind.

@manu @nadia_z »Ja, ich kenne den Begriff "Derailing" und man kann ihn auch gut zum derailen benutzen.«

Hach, das ist gerade in meiner kleinen Zitatdatei gelandet! Hoffentlich auch als gelegentliche Mahnung an mich selbst… 😉

@goebelmasse Das ist nicht die Aufgabe des Journalismus, sondern nur die des "Journalismus". Wichtiger Unterschied.

@nadia_z

@nadia_z die "4. Gewalt" bekommt es ja nicht mal hin die sozioökomischen ursachen für armut in deutschland richtig zu beleuchten und springt einfach nur auf den zug "arbeitslose = faul, migranten = faul, jugend = faul und dumm,...etc. aber kapitalisten = götter, die wir nicht erzürnen dürfen" auf.

mach mir da keine hoffnung, man sieht wie demokratie (sehe es eher als plutokratie) jahr für jahr mehr erodiert

Als ob nicht jeder schon wüsste, dass es rechtes Gedankengut ist, das Angst vor Asylanten schüren will.

@nadia_z