Das wird jetzt kein Spezialaccount zum Thema Brandeburger Tor, aber die Berichterstattung über die angeblich so schwierige und teure Reinigung und die Law-and-Order-Kommentare der Berliner Provinzpolitik lassen bei mir doch einige Fragen offen.

1. Wenn etwas Farbe schon so ein großes Problem ist, wie ist es dann überhaupt gelungen, das Tor zu sanieren, nachdem Deutschland das letzte Mal von Law-and-Order-Politikern befreit werden musste? Wir erinnern uns, da sah es so aus (Quelle Bundesarchiv):

2. Gibt es ein unabhängiges Gutachten über die Probleme bei der Reinigung und die angeblichen Kosten, oder sind das nur Aussagen der Firmen, die mit der Reinigung beauftragt sind?

3. Für die Instandhaltung des Tors werden jährlich 200.000 Euro ausgegeben. Was ist in dieser Summe enthalten, und warum ist eine ab und zu notwendige Reinigung dadurch nicht abgedeckt?

4. Was ist überhaupt so nachrichtenwert an diesem Tor?

@astefanowitsch Man kann nicht den Vandalismus (an der Natur) als Rechtfertigung nehmen, um selbst Vandalismus (an historischen Bauwerken) zu rechtfertigen. Beides ist daneben. Beides kostet Steuergelder, die man besser investieren könnte. Demokratie funktioniert nur mit gegenseitigem Respekt und im Dialog, Das kann man aber so nicht erzwingen. (Und das sage ich als sehr Linker mit viel basisdemokratischer Erfahrung)
@dgavin
Buhibuh die Steuergelder!
@annifa Ja, es mag dir nicht gefallen, aber alles Gute, was ein Staat bewirken kann, kommt zu 100% aus Steuergeldern. Jeder €, der für die Reinigung von Fassaden aufgewendet wird, fehlt später für Spitäler und Kindergärten. Und als Linker ist man darauf angewiesen, dass der Staat möglichst viel Gelder übrig hat, weil Politiker erstmal Strassen und Wirtschaft finanzieren. Und wenn dann was übrig ist, kommen Schulen, Umweltschutz, Fahrradwege und soziale Einrichtungen dran.
@dgavin @annifa Dann lassen Sie uns mal schnell jegliche Art von Verbrennung anprangern. Verbrennung von fossilen Brennstoffen und die in dümmster und dreistester Weise als ökologisch geframte Holzverbrennung. Wann haben Sie sich dagegen das letzte Mal ausgesprochen? Diese Sauerei macht nämlich nicht nur schmutzig sondern in höchstem Maße krank u treibt die Klimakatastrophe voran.
@Haselnusstafel @annifa Nein, nicht anprangern. Etwas dagegen tun. Ich habe in 10 Jahren diverse Motionen zum Ausbau von Solarenergie, für sozialen Wohnungsbau, für 30er-Zonen, mehr Radwege, mehr Elektromobilität, nachhaltige Heizsysteme, usw. im Parlament geschrieben oder unterstützt. Und viele davon sind durchgekommen (trotz rechter Mehrheit) und wurden umgesetzt. So geht Änderung, nicht durch Avaaz-Petitionen.