Das wird jetzt kein Spezialaccount zum Thema Brandeburger Tor, aber die Berichterstattung über die angeblich so schwierige und teure Reinigung und die Law-and-Order-Kommentare der Berliner Provinzpolitik lassen bei mir doch einige Fragen offen.

1. Wenn etwas Farbe schon so ein großes Problem ist, wie ist es dann überhaupt gelungen, das Tor zu sanieren, nachdem Deutschland das letzte Mal von Law-and-Order-Politikern befreit werden musste? Wir erinnern uns, da sah es so aus (Quelle Bundesarchiv):

2. Gibt es ein unabhängiges Gutachten über die Probleme bei der Reinigung und die angeblichen Kosten, oder sind das nur Aussagen der Firmen, die mit der Reinigung beauftragt sind?

3. Für die Instandhaltung des Tors werden jährlich 200.000 Euro ausgegeben. Was ist in dieser Summe enthalten, und warum ist eine ab und zu notwendige Reinigung dadurch nicht abgedeckt?

4. Was ist überhaupt so nachrichtenwert an diesem Tor?

@astefanowitsch Man kann nicht den Vandalismus (an der Natur) als Rechtfertigung nehmen, um selbst Vandalismus (an historischen Bauwerken) zu rechtfertigen. Beides ist daneben. Beides kostet Steuergelder, die man besser investieren könnte. Demokratie funktioniert nur mit gegenseitigem Respekt und im Dialog, Das kann man aber so nicht erzwingen. (Und das sage ich als sehr Linker mit viel basisdemokratischer Erfahrung)

@dgavin @astefanowitsch "Demokratie funktioniert nur mit gegenseitigem Respekt und im Dialog"

Hat ja die letzten Jahre so super funktioniert. Rechtsextreme auf dem Vormarsch, Klimaschutz gibts praktisch nix und alles bleibt beim Bürger hängen. Irgendwann muss man halt man anfangen zu handeln statt nur zu reden.

@unnon89 @astefanowitsch Das Problem in Deutschland ist, dass die falschen Leute aus den falschen Gründen in die nationale Politik einsteigen. Leute wie Lindner, die ausschliesslich für die eigene Tasche und die eigene Klientel Politik machen. Nur lässt sich das von der Strasse aus nicht ändern. Es lässt sich nicht durch Petitionen und Vandalismus ändern. Oder glaubt jemand, dass Lindner wegen solcher Aktionen plötzlich seine Politik ändert? Er braucht echte Gegner auf dem politischen Parkett.
@dgavin @astefanowitsch sowas lässt sich NUR von der Straße aus ändern. Frauenwahlrecht z.B. gabs auch nicht durch Politiker. Sondern weil die Damen auf die Straße gingen und druck ausgeübt haben. Siehe Suffragetten. Das gleiche passiert hier jetzt mit FFF und der Letzte Generation. Es braucht den Druck auf der Straße damit Politiker wie Lindner anfangen zu handeln.