@zuphilip @goettker @bibbubble @ingorohlfing
Genau deswegen habe ich mal 11 Gründe gesammelt und unserer Bibliothekskommission geschrieben, warum wir auf keinen Fall teilnehmen dürfen:
1. Die Wissenschaftsminister*Innen der EU haben im Mai klar dargelegt, warum TAs wie DEAL nicht im Sinne der Wissenschaft sind und was wir stattdessen tun sollten:
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2. Zehn grosse Wissenschafts-Organisationen, die so ziemlich alle wissenschaftl. Institutionen in der EU vertreten, sehen das ganz genauso:
Eine dieser Organisationen ist auch die EUA. Vollmitglieder der EUA haben also, via EUA, DEAL in der Substanz bereits abgelehnt.
3. Die DFG ist auch eine der Unterstützer der EU Ministerratsbeschlüsse:
https://www.dfg.de/service/presse/pressemitteilungen/2023/pressemitteilung_nr_16/index.html
<p>For European public research and innovation actors, scholarly knowledge is a public good. Publicly funded research and its results should be immediately and openly available to all without barriers such as subscription fees or paywalls. This is essential in driving knowledge forward, promoting innovation and tackling social issues. Key representative organisations of the public research […]</p>
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4. Zehn internationale Experten sehen das auch so:
https://royalsocietypublishing.org/doi/10.1098/rsos.230206
5. Natürlich sind auch die kleineren Verlage froh, wenn die Monopolisten weg sind und endlich wirkliche Konkurrenz herrscht:
6. Selbstverständlich erkennt auch die Organisation der institutionellen Repositorien (COAR), dass wir bereits einen Grossteil der Infrastruktur haben, um die Ministerratssbeschlüsse umzusetzen:
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7. Elsevier ist Teil des Überwachungskonzerns RELX der auch mit Nachrichtendiensten arbeitet, so dass alle Institutionen mit Zivilklauseln nicht unterschreiben dürfen. In diesem Zusammenhang gilt auch, dass der DEAL-Vertrag höchstwahrscheinlich nicht DSGVO-konform ist (vermutlich ist das nicht nicht einmal überprüfbar, weil E sich weigern wird, jemanden auf seine Server gucken zu lassen), so dass niemand in der EU so einen DEAL unterzeichnen sollte.
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Grundsätzlich sollte keine Universität, die etwas auf sich hält, als Datenlieferant für internationale Nachrichtendienste fungieren.
https://www.laborjournal.de/rubric/hintergrund/hg/hg_22_05_03.php
https://www.dfg.de/foerderung/info_wissenschaft/2021/info_wissenschaft_21_43/index.html
https://www.o-bib.de/bib/article/view/5797/8636
8. Alle APCs über ~1.000€ sind zu hoch und sollten grundsätzlich nicht mit öffentlichen Mitteln bezahlt werden:
Während die Schattenbibliothek Sci-Hub das akademische Publikationswesen revolutioniert, stellen kommerzielle Wissenschaftsverlage seit Jahren ihr Geschäftsmodell um: Sie handeln mit Nutzerdaten. Wissenschaftler sind sich dessen selten bewusst. Wer entscheidet in Zukunft über Richtung und Politik öffentlich finanzierter Forschung? Ist die Wissenschaftsfreiheit in Gefahr?
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9. Der Vertrag wurde mit einem Monopolisten verhandelt, obwohl es ausschreibungsfähige Alternativen für die Publikationsdienstleistungen gibt, er verstösst daher gegen Vergaberegeln (siehe auch Grund 1 und 4):
https://bjoern.brembs.net/2022/04/eu-academic-publishers-are-monopolists/
10. DEAL bietet sich als einer der ersten Kandidaten geradezu an, der nach den EU-Ministeratsbeschlüssen abgewickelt gehört:
https://background.tagesspiegel.de/digitalisierung/wissenschaftsverlage-haben-endlich-ausgedient
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11. Mittlerweile zeichnet sich ab, dass TAs wie Plan S oder DEAL leider nicht transformieren, sondern konsolidieren und kein vernünftiger Mensch setzt etwas fort, was nachweislich nicht funktioniert.
https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/mde.3493
https://www.coalition-s.org/blog/transformative-journals-analysis-from-the-2022-reports/
Gerne diese Liste weiterverbreiten. Wenn genug Institutionen Rückgrat zeigen, platzt der DEAL.
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Ausgezeichnet! Wissen wir, wer die sind, bzw. wer weiss das?
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WIMRE wurden in unserer BibKommission solche Zahlen gezeigt, aber ich erinnere mich nicht, ob das nur unsere waren, oder auch die von anderen Unis. Denke schon, dass wir auch Daten von anderen gesehen haben. Ich weiss, wer das bei uns macht, dem schreibe ich gleich mal!
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Die TU9 sind ein guter Startpunkt:
Montag hoffentlich mehr.
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Hier die Top 10 DEAL Einrichtungen (SN und Wiley seit 2019):
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Hier 1-30 im Textformat mit der Zahl der Publikationen:
Ludwig-Maximilians-Universität in Munich 9,765
Technical University of Munich 9,469
Charité - Universitätsmedizin Berlin 7,496
Heidelberg University 6,164
TU Dresden 6,109
RWTH Aachen University 5,494
University of Erlangen-Nuremberg 5,323
University of Freiburg 5,322
University Medical Center Hamburg-Eppendorf 5,123
University of Tübingen 4,992
University of Cologne 4,869
Klar, gerne:
https://open-access-monitor.de
Unbedingt überprüfen, habe ich hastig in 5min erstellt!